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Vorbildlicher Mitarbeiter? Wann Stärken zu Schwächen werden

Geschrieben am: 26-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Shutter_M/shutterstock.comEs gibt sie in jedem Unternehmen und fast jedem Team: Mitarbeiter, die hervorragende Leistung bringen und für ihre Kollegen als Vorbild gelten. Oft stellen sie sich selbst nicht in den Mittelpunkt, sondern werden von Chefs oder Kollegen immer wieder als Beispiel, Vorbild und Maßstab herangezogen. Solche Aufmerksamkeit kann schmeichelhaft sein, führt über kurz oder lang jedoch zu enormen Problemen. Denn Stärken können auch zu Schwächen werden. Hier gilt der bekannte Spruch: „Die Dosis macht das Gift.“.

Vorbild-Funktion: Fluch und Segen gleichermaßen

Eine von außen übergestülpte Vorbildfunktion hat in der Regel zunächst negative Auswirkungen auf den Mitarbeiter selbst. Werden Sie beispielsweise immer wieder als Vorbild gepriesen und für Vergleiche herangezogen, werden Sie daraus irgendwann die Pflicht ableiten, sich vorbildlich zu verhalten. Zumindest werden Sie die an Sie gerichteten Erwartungen deutlich spüren.

Daraus resultiert meist ein deutlich wahrnehmbarer Druck, denn Sie…

  • … versuchen dann möglicherweise, die vorhandenen oder wahrgenommenen Erwartungen nach Kräften zu erfüllen.
  • … fühlen Sie durch diese Erwartungen vielleicht eingeschränkt oder gehemmt.
  • … verlieren durch den hohen Druck möglicherweise die Freude an Ihrer Arbeit.
  • … werden durch zu hohe Erwartungen in eine Rolle gepresst, die Ihnen überhaupt nicht liegt und nicht zu Ihren Zielen und Wünschen passt.

Gleichzeitig bietet eine Vorbildfunktion Ihnen jedoch auch gewisse Vorteile. So können Sie sich – so lange Sie die Erwartungen erfüllen – meist auf den Rückhalt Ihres Chefs verlassen, müssen sich keine allzu großen Sorgen um Ihren Job machen und ernten, zumindest zu Beginn, den Respekt und die Anerkennung Ihrer Kollegen.

Wann Stärken zu Schwächen werden

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Mehr Tipps und Informationen zum Umgang mit Stärken und Schwächen finden Sie hier:

Natürlich entsteht eine Vorbildfunktion und das damit einhergehende Lob für Ihre Arbeit nicht von heute auf morgen. Die Grundlage dafür stellen hervorragende Leistungen und überdurchschnittliche Fähigkeiten Ihrerseits dar. Diese Stärken sind wichtig und können Sie voranbringen – oder zu echten Schwächen werden.

Das ist vor allem dann der Fall, wenn Sie sich durch Ihre Stärken zu sehr von Ihren Kollegen abheben. Sicher kann ein deutlicher Vorsprung Ihr berufliches Weiterkommen beschleunigen, doch über kurz oder lang sorgen offensiv zur Schau gestellte Stärken auch für Neid, Unruhe und Missgunst.

Sind Sie sich Ihrer Stärken also nicht nur bewusst, sondern nutzen Sie diese auch, um sich offensiv in Szene zu setzen, können Sie sich damit gewaltigen Ärger einhandeln und Ihr Team nachhaltig schwächen. Das gilt auch, wenn Sie der oben erwähnten Präsentation als Vorbild nicht zeitnah entgegenwirken.

Nutzen Sie Ihre Stärken… mit Fingerspitzengefühl

Dafür kann es beispielsweise nötig sein, das Gespräch mit Ihrem Chef zu suchen, ihm die Lage zu erklären und um etwas mehr Zurückhaltung zu bitten. Auch Gespräche und enger Kontakt mit Ihren Kollegen ist essentiell, um aufkommende Missgunst rechtzeitig zu erkennen und ihr entgegenwirken zu können.

Es mag absurd klingen, doch wenn Sie über klare Stärken verfügen, sollten Sie diese dosiert und mit Fingerspitzengefühl anwenden. Fachliche Kompetenz und überragende Stärken sind nur dann sinnvoll und hilfreich, wenn sie mit…

  • … sozialer Kompetenz…
  • … einer gewissen Empathie…
  • … ausreichend viel Diplomatie…
  • … und gesundem Menschenverstand…

… einhergehen und angewendet werden. Fehlen diese sozialen Fähigkeiten, können aus vermeintlichen Stärken schnell Schwächen werden, die Ihre Karriere nachhaltig komplizieren und Ihr Weiterkommen erschweren.

Bis zu einem gewissen Grad können Sie sich jedoch gegen solche Probleme schützen. Der Schlüssel lautet: Teamgeist und Zusammenarbeit. Pflegen Sie gute Beziehungen zu Ihren Kollegen, stellen Sie in Projekten das Wohl des Teams an erste Stelle und machen Sie immer wieder deutlich, dass Sie Ihre Kollegen als gleichwertig ansehen, können Sie Neid und Missgunst vorbeugen. 100-prozentige Sicherheit bietet natürlich auch dieser Ansatz nicht, doch wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihren Kollegen pflegen, stehen die Chancen gut, dass diese Sie in Ihrer Karriere eher unterstützen denn bremsen. Und nur dann sind Ihre Stärken echte Stärken.

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Traumurlaub: 10 Kriterien für den perfekten Urlaub

Geschrieben am: 25-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

haveseen/shutterstock.comWas wünschen Sie sich von einem gelungenen Urlaub? Worauf achten Sie bei der Buchung Ihrer Reise? Das Hotel, den Strand oder die Wellnessbereiche? Die Stiftung für Zukunftsfragen untersuchte in einer Umfrage, was den Deutschen im Urlaub wichtig ist. Die Ansprüche deutscher Urlauber sind in den letzten zwanzig Jahren stetig gestiegen. Doch noch immer ist das Preis-Leistungs-Verhältnis eines der wichtigsten Kriterien. Ob deutsche Urlauber geizig sind und welche weiteren Kriterien einen perfekten Urlaub ausmachen…

Die Deutschen sind ein reisefreudiges Völkchen

In einer repräsentativen Umfrage befragte die Stiftung für Zukunftsfragen 4.000 Personen in Deutschland ab einem Alter von 14 Jahren. 45 Prozent der Befragten sind sich sicher, dieses Jahr in den Urlaub zu fahren. Jeder achte Befragte plant sogar mehr als einmal zu verreisen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dabei den meisten Urlaubern am wichtigsten. Doch nicht etwa weil sie geizig sind, sondern weil ihnen wichtig ist, was sie für ihr Geld bekommen. Die Deutschen verreisen einfach preisbewusst, ergab die Studie.

Über die Hälfte der Urlauber verreist lieber einmal, dafür allerdings länger. Kurzreisen werden zwar immer beliebter, doch vor allem Singles können sich dafür begeistern. Unter den beliebtesten Ferienzielen sind Spanien und Italien. Deutlich zurückhaltender sind die Urlauber im Bezug auf die Türkei geworden. Die politisch heikle Lage in der Türkei sorgt bei vielen für Verunsicherung. Griechenland hingegen freut sich zunehmend wachsender Besucherzahlen.

Katalogsprache: Was sich hinter den blumigen Formulierungen der Reiseanbieter verbirgt

In den Beschreibungen im Reisekatalog oder im Netz klingt jedes Hotel wie ein Urlaubsparadies. Die Enttäuschung ist umso größer, wenn man vor Ort ankommt und keins der gemachten Versprechen eingehalten wird. Damit Ihnen das nicht passiert, hier die gängigsten Formulierungen:

  • Naturbelassener Strand: Klingt nach einer paradiesischen Bucht mit Palmen und türkisblauem Wasser. Gemeint ist allerdings, dass dieser Strand nicht gepflegt ist. Deswegen kann es Ihnen durchaus passieren, dass überall Müll rumliegt. Toiletten und Umkleidekabinen werden Sie an diesem Strand auch vergebens suchen.
  • Touristisch gut erschlossen: Eine wage Formulierung bei der die meisten Urlauber nicht genau wissen, ob das etwas Gutes oder Schlechtes ist. Im Grunde ist damit gemeint, dass sich in Ihrer Umgebung viele Hotels befinden. Wer seinen Urlaubsort kennenlernen will und Kontakt mit Einheimischen sucht, wird hier wahrscheinlich enttäuscht. Hier ist es wahrscheinlich, dass Sie nur andere Touristen um sich haben werden.
  • Nur 15 Minuten bis zum Strand: Bei dieser Formulierung wurde bewusst auf die Angabe der Entfernung in Metern oder Kilometern verzichtet. Die bloße Zeitangabe gibt keinen Aufschluss darüber, ob damit ein viertelstündiger Fußmarsch gemeint ist oder ob Sie erst den Bus nehmen müssen.
  • Direkt am Meer: Klingt im ersten Moment so, als wäre der Strand direkt vor der Tür. Bewusst wird hier Meer und nicht Strand geschrieben, denn “am Meer” kann auch an einer Steilküste oder einem Hafen bedeuten. Eine Möglichkeit, um im Meer zu baden, beinhaltet diese Formulierung allerdings nicht.
  • Verkehrsgünstige Lage: Als Urlauber freuen Sie sich beim Lesen und denken, dass Ihr Hotel nicht mitten im Nirgendwo ist, sondern vom Flughafen gut zu erreichen. Das mag stimmen. Doch es kann auch bedeutet, dass es direkt an einer Hauptverkehrsstraße liegt. Statt Ruhe und Erholung wartet dann Straßenlärm auf Sie.

10 Kriterien für den perfekten Urlaub

Jag_cz/shutterstock.comDer Urlaub soll eine schöne und unvergessliche Zeit sein. Immerhin ist es für die meisten Arbeitnehmer die einzige Zeit, in der sie mehrere Wochen am Stück frei haben. Darauf freuen sich die meisten schon das ganze Jahr. Ein gelungener Urlaub hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Beispielsweise den Menschen, mit denen Sie verreisen oder von den Gegebenheiten vor Ort. Die Studie zeigt, folgende Faktoren liegen den Urlaubern besonders am Herzen:

  1. Preis-Leistungsverhältnis: Für viele ist der Urlaub die schönste Zeit im Jahr. In dieser Zeit wollen Sie es sich richtig gut gehen lassen, doch der Preis muss stimmen. Nichts macht einen Urlauber wütender, als übers Ohr gehauen zu werden. Besonders schlimm ist es, wenn das Hotel nicht den versprochenen Standards entspricht. Ein schmutziger Pool oder der Blick aus dem Fenster auf eine Baustelle können die Urlaubsstimmung killen. Auch ärgerlich sind versteckte Kosten.
  2. Schöne Natur: Wir verreisen gerne an schöne Orte. Atemberaubende Landschaften sind es, die fotografiert werden und von denen viele Urlauber nach ihrer Rückkehr berichten. Es zählt bereits viele Jahre zu den wichtigsten Kriterien. Im Urlaub suchen viele Menschen nach einem Gegensatz zu ihrem alltäglichen Leben. Ist ihr Leben dabei hektisch, verreisen Sie gerne an ruhige Orte.
  3. Gastfreundschaft: 73 Prozent der Befragten war Gastfreundschaft wichtig. Als Urlauber in einem fremden Land möchte man sich willkommen und gut aufgehoben fühlen. Dazu zählt der Eindruck, den man von den Einheimischen bekommt, also wie freundlich behandelt mich der Taxifahrer oder der Restaurantbesitzer. Aber auch, wie gut werde ich vom Servicepersonal im Hotel behandelt. Hat man den Eindruck, das Personal kümmert sich um die Anliegen der Urlauber, verschönert das den Aufenthalt.
  4. Atmosphäre: Obwohl man als Urlauber in einer fremden Umgebung ist, will man sich trotzdem heimisch fühlen. Nur die wenigsten Menschen fühlen sich in lieblos eingerichteten Nullachtfünfzehn-Zimmern wohl. Kleine Details, wie beispielsweise Bilder an den Wänden, Pflanzen oder Kerzen, können die Atmosphäre wohnlicher machen.
  5. Harmonie: Eine schöne Zeit mit den Menschen, mit denen man verreist, zu verbringen – das wünschen sich alle Urlauber. Berufstätige Paare vermissen im Alltag die Zeit für Zweisamkeit und berufstätige Eltern haben nun mehr Zeit für die Familie. Doch nicht selten wird im Urlaub gestritten. Der eine will den ganzen Tag am Strand verbringen, während der andere lieber die nächstgelegene Stadt erkundet – sind die Erwartungen an den Urlaub zu verschieden, sind Reibungen programmiert.
  6. Leckeres Essen: Im Berufsalltag bleibt oft kaum die Zeit, um ausgiebig zu kochen. Viele Arbeitnehmer essen im Büro oder greifen auf schnelle und unkomplizierte Gerichte zurück. Anders im Urlaub. Dann steht vielen der Sinn nach etwas Exotischem. Viele Urlauber haben auch Spaß daran, die landestypische Küche auszuprobieren und kennenzulernen. Groß ist die Enttäuschung, wenn die im Hotel gebuchten Mahlzeiten ungenießbar sind.
  7. Ruhe und Erholung: Endlich vom anstrengenden Arbeitsalltag abzuschalten, ist für die meisten der Hauptgrund zu verreisen. Sie wünschen sich, fernab vom Stress daheim, die Seele baumeln zu lassen. Damit das möglich ist, möchten sich die meisten Urlauber um möglichst wenig selbst kümmern müssen.
  8. Gutes Wetter: Besonders den Befragten zwischen 14 und 29 Jahren sind gutes Wetter und Sonnenschein wichtig. Sich am Strand die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen, empfinden viele als gelungenen Urlaub. Beliebte Urlaubsorte, sind jene, an denen es heiß ist und wo viel Sonnenschein erwartet wird.
  9. Gesundes Klima: Der Urlaub ist auch dazu da, die Akkus aufzuladen. Nicht selten wird er genutzt, um sich intensiv dem eigenen Wohlergehen zu widmen. Deswegen wählen viele Urlauber ein Klima und eine Umgebung, die ihnen auch gesundheitlich gut tun.
  10. Unkomplizierte Anreise: Die meisten Urlauber wollen entspannt in den Urlaub starten und nicht erschöpft am Urlaubsort ankommen. Eine unkomplizierte Anreise wird umso wichtiger, je kürzer der Urlaubszeitraum ist. Wer nur eine Woche verreist, wird ungern Autofahrten über zehn oder mehr Stunden in Kauf nehmen.

Wie sehen Sie das, was ist Ihnen im Urlaub besonders wichtig?

[Bildnachweis: haveseen, Jag_cz by Shutterstock.com]

Beförderung ade: Verbauen Sie sich Ihre Zukunft?

Geschrieben am: 25-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Dmitriy Shironosov/123rf„Mein großes Ziel ist die Stelle als Abteilungsleiter. Für diese Beförderung tue ich alles.“ – Diese Aussage eines ehemaligen Coachees – ich nenne ihn Herrn H. – klingt im ersten Moment gut. Doch auf Nachfrage zeigt sich, dass er bereits seit Jahren um diese Beförderung kämpft – und immer wieder übergangen wird. So sieht es zumindest für ihn aus. Tatsächlich steht er sich selbst im Weg und verbaut sich selbst durch Verhalten und Arbeitsweise den Weg zur nächsten Karrierestufe. Seine Fehler sind nicht offensichtlich, jedoch weit verbreitet. Möglicherweise kommt Ihnen der eine oder andere bekannt vor.

Keine Beförderung: Sind Sie zu gut in Ihrem Job?

Weiterführende Artikel

Mehr Tipps und Strategie rund um die Beförderung finden Sie hier:

Herr H. macht eigentlich alles richtig. Eigentlich. Er bringt gute Leistung, erfüllt alle übertragenen Aufgaben mit Bravour, kommt gut mit seinen Kollegen aus, bringt eigene Ideen ein und erhält mehrfach öffentliches Lob von seinem Chef. Sogar mehrere Gehaltserhöhungen und Boni bringt ihm seine Leistung ein. Doch wenn es um die Beförderung zum Abteilungsleiter geht, schaut er jedes Mal in die Röhre.

Der grundlegende Fehler liegt in seiner Herangehensweise und Haltung. Herr H. geht davon aus, dass er in seinem aktuellen Job glänzen muss, um die lang ersehnte Abteilungsleiter-Stelle zu erhalten. Das ist jedoch nicht richtig. Sicher sollte er gute Leistungen bringen und seine Kompetenz unter Beweis stellen.

Doch die Stelle als Abteilungsleiter erfordert andere Fähigkeiten und Kompetenzen als seine momentane Aufgabe. Die vorhandenen Kompetenzen von Herrn H. sind dafür zwar nicht irrelevant, stellen jedoch nur die Basis für einen Abteilungsleiter dar.

Wenn Herr H. seine aktuelle Stelle also mit aller Energie ausfüllt und sich voll engagiert, zeigt er seinem Vorgesetzten dadurch, dass…

  • … er seinen Job ernst nimmt und gerne ausübt.
  • … er in seinem Feld kompetent und fähig ist.
  • … er ein wichtiges, vielleicht sogar essentielles Mitglied des Teams ist.
  • … er dem Unternehmen auf seiner Position den größten Nutzen bietet.

Und genau hier liegt das Problem. Sein hervorragendes Engagement lässt Herrn H. in Wertschätzung und Achtung von Chef und Kollegen steigen, bindet ihn jedoch – zumindest in der Wahrnehmung anderer – an seine aktuelle Aufgabe und Hierarchie-Ebene.

Ziel Beförderung: Zeigen Sie, was Sie können

Der Prozess zu dieser Einsicht und Erkenntnis ist für Herrn H. nicht ganz leicht. Erst nach einige Wochen wird ihm deutlich, dass er seine Herangehensweise ändern muss. Der erste Schritt besteht dann in einer Analyse. Gemeinsam prüfen wir, welche Fähigkeiten und Kompetenzen für seine Wunsch-Stelle nötig sind.

Das fertige Stellen-Profil zeigt schnell, dass Herr H. noch deutliche Defizite hat und einige Kompetenzen erst noch entwickeln muss. Außerdem braucht er zunächst Zeit zur Reflexion, denn mit seiner Wunsch-Stelle werden auch Entscheidungen – beispielsweise im Bereich der Personalplanung – verbunden sein, die ihm schwer fallen.

Dieser Prozess – so schmerzhaft er sein mag – ist für Ihren Weg zur Beförderung entscheidend. Um die Beförderung erfolgreich angehen zu können sollten Sie nicht nur wissen, wie die Stelle und Aufgabe konkret aussieht. Sie sollten sich auch fragen, ob die Vorteile die Nachteile wirklich aufwiegen und ob Sie damit wirklich leben und arbeiten wollen. Lautet die Antwort ja, empfehle ich Ihnen einen dreistufigen Prozess, den auch Herr H. durchlaufen hat.

Potenzial erkennen – An dieser Stelle spreche ich bewusst von Potenzial und nicht mehr von Defiziten. Diese Formulierung ist mehr als eine sprachliche Finesse. Denn wenn Sie Ihr Potenzial identifizieren ist damit auch klar, dass Sie sich in diesem Bereich weiterentwickeln werden und wollen. Sprechen Sie dagegen von Defiziten klingt es so, als würde Sie dieser Bereiche von Ihrem Ziel trennen. Das tut er jedoch nicht, er bietet Ihnen lediglich die Möglichkeit, auf Ihr Ziel hinzuarbeiten.
Kompetenzen aufbauen – Beim ersten und zweiten Schritt sollte sich an Ihrer Arbeitsweise und Ihrem Verhalten am Arbeitsplatz idealerweise noch nichts ändern. Bringen Sie nach wie vor Ihre Leistung, bauen Sie neben Ihrer Arbeit jedoch die für Ihre Wunsch-Stelle nötigen Kompetenzen auf. Das können Sie durch Fortbildungen und Kurse tun. Sie können und sollten jedoch auch Ihre Vorgesetzten und Mitarbeiter in der angestrebten Position beobachten und von deren Verhalten lernen. Auch negatives Verhalten kann Ihnen als Lernvorbild dienen.
Veränderte Arbeitsweise – Sind die bisher fehlenden Kompetenzen solide entwickelt sollten Sie damit beginnen, diese in Ihre Arbeitsweise einfließen zu lassen. Jetzt verändern Sie ganz bewusst und gezielt Ihr Verhalten und bringen Ideen und Initiativen ein, die Ihre neuen Kompetenzen erahnen lassen. Wenn möglich übernehmen Sie bei einem Projekt auch die Führung – untergraben Sie dabei bitte niemals die Autorität Ihres Chefs – und zeigen, dass Sie Mitarbeiter führen wollen und können. Machen Sie deutlich, dass mehr in Ihnen steckt als Ihre aktuelle Stelle zulässt.

Beförderung in Sicht: Bieten Sie Mehrwert fürs Unternehmen

kurhan/shutterstock.comDie zugrundeliegende Strategie ist simpel: Durch die skizzierten Schritte zeigen Sie Ihrem Vorgesetzten, dass Sie dem Unternehmen in einer anderen Position – Ihrer Wunsch-Stelle – mehr Nutzen und Mehrwert bieten können, als in Ihrem aktuellen Job. Natürlich birgt diese Strategie auch Risiken und Gefahren. Der Chef von Herr H. nimmt sein verändertes Verhalten beispielsweise zunächst als Bedrohung und Gefahr wahr und macht ihm das Leben schwer.

Erst nach einem Vier-Augen-Gespräch – in dem Herr H. seinem Chef deutlich macht, dass er ihn nicht ablösen will, sondern eine andere Stelle anstrebt – bessert sich die Situation. Danach unterstützt der Chef Herrn H. sogar. Es gibt jedoch Vorgesetzte, die nicht so positiv reagieren werden. Solche ablehnenden Reaktionen können dazu gehören. Sie sollten diese einkalkulieren und im schlimmsten Fall akzeptieren. Manche Beförderung muss erkämpft werden.

Führt diese Strategie sofort zum Erfolg? Ein klares Nein. Bei Herrn H. dauert es nach Schritt drei noch weiteren sechs Monate, bis er die lang ersehnte Beförderung erhält. Er hat den Job jedoch noch heute inne und würde ihn gegen keine andere Aufgabe eintauschen.

Der Weg zu einer Beförderung oder Ihrem angestrebten Karriereschritt kann lang sein. Manchmal müssen Sie auch mehrere Stationen durchlaufen, bevor Sie Ihr Ziel erreichen. Doch wenn Sie gezielt daran arbeiten und immer wieder erkennen lassen, dass mehr in Ihnen steckt als Ihre aktuelle Stelle, ist der Weg machbar.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

[Bildnachweis: Shironosov by 123rf.com und kurhan by shutterstock.com]

DURST! 7 Gründe mehr Wasser am Tag zu trinken

Geschrieben am: 24-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

BestPhotoStudio/shutterstock.comZwischen dem 23. Juli und dem 23. August stehen uns die heißesten Tage bevor. Die sogenannten “Hundstage” sorgen für Tropenwetter in Deutschland. Brüllende Hitze wechselt sich dann mit heftigen Gewittern ab. Nachts tut man keine Auge zu, weil sich das Schlafzimmer selbst nach Sonnenuntergang nicht runterkühlen lässt. Morgens um 8:00 Uhr wirft man einen Blick auf das Thermometer und stellt mit Schrecken fest, dass es bereits 27 Grad anzeigt. Kaum öffnet man die Autotür, um sich auf den Weg zur Arbeit zu machen, wird man von einer Hitzewelle erschlagen. Die heißen Temperaturen machen unserem Körper zu schaffen. Umso wichtiger ist es ihn durch ausreichend Flüssigkeit zu entlasten. Sieben Gründe, warum sich Wasser besonders gut dazu eignet…

Was passiert im Körper, wenn wir große Mengen Flüssigkeit verlieren?

Der menschliche Körper besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Wasser ist für uns überlebenswichtig. Ohne ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit sterben wir bereits nach drei bis vier Tagen. Durchschnittlich verliert der Mensch täglich rund zwei bis zweieinhalb Liter Wasser über Atmung, Urin und Schweiß. Das Schwitzen ist unsere körpereigene Klimaanlage, die uns dabei hilft eine Körpertemperatur von 37 Grad aufrecht zu erhalten. Dafür werden zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen auf der Haut angeregt. Im Sommer schwitzen wir mehr und verlieren damit auch mehr Flüssigkeit.

Wie äußert sich der Flüssigkeitsverlust?

Ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichts bewirkt einen verminderten Sauerstofftransport in die Muskelzellen. Die Folge ist eine frühzeitige Übersäuerung und raschere Ermüdung der Muskulatur. Ein Leistungsabfall ist die Folge.

Beim Schwitzen werden auch wichtige Mineralstoffe aus dem Körper gespült. Zwei dieser Mineralstoffe sind Magnesium und Natrium. Magnesium spielt bei der neuromuskulären Reizübertragung eine Schlüsselrolle. Es reguliert unter anderem die Stabilität und Erregbarkeit der Zellmembranen und des vegetativen Nervensystems. Ein Defizit kann zu Muskelkrämpfen, Nervosität, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche führen. Fehlt dem Körper Natrium, kann das zu Übelkeit, Muskelkrämpfen oder zum Kreislaufkollaps führen.

Deswegen ist es besonders wichtig:

  1. Die ausgeschwitzte Flüssigkeit schnell wieder auszugleichen.
  2. Im Vorfeld dafür zu sorgen, dass es gar nicht zu einem großen Flüssigkeitsverlust kommt.

Tipps für heiße Sommertage:

  • Trinken Sie ausreichend. Experten raten dazu, durchschnittlich 1,5 Liter zu trinken. Im Sommer können es ruhig bis zu 3 Liter sein.
  • Trinken Sie bevor Sie Durst haben. Gewöhnen Sie sich an, regelmäßig zu trinken. Verspüren Sie bereits ein Durstgefühl, ist das ein Zeichen für Flüssigkeitsmangel.
  • Trinken Sie keine eiskalten Getränke. Der Körper muss Energie aufwenden, um die kalten Getränke unserer Körpertemperatur anzupassen. Dadurch kommen Sie nur noch mehr ins schwitzen.
  • Trinken Sie nicht große Mengen auf einmal. Der Magen-Darm-Trakt kann pro Stunde höchstens einen Liter aufnehmen. Alles darüber führt nur dazu, dass Sie häufig zur Toilette rennen müssen und wichtige Nährstoffe ausscheiden.
  • Essen Sie wasserhaltige Lebensmittel. Nicht nur durch Getränke lässt sich Flüssigkeit aufnehmen. Auch Lebensmittel, wie Gurke oder Melone können als Durstlöscher fungieren, da sie zu 95 Prozent aus Wasser bestehen.

7 Gründe mehr Wasser am Tag zu trinken

luchschen/shutterstock.comDas ideale Getränk, um für ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu sorgen, ist und bleibt Wasser. Genauer gesagt ein mineralstoffreiches Wasser mit hohem Natriumgehalt (mindestens 200 Milligramm pro Liter) und mindestens 50 Milligramm Magnesium pro Liter. Warum? Sieben Gründe haben wir für Sie parat:

  1. Wasser versorgt Sie mit Energie. Kohlenhydrate sorgen für schnelle Energie. Doch auch Wasser kann uns leistungsfähiger machen. Wie? In Mineralwasser liegen die Mineralstoffe bereits in gelöster, ionisierter Form vor. Das bedeutet, dass sie vom Darm sofort in die Blutbahn übergehen und dem Körper schnell zur Verfügung stehen. Das hilft uns bei der Konzentration.
  2. Wasser entgiftet Ihren Körper. Als Filteranlage des Körpers reinigen die Nieren das Blut von Abfall- und Schadstoffen. Doch das können Sie nur tun, wenn Sie mit ausreichend Flüssigkeit versorgt sind. Wer ausreichend Wasser trinkt, spült seine Nieren und unterstützt sie bei ihrer Arbeit. Zugleich beugen Sie Entzündungen und Infektionen vor.
  3. Wasser senkt das Krebsrisiko. Forscher an der Harvard Universität haben herausgefunden, dass ausreichende Wasserzufuhr das Blasenkrebsrisiko um bis zu 60 Prozent senken kann. Wasser verdünnt die Schadstoffe im Körper und verhindert, dass diese sich an der Blasenwand absetzen können.
  4. Wasser kann Kopfschmerzen lindern. Der britische Neurologe Joseph N. Blau fand heraus, dass Wassermangel häufig sowohl Kopfschmerzen als auch Migräne auslöst. Durch ausreichende Wasserzufuhr könnten die meisten dieser Kopfschmerzen vermieden oder schnell gelindert werden. Ist Wassermangel der Auslöser, sollten die Kopfschmerzen nach einer halben Stunde, spätestens nach drei Stunden verschwunden sein, nachdem Sie ein großes Glas Wasser getrunken haben.
  5. Wasser macht eine schöne Haut. Ist unser Körper ausgetrocknet, arbeiten die Hautzellen nicht in gewohntem Umfang. Um leistungsfähig zu sein, benötigen sie Wasser. Fehlt dieses, kommt es zu trockener oder rissiger Haut. Auch Falten können auftreten. Wissenschaftler der Berliner Charité unter Leitung von Dr. Michael Boschmann untersuchten die Wirkung des Trinkens von Leitungswasser auf die Haut. Bereits zehn Minuten nachdem die Probanden Wasser zu sich genommen hatten, wurde ihre Haut besser durchblutet. Eine bessere Durchblutung führt zu einer Versorgung mit mehr Sauerstoff und kurbelt den Hautstoffwechsel an. Dadurch wird die Schutzfunktion der Haut unterstützt.
  6. Wasser ist günstig. Leitungswasser ist in Deutschland von bester Qualität und kann bedenkenlos getrunken werden. Tests zeigen, dass das Trinkwasser der Wasserwerke einwandfrei ist. Zudem ist es überaus preisgünstig. In Niedersachsen kostet ein Kubikmeter, also tausend Liter, Leitungswasser 1,23 EUR. Wem das Leitungswasser zu fade schmeckt, kann es mit einer Zitronenscheibe aufpeppen. Dadurch wird es gleich erfrischender.
  7. Wasser macht schlank. Kein Zucker, kein Fett, keine Kalorien – anders als zuckerhaltige Limonaden oder Säfte. Ein Beispiel: In einem Liter Cola stecken ganze 18 Stück Würfelzucker. Wasser kann sogar beim Abnehmen unterstützen. Dr. Brenda Davis von der Virginia Tech Universität zeigte in einer Studie, dass bereits zwei Gläser Wasser beim Abnehmen helfen. 48 Probanden nahmen an der Studie teil. Die Hälfte trank vor jeder Mahlzeit zwei Gläser Wasser, während die andere Hälfte ihr Trinkverhalten nicht änderte. Nach zwölf Wochen hatte die Gruppe der Wassertrinker zwei Kilo mehr abgenommen. Davis Erklärung dafür ist, dass das Wasser das Eintreten des Sättigungsgefühls beschleunigt.
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So ist’s Recht: Urteile aus dem Arbeitsrecht

Geschrieben am: 24-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Grolls Arbeitsrechtskolumne

kuzma/123rfPeter Groll ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt. Für die Karrierebibel analysiert und kommentiert er regelmäßig wichtige und aktuelle Urteile aus dem deutschen Arbeitsrecht. So bleiben Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Fach- und Führungskräfte stets über ihre Rechte und rechtliche Fallstricke informiert.

Kündigung des Geschäftsführers wegen fehlender Konzernüberwachung

Az.: 7 U 244/07 Geschäftsführer interessieren in eigener Sache vor allem zwei Dinge. Erstens die organschaftliche Bestellung zum Geschäftsführer und zweitens natürlich der Geschäftsführerdienstvertrag. Während man mir nichts dir nichts als Geschäftsführer abberufen werden kann, bleibt davon der Vertrag unberührt bestehen. Für seine fristlose Kündigung jedoch braucht es einen Grund. Und der kann darin liegen, dass der Geschäftsführer schlampig gearbeitet hat. Das OLG Jena bestätigte als eine der vielen Pflichten des Geschäftsführers die Überwachung der Tochtergesellschaften. Als in den Tochtergesellschaften einige Verfehlungen aufpoppten, flog der Geschäftsführer der Konzernmutter raus und klagte gegen seine Kündigung. Er habe nichts von Verfehlungen in den Tochtergesellschaften gewusst. Selbst Schuld, so die OLG-Richter. Denn wenn er kein Kontrollsystem eingerichtet hat, so liegt bereits da der grobe Pflichtverstoß. Der Geschäftsführer hat sich also immer um die Töchter der Konzernmutter mit zu kümmern.

Fristgerechte Kündigung des Geschäftsführers geht auch ohne Grund

Az.: II ZR 158/01 Ist schon eine miese Nummer. Da wird man zum Geschäftsführer berufen, freut sich und dann fällt der große Hammer. Geht aber leider. Warum? Weil der Geschäftsführer kein Arbeitnehmer ist und keinen Kündigungsschutz genießt. Alles richtig gemacht und doch gekündigt, dies hieß es vor diesem Hintergrund für einen Geschäftsführer, der einen ihm bekannt gewordenen Compliance-Fall an die Konzernzentrale meldete. Aus irgendwelchen Gründen fiel dies auf ihn zurück und er wurde gekündigt. War aber wirksam, so der BGH. Ein Geschäftsführer müsse eine fristgerechte Kündigung hinnehmen, auf welchen Gründen sie auch beruhen mag. Daher ist Vorsicht geboten, wenn man zum Geschäftsführer berufen werden soll. Denn die Bestellung zum Geschäftsführer war schon oft die Abschussrampe für unbeliebte Mitarbeiter. Geschützt bleibt man nur, wenn man vereinbart, nach Ende des Geschäftsführeramtes wieder seinen alten Job zu erhalten. Dann hat man in dieser Position als Arbeitnehmer wieder seinen Kündigungsschutz.

Abmahnung wegen Unfreundlichkeit ist rechtens

Az.: 2 Sa 17/14 Freundlichkeit kann nie schaden, auch nicht im Job. Aber gibt es eine Pflicht zur Freundlichkeit? Kann der Arbeitgeber mich abmahnen, wenn ich genervt und pampig reagiere? Die Antwort lautet: Ja. Zumindest, wenn man im Job Kontakt nach außen hat. Laut dem Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein muss man sich dann auch freundlich verhalten, diese Pflicht ergebe sich bereits aus dem Arbeitsvertrag. Die Richter mussten über die Wirksamkeit der Abmahnung eines Ausbildungsbetreuers entscheiden. Ein Lehrgangsteilnehmer hatte ihn per E-Mail nach Einzelheiten zu einer mündlichen Prüfung gefragt, woraufhin der Mann ihm mitteilte, es dürfe „…eigentlich selbstverständlich sein, dass man sich dort anmeldet wo man sich auch zur schriftlichen Prüfung angemeldet hat. Dass Anmeldungen nicht auf Zuruf erfolgen können, sollte ebenfalls klar sein.“ Als der Kunde die Antwort als unfreundlich beanstandete, antwortete der Betreuer ihm unter anderem: „Nach heute mittlerweile ca. 20 Anrufen von angehenden Meistern bleibt die Freundlichkeit einfach aus.“ Wegen dieser Korrespondenz gab es dann eine Abmahnung und die war nach Ansicht des Gerichts auch gerechtfertigt. In der Kommunikation sei der Mann zur Freundlichkeit verpflichtet und sein Verhalten stelle auch keine Nichtigkeit dar, zumal es sich im Laufe der E-Mail-Kommunikation sogar wiederholte.

Assessment-Center: So nehmen Sie die Karrierehürde!

Geschrieben am: 24-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Ein Gastbeitrag von Johannes Stärk

StockLite/Shutterstock.comDieser Artikel ist Teil einer Serie von Gastbeiträgen verschiedener Autoren der Karrierexperten. Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk, das zahlreiche Karrierecoaches und -berater verbindet und potentiellen Klienten eine breite Auswahl an Karriereexperten bietet.

Sie erhalten eine Einladung zum Assessment-Center, haben nur noch eine Woche Zeit sich vorzubereiten und keinen blassen Schimmer was da genau auf Sie zukommt. Auf solch ein Überraschungspaket lässt sich niemand gerne ein. Deshalb ist es nachvollziehbar, dass Sie versuchen werden im Internet irgendetwas Verwertbares heraus zu bekommen. Doch dabei ist Vorsicht geboten!

Vorsicht bei der Internet-Recherche

Bei der Recherche zum Schlagwort Assessment-Center werden Sie zwangsläufig über den Postkorb stolpern. Hier handelt es sich um eine Einzelaufgabe, bei der Sie auf Basis vielschichtiger Informationen Termine koordinieren, Entscheidungen treffen und Aufgaben delegieren müssen. Dabei wird im Netz vielfach suggeriert, es sei eine der am häufigsten eingesetzten AC-Aufgaben, wenn nicht sogar DIE Standardaufgabe schlechthin. In Wirklichkeit steht der Postkorb im Ranking der am häufigsten eingesetzten AC-Aufgaben im deutschsprachigen Raum derzeit nur (noch) auf Platz sieben.

Auf welche Module es sich wirklich lohnt gründlich vorzubereiten, werden Sie gleich im Anschluss erfahren. Da unzählige Informationen im Netz kursieren sollten Sie nicht alle Tipps ungefiltert umsetzen. Es ist ratsam sich kritisch die Aktualität und den Hintergrund des Verfassers anzuschauen. Handelt es sich wirklich um einen Empfehlungsgeber, der über umfassende Assessment-Center-Erfahrung verfügt? Wann wurde der Eintrag vorgenommen? Infos die älter als zwei Jahre sind liefern meist keinen großen Mehrwert.

Personaler-Rolle einnehmen

Rui Vale De Sousa/123rfSollten Sie unsicher sein, welche Aufgaben Sie in Ihrem Assessment-Center erwarten, dann hilft der Blick ins Anforderungsprofil. Für jede Position oder Hierarchieebene sind konkrete Anforderungen hinterlegt, die man im Rahmen des Assessment-Centers überprüfen möchte. Nehmen Sie gedanklich doch einmal die Rolle der Personaler ein. Die Erfahrung zeigt, dass man mit gesundem Menschenverstand eine recht gute Prognose zu den möglichen Aufgaben ziehen kann. Nehmen wir an, für die Position eines Vertriebsleiters sind als zentrale Anforderungen Überzeugungsstärke, sicheres Auftreten, Kundenorientierung und strategisches Denken definiert. Sehr wahrscheinlich sind Aufgaben, wie ein Kundengespräch in Form eines Rollenspiels, eine Präsentation sowie eine Fallstudie. Es liegt also nahe in der Vorbereitung solche Module durchzuspielen.

Neben dem Anforderungsprofil sollten Sie die Statistik kennen. Über 90 % der Unternehmen setzen im AC Präsentationen ein, 85 % arbeiten mit Rollenspielen – also der Simulation von Zweiergesprächen – und knapp 80 % führen ein Interview. Sie sind daher gut beraten, sich vor einem AC schwerpunktmäßig auf diese Bereiche zu fokussieren. Wie gehen Sie vor?

Top 3: Interview

Bereiten Sie sich inhaltlich unbedingt auf die folgenden Themen vor:

  • Motivation – Sie müssen sich dem Assessment-Center unterziehen, weil Sie sich für eine neue oder höherrangige Position qualifizieren möchten. Was ist Ihre Motivation für diese Neuausrichtung oder Weiterentwicklung?
  • Stärken – Angemessen sind drei bis fünf Stärken. Diese müssen Ihre individuellen positiven Eigenschaften widerspiegeln, das heißt Sie müssen guten Gewissens und mit voller Überzeugung hinter diesen Stärken stehen können.
  • Schwächen – Gehen Sie davon aus, dass man zwei bis drei Schwächen von Ihnen hören möchte. Hier zählen Authentizität und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Hüten Sie sich vor Standardschwächen aus dem Bewerbungsratgeber wie der Ungeduld.

Top 2: Rollenspiel

Unter Rollenspiel versteht man im AC die Simulation eines Zweiergespräches. Berücksichtigen Sie die folgenden Punkte:

  • Wer fragt führt – Gehen Sie davon aus, dass Ihnen anhand der Rollenanweisung noch nicht alle Informationen bekannt sind, die Sie zur Problemlösung benötigen. Die fehlenden Puzzlestücke gilt es im Gespräch zusammenzutragen. Diese erhalten Sie nur, wenn Sie die richtigen Fragen und Rückfragen stellen. Setzen Sie Fragetechniken gezielt ein und nutzen Sie speziell zu Beginn W-Fragen.
  • Aufmerksames Zuhören – Viele Kandidaten stellen zwar pro forma ein paar Fragen, damit der Beobachter seinen Haken hinter „Fragetechniken“ setzen kann, hören aber bei den Antworten nicht mehr genau genug hin.
  • Dialog statt Monolog – Ein gutes Gespräch lebt vom Dialog, d. h. Redeanteile sollten möglichst ausgewogen sein. Fehler Nr. 1, den ich in jedem zweiten Gespräch (im AC) erlebe, ist ein viel zu hoher Redeanteil.
  • Verbindlichkeit – Fassen Sie die Ergebnisse Ihres Gespräches noch einmal kurz zusammen und lassen Sie sich diese von Ihrem Gegenüber bestätigen. Vereinbaren Sie die weitere Vorgehensweise und – falls erforderlich – einen konkreten Folgetermin.

Top 1: Präsentation

Eine Präsentation steht in nahezu jedem Assessment-Center auf der Tagesordnung. Denkbar sind unterschiedliche Varianten, wie Selbstpräsentation, Ergebnispräsentation sowie die Präsentation eines bestimmten Fachthemas. Gehen Sie Ihre Vorbereitung folgendermaßen an:

  • Konzept für Selbstpräsentation – Entwickeln Sie ein schlagkräftiges Konzept für Ihre Selbstpräsentation. Ziel sollte es sein, damit die Frage zu beantworten, was genau Sie für die Zielposition qualifiziert und motiviert.
  • Medieneinsatz und Visualisierung – In den allermeisten Assessment-Centern müssen Sie mit den traditionellen Präsentationsmedien Flip-Chart und Metaplanwand arbeiten. Professionelle Flip-Charts erfordern Routine. Es lohnt sich die Handhabung zu üben und sich mit einem Flip-Chart-Block und Flip-Chart-Markern auszustatten.
  • Üben, üben, üben – Trainieren Sie bis zu Ihrem AC möglichst viele Präsentationen. Nutzen Sie dazu nicht nur bekannte Aufträge, wie z. B. Ihre Selbstpräsentation, sondern darüber hinaus neue Fragestellungen. Beispiele: „Wie gestalten Sie die ersten 100 Tage in Ihrer neuen Position?“ „Worin sehen Sie die größten Herausforderungen für unsere Branche?“ „Welche neue Idee würden Sie gerne in unserem Unternehmen umsetzen wollen?“

Fazit

Mit einer guten Vorbereitung sind Assessment-Center lösbar. Nicht alles ist berechenbar, aber manches vorhersehbar und vieles trainierbar. Wichtig: Bleiben Sie authentisch, Schauspielerei fliegt auf!

[Bildnachweis: StockLite by Shutterstock.com, Rui Vale De Sousa by 123rf.com und Johannes Stärk, privat]

Über den Autor

Johannes StärkJohannes Stärk ist als Trainer, Karriere-Coach und Buchautor spezialisiert auf Assessment-Center.
Sein Unternehmen Intertrainment befasst sich mit der AC-Entwicklung und bereitet Bewerber auf AC-Situationen vor.

Gemeinsam mit seinem Team hat Johannes Stärk bis dato über 5.000 Kandidaten zur Vorbereitung auf ein Assessment-Center trainiert.

Job in Gefahr? 7 Warnzeichen für Arbeitnehmer

Geschrieben am: 24-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

bahri altay/shutterstock.comSie haben einen guten Arbeitsplatz und machen Ihren Job gern? Wunderbar, Gratulation! Doch leider bieten selbst die größte Begeisterung und Leidenschaft für Ihren Job keine dauerhafte Sicherheit. Immer hören wir von Arbeitnehmern, für die die Kündigung völlig überraschend kommt. Bei genauerer Betrachtung ist diese jedoch gar nicht so überraschend, sondern wird von einigen Vor- und Warnzeichen eingeleitet. Die sieben wichtigsten stellen wir Ihnen heute vor.

Job in Gefahr: Nehmen Sie es nicht persönlich

Sollten Ihnen die sieben Warnzeichen schmerzhaft bekannt vorkommen, haben wir eine Bitte an Sie: Nehmen Sie diese nicht persönlich. Viele Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz in Gefahr wähnen, beginnen an sich zu zweifeln und suchen nach Gründen, die mit ihrer Person zu tun haben. Vergessen Sie diesen Ansatz bitte ganz schnell!

Natürlich lässt sich nicht ausschließen, dass Ihr Vorgesetzter mit Ihnen ein persönliches Problem hat. Doch erstens können Sie dagegen ohnehin nichts tun und zweitens müssen dazu – in den meisten Unternehmen – noch fachliche Gründe kommen, um Ihren Job wirklich zu gefährden. Analyse und Gegenmaßnahmen sind daher durchaus angezeigt, sollten sich jedoch auf…

  • fachliche und objektiv nachvollziehbare Gründe…
  • … Ihre konkrete Leistung und Aufgaben…
  • Faktoren, die Sie beeinflussen können…

… beziehen. Möglicherweise liegen nicht alle Gründe und Faktoren in Ihrem Einflussbereich. Diese Faktoren – beispielsweise ein neuer Kollege, Umstrukturierungen im Unternehmen oder ein Wechsel des Vorgesetzten – sollten Sie dann zwar zur Kenntnis nehmen, sich jedoch auf die änderbaren Aspekte konzentrieren.

7 Warnzeichen für Arbeitnehmer

Die folgenden sieben Warnzeichen müssen natürlich nicht immer und unbedingt eine konkrete Gefahr für Ihren Job signalisieren. Dennoch sollten Sie hellhörig werden, wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen wahrnehmen. Selbst wenn keine konkrete Gefahr für Ihren Job droht, dürfte es sich um Vorzeichen einer nachhaltigen Veränderung im Unternehmen oder in Ihrer Abteilung handeln.

Es schadet ganz sicher nicht, wenn Sie sich rechtzeitig auf diese Veränderung einstellen und vorbereiten. Je nach Team kann es auch sinnvoll sein, sich mit Ihren Kollegen über die bevorstehende Veränderung auszutauschen und gemeinsam erste Vorbereitungen zu treffen.

Weiterführende Artikel

Mehr Tipps und Informationen finden Arbeitnehmer hier:

Fehlende Nachfragen – Bisher waren Sie in viele Entscheidungen eingebunden, doch plötzlich fragt Ihr Chef nicht mehr nach Ihrer Meinung und bezieht Sie nicht mehr in Entscheidungen ein? Dann könnte es ein erstes Zeichen dafür sein, dass Ihre Bedeutung im Unternehmen – oder zumindest für Ihren Chef – auf absehbare Zeit deutlich sinkt. Es muss sich nicht zwingend um den Vorboten einer Kündigung handeln, auch eine nahende Umstrukturierung oder Versetzung kann der Grund sein. Wenn Ihr Verhältnis zu Ihrem Chef gut ist, sollten Sie das Gespräch zur Veränderung suchen. Ansonsten halten Sie Augen und Ohren offen und suchen nach weiteren Warnzeichen.
Delegierte Aufgaben – Nach und nach wird ein Teil Ihrer Aufgaben auf andere Kollegen verteilt und neu delegiert. Zu Beginn mag diese Entwicklung sogar angenehm und positiv sein, verschafft sie Ihnen doch zunächst mehr Spielraum und Ruhe. Doch nach einiger Zeit sollten Sie sich die Frage stellen, warum Ihre Aufgaben auf einmal anderweitig abgedeckt und vergeben werden. Im Idealfall ist es die Vorbereitung für eine neue Aufgabe oder sogar eine Beförderung. Im schlechtesten Fall bereitet Ihr Chef schon mal Ihren Abgang aus der Abteilung oder gar dem Unternehmen vor.
Einfachste Aufgaben – Sie erhalten laufend neue Aufgaben, doch diese sind so dröge und anspruchslos, dass Sie auch ein Azubi im ersten Lehrjahr problemlos erledigen könnte? Dann ist gerade im Unternehmen entweder nichts los, oder Sie werden nach und nach abserviert. In jedem Fall sollten Sie hier das Gespräch mit Ihrem Chef suchen. Beschweren Sie sich dabei bitte nicht, machen Sie stattdessen deutlich, dass Sie mehr leisten können und wollen und mit den aktuellen Aufgaben etwas unterfordert sind. Die Reaktion Ihres Chefs dürfte Ihnen einige Hinweise auf seine Motive bieten.
Weniger Kundenkontakt – Bisher haben Sie in verschiedenen Projekten direkt mit Kunden zusammengearbeitet, doch dieser Kontakt wird Ihnen nach und nach entzogen. Natürlich muss es sich hier nicht unbedingt um die Vorbereitung einer Kündigung handeln – es kann auch sein, dass Kundenkontakt künftig einfach anders gehandhabt wird – doch stutzig sollten Sie bei einer solchen Entwicklung schon werden. Ob Sie deshalb sofort das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten suchen, hängt nicht zuletzt von Ihrem Verhältnis zu ihm ab. Wenn Sie davon ausgehen, dass die Veränderung auf seine Initiative zurückgeht, sollten Sie zunächst Ursachenforschung betreiben und erst dann mögliche Konsequenzen prüfen.
Veränderte Atmosphäre – Dieses Warnzeichen ist zugegebenermaßen sehr subtil und daher nur schwer wahrzunehmen. Doch eine Veränderung der Arbeitsatmosphäre dürfte Ihnen früher oder später auffallen. Wenn eine sonst kollegiale und entspannte Atmosphäre nach und nach angespannter und der Tonfall kühler wird, sollten Sie aufhorchen. Zeigen sich dann – ohne konkrete Gründe oder Projekte – erste Stressauswirkungen bei Kollegen oder Vorgesetzten, ist Vorsicht geboten. Meist steht dann eine umfassende Veränderung im Unternehmen an, die nicht selten mit Kündigungen verbunden sein dürfte. In diesem Fall sollten Sie sich vielleicht nach einem neuen Job umsehen.
Ignorierte Ideen – Sicher, neue Ideen, Konzepte und Vorschläge werden nicht immer angenommen und in vielen Unternehmen fast schon routinemäßig abgelehnt. Doch es ist ein Unterschied, ob Ihr Chef sich Ihre Idee zumindest anhört und dann ablehnt – was meist der Fall sein dürfte – oder sie völlig ignoriert. Tritt Letzteres als neue Entwicklung ein, sollten Sie auf der Hut sein. Vielleicht haben Sie es mit den neuen Ideen übertrieben und gehen Ihrem Chef damit auf die Nerven. Vielleicht steht er jedoch auch unter enormen Druck und nimmt sich deshalb keine Zeit mehr für Ihre Vorschläge. In beiden Fällen sollten Sie die Vorschläge zurückfahren und sich auf Ihre konkreten Aufgaben konzentrieren.
Unangekündigter Umzug – Ihr Arbeitsplatz wird ohne Vorwarnung innerhalb der Abteilung an einen deutlich schlechteren Standort umgezogen? Wenn es dazu keine Erklärung gibt, sollten Sie skeptisch werden und sich genauer umhöre. Möglicherweise handelt es sich hier dann nur um den ersten Schritt auf dem Weg zur Verabschiedung und dient dazu, Sie peu a peu kalt zu stellen. Wenn Sie auch auf Nachfrage keine befriedigende Antwort für den Umzug erhalten, sollten Ihre Gedanken einem Jobwechsel gelten.
[Bildnachweis: bahri altay by Shutterstock.com]

Stimmung bitte! 7 Tipps gegen den Sommerblues

Geschrieben am: 23-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Sergey Nivens/shutterstock.com„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer, wie er früher einmal war…“ – sang Rudi Carrell vor fast 40 Jahren und lieferte damit die Hymne für verregnete Sommertage. Auch diesen Sommer erleben wir immer wieder Tage, an denen der Himmel grau und wolkenverhangen ist. Draußen schüttet es wie aus Eimern und es fühlt sich an, als wäre Oktober und nicht Juli. Kaum haben Sie einen Blick aus dem Fenster geworfen, ist die gute Sommerlaune auch schon verpufft. Keine Chance im Garten zu grillen oder entspannte Nachmittage am Badesee zu verbringen. Der Sommerblues hat Sie fest im Griff. Wie überwinden Sie dieses Tief? Sieben einfache Wege…

Wie entsteht gute Laune?

Doch ehe wir uns der Frage widmen, wie Sie das sommerliche Stimmungstief überwinden, gilt es zu klären, wie gute und schlechte Laune entstehen. Verantwortlich dafür sind die Botenstoffe Melatonin und Serotonin. Melatonin wird in der Zwirbeldrüse, einer erbsengroßen Drüse im Gehirn, gebildet und zwar fast ausschließlich nachts. Es wirkt schlaffördernd, indem es die peripheren Blutgefäße erweitert. Das Signal dazu gibt die Umgebung: Sobald es dunkel wird, wird der Botenstoff verstärkt ausgeschüttet. Damit steigt der Melatoninspiegel in den frühen Abendstunden an und gipfelt zwischen zwei und drei Uhr nachts. Bei schlechtem Wetter, wenn es draußen den ganzen Tag über dunkel und grau ist, bleibt der Melatoninspiegel auch tagsüber erhöht. Dieser macht müde und drückt auf die Stimmung.

Den Gegenpart dazu bildet der Botenstoff Serotonin. Er wird im Magen-Darm-Trakt hergestellt und wirkt sich stimmungsaufhellend aus. Bei seiner Ausschüttung empfinden wir ein wohliges Gefühl und sind glücklich. Bestimmte Faktoren können den Serotoninspiegel positiv beeinflussen.

Musik macht glücklich

ollyy/shutterstock.comMusik kann uns rühren und berühren. Eine fröhliche Melodie kann für gute Laune sorgen, während ein trauriges Lied uns melancholisch stimmt. Warum reagieren wir so stark auf Musik? Der Grund dafür liegt darin, dass Musik das Limbische System beeinflusst. Dabei handelt es sich um eine Hirnregion, die unter anderem für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist. Musik führt dazu, dass Glückshormone ausgeschüttet werden. Dabei verändert sich der Puls, die Atmung sowie die Hauttemperatur. Besonders Musik, die Ihren persönlichen Geschmack trifft, kann diesen Effekt auslösen. Forscher fanden heraus, dass Melodien aus der Kindheit die größte Wirkung entfalten.

7 Tipps gegen den Ferienblues

Sie haben Urlaub und vereisen nicht, sondern wollen den Sommer in Deutschland genießen, doch draußen will es einfach nicht aufhören zu regnen? Natürlich, Murpheys Gesetz: Ausgerechnet wenn man Urlaub hat, muss es regnen. Ihre Stimmung ist im Keller und Sie denken, dass der Urlaub ruiniert ist. Ganz im Gegenteil: Wir haben sieben teils fröhliche und teils melancholische Songs ausgewählt, hinter denen sich Tipps verstecken. Diese helfen Ihnen dabei, wieder in Urlaubsstimmung zu kommen:

Cheer up, sleepy Jean… Daydreambeliver von The Monkees macht den Träumer zum Thema. Die Kraft, die in Ihren Träumen und Erinnerungen steckt, können Sie auch für sich nutzen, um Ihre Laune zu heben. Schalten Sie Ihr Kopfkino an und denken Sie an den letzten Urlaub zurück. Schöne Momente am Strand, das Rauschen des Meeres oder das Schreien der Möwen. Mit Fotos und Videos können Sie den Effekt noch verstärken.
I’m singing in the rain. Just singin’ in the rain… Wenn draußen mieses Wetter ist, verkriechen sich die meisten Menschen auf der Couch. Im Film “Singing in the rain” ist Gene Kelly nach dem Kuss seiner Liebsten so glücklich, dass er den Wagen mit dem Fahrer, der vor der Tür auf ihn wartet, wegschickt und zu Fuß durch den Regen läuft. Auch wenn es im ersten Moment Überwindung kostet, raffen Sie sich auf und gehen Sie trotzdem vor die Tür. Greifen Sie sich einen Regenschirm und tanken ein wenig frische Luft. Sport und Bewegung wirken vitalisierend und regen die Bildung von Glückshormonen an. Danach werden Sie sich nicht mehr schläfrig und schlapp fühlen.
So darling, darling. Stand by me, oh stand by me… In seinem Song “Stand by me” singt Ben E. King davon, dass ihm Zweisamkeit Kraft gibt. Verbringen Sie triste Regentage nicht alleine vor dem Fernseher. Nutzen Sie beispielsweise die Zeit, um Sie mit Familie und Freunden zu verbringen. Meine Eltern sind in unserer Schulzeit regelmäßig mit uns Kindern in den Harz in Urlaub gefahren. An viele dieser Urlaube kann ich mich kaum noch erinnern, doch in einem Jahr hat es die ganze Zeit nur geregnet. Uns blieb nichts anderes übrig, als drinnen zu hocken. Also spielten wir Karten, genauer gesagt Doppelkopf. Wir haben gelacht, geschummelt und gezankt. Es war einer der besten Urlaube. Um unsere Stimmung zu heben, reicht es häufig schon aus, mit Menschen, die uns nahe stehen, beisammen zu sitzen und zu erzählen.
They can read all about it, read all about it… Emeli Sandés melancholisches Lied “Read All About It” spiegelt wunderbar die Stimmung eines Tages wieder, an dem man am liebsten im Bett liegen bleiben würde. Wenn man sich einfach überhaupt nicht aufraffen kann, ist es manchmal wohltuend einfach liegen zu bleiben und mit einem guten Buch zu entspannen. In eine Decke gekuschelt liegen Sie auf dem Bett oder der Couch und entschwinden in die Welt Ihres Buches. Sie sind nicht mehr Sie selbst, sondern die Figur, von der Sie lesen. In der Psychologie spricht man von “Escape”. Gemeint ist damit die kurzweilige Flucht aus der Realität. Diese Flucht kann sehr entspannend und erholsam sein. Geboten wird Sie nicht nur durch ein gutes Buch, sondern auch ein Computerspiel oder ein Film können uns in eine andere Welt versetzen.
Always look on the bright side of life… Ein Leidensgenosse von Brian in der Monty Python Komödie “Das Leben des Brian” stimmt diesen Song an, selbst als er und Brian ans Kreuz genagelt wurden. Fröhlich pfeifen die Männer am Ende des Filmes und senden eine starke Botschaft: Bleibt optimistisch, auch in schlechten Zeiten. Im Alltag wird dieser Rat allzu schnell vergessen. Sehnsüchtig denken Sie daran, dass die Nachbarn gerade am Strand von Mallorca die Sonne genießen, während Sie im verregneten Deutschland sitzen. Auf der anderen Seite scheint das Gras immer grüner zu sein. Doch wagen Sie einmal den Versuch es von der anderen Seite zu sehen. Sie laufen nicht Gefahr sich einen Sonnenbrand einzufangen und schwitzen auch nicht bei 45 Grad im Schatten.
And it burns, burns, burns. The ring of fire. Johnny Cashs Song “Ring of Fire” strahlt Wärme aus. Vermissen Sie gutes Wetter und warmes Klima, machen Sie einen Kurzurlaub in die nächstgelegene Therme. Sauna im Sommer mögen Sie jetzt vielleicht denken? Doch auch in der warmen Jahreszeit ist ein Besuch in der Therme lohnenswert. Badelandschaften mit Palmen, ein Wellenbad und ein Aufguss mit dem Duft tropischer Früchte können das Urlaubsfeeling wieder zurückbringen. Zudem ist der Besuch in den Sommermonaten meist günstiger als im Herbst und Winter.
Carbonara – e una Coca Cola. Der Song von Spliff macht richtig Lust die Sachen zu packen und zum nächsten Italiener zu fahren. Essen kann unsere Stimmung positiv beeinflussen. Bestimmt kennen Sie das Glücksgefühl, das ein Stück Schokolade auslöst. Zudem kann auch das Zubereiten und Kochen großen Spaß machen. Sie haben Urlaub und damit die Zeit mal etwas Neues auszuprobieren. Feiern Sie ein kleines Gaumenfest. Wie wäre es mit exotischen Gerichten, wie beispielsweise Kokos-Fisch oder einer Süßkartoffel-Erdnuss-Suppe? Auch damit bringen Sie das Urlaubsfeeling zurück.
[Bildnachweis: Sergey Nivens, ollyy by Shutterstock.com]

Video-Blogging FAQ: Strategien für Bewerber

Geschrieben am: 23-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Shutterstock / DusitVideos gehören heute in allen sozialen Netzwerken zu den wichtigsten Medien-Formaten überhaupt. Egal ob Google+, Facebook, Twitter, Vine oder Instagram, überall spielen Videos eine wichtige Rolle, genießen hohe Sichtbarkeit und erhöhen die Reichweite von Beiträgen enorm. Youtube – und auch Vimeo – verzeichnen als reine Video-Netzwerke stetig wachsende Nutzerzahlen. Da liegt es nahe das sich nicht nur Unternehmen, sondern auch Bewerber das Medium zu Nutze machen und sich beispielsweise durch ein Video-Blog positionieren. Im Video-Blogging FAQ fasse ich die wichtigsten Fragen und Antworten dafür zusammen.

Video-Blogging: Keine Angst vor der Kamera

wellphoto/ShutterstockEines sei gleich vorweg gesagt: Wenn Sie Video-Blogging ernst nehmen werden Sie auch hier nicht völlig um das Verfassen von Texten herumkommen. Ein wenig Text braucht es bei der Präsentation der Videos dann doch. Vielleicht ist das Schreiben jedoch gar nicht Ihr größtes Problem und Ihre Bedenken eher der Arbeit vor der Kamera? Da habe ich gute Neuigkeiten für Sie: Sie müssen zu Beginn nicht unbedingt vor der Kamera in Aktion treten. Der Einstieg ins Video-Blogging ist auch mit anderen Video-Formaten möglich.

Ihre Bedenken sind immer noch nicht zerstreut? Dann sollten Sie sich fragen, warum Sie überhaupt mit dem Video-Blogging beginnen wollen. Suchen einfach nur eine Alternative zum textlastigen Bloggen? Dann könnte auch ein Foto-Blog als Alternative in Frage kommen. Sie arbeiten eher mit Präsentationen und wollen sich mit diesen präsentieren? Dann ist Slideshare eine sinnvolle Option.

Es geht nicht darum, Ihnen das Video-Blogging auszureden. Doch Video vor dem Einstieg sollten Sie sich sicher sein, dass Video-Blogging Sie wirklich reizt und Sie es ernsthaft damit versuchen wollen. Nur dann lohnt sich das Engagement in diesem Bereich und kann Erfolge für Ihre Jobsuche bieten. Die folgenden Fragen habe ich aufgrund meiner Erfahrung aus Coachings, Workshops, Vorträgen und Trainings ausgewählt.

Video-Blogging FAQ für Bewerber

F: Ich traue mich nicht vor die Kamera. Kann ich trotzdem mit Video-Blogging starten?
A: Ja, wie bereits erwähnt können Sie zu Beginn auch mit anderen Formaten arbeiten. Dazu gehören beispielsweise Präsentationen die Sie via Voice-Over kommentieren, Screencasts oder Audio-Interviews, die Sie mit Bildern unterlegen.

F: Sind Videos in meiner Branche überhaupt sinnvoll?
A. Die eigentliche Frage lautet hier meist: Erreich ich damit Personaler und potenzielle Arbeitgeber? Meine Antwort: Ja, das kann Ihnen in allen Branchen gelingen – wenn Sie Ihre Videos richtig positionieren. Wichtiger als die Branche sind daher die Themen, um die sich Ihre Videos drehen werden. Wenn diese für Ihre Branche und potenzielle Arbeitgeber relevant sind, können Sie damit auf sich aufmerksam machen.

F: Ich habe aber gar keine Kamera und kann mir auch keine leisten. Wie kann ich trotzdem starten?
A: Das ist kein Problem. Fürs Video-Blogging können Sie problemlos mit Ihrem Smartphone arbeiten, bei einem halbwegs aktuellen Modell ist die Kamera absolut ausreichend. Machen Sie sich zu Beginn bitte mehr Gedanken um Themen und Inhalte und verrennen Sie sich nicht in technische Details. Für den Einstieg haben wir auch die passenden Tipps parat.

F: Vimeo oder Youtube – welche Plattform sollte ich wählen?
A: Die konkrete Antwort auf die Frage lautet: Das kommt ein wenig auf die Branche an. Geht es Ihnen um möglichst große Reichweite, steht Youtube klar an erster Stelle. Suchen Sie einen Job im Kreativ-Bereich, sollten Sie Vimeo unbedingt ebenfalls nutzen. Idealerweise nutzen Sie beide Plattformen. Wichtig ist jedoch: Diese Frage sollten Sie erst stellen, wenn Sie Ihre Themen und Ihr Konzept ausgearbeitet haben.

F: Reicht mir ein Youtube- oder Vimeo-Kanal fürs Video-Blogging?
A: Nein. Um Ihre Videos optimal zu verbreiten und echten Nutzen für Ihre Jobsuche daraus zu ziehen sollten Sie sich auch ein klassisches Blog anlegen und die sozialen Netzwerke nutzen. Im Blog betten Sie dann Ihre Videos ein und schreiben jeweils einen kurzen Artikel dazu. Ebenso wichtig ist jedoch, dass Sie sich auf Ihrem Blog oder Ihrer Webseite – und in den sozialen Netzwerken – klar positionieren und auf Ihre Jobsuche hinweisen.

F: Wie mache ich auf meine Videos aufmerksam?
A: Neben dem Teilen in den sozialen Netzwerken haben Sie dafür noch einige weitere Möglichkeiten. So können Sie beispielsweise Artikel und Beiträge potenzieller Arbeitgeber und/oder bekannte Blogger oder Youtuber Ihres Bereichs aufgreifen und kommentieren. Sie können auch aktuelle Themen als Aufhänger nutzen oder sich zu brisanten Themen – mit gewissem Risiko – äußern. Wichtig ist, dass Sie im Blog dann auch andere Seiten und Kanäle verlinken, bei anderen Videos inhaltlich passend – ohne Eigenwerbung – kommentieren und Teil der Community werden.

F: Ich habe gerade die Kündigung und erhalten und brauche schnell einen Job. Ist Video-Blogging die Lösung?
A: Die kurze Antwort: Nein. Die ausführliche Antwort: Sie können mit dem Video-Blogging beginnen, doch schnelle Erfolge sollten Sie davon nicht erwarten. Der Aufbau von Sichtbarkeit und Reichweite dauert einige Zeit. Wenn es schnell gehen muss sollten Sie sich auf Bewerbungen auf offenen Stellen konzentrieren.

[Bildnachweis: Dusit und wellphoto by Shutterstock.com]

No Gos: 10 Dinge, die erfolgreiche Menschen niemals machen würden

Geschrieben am: 22-07-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Brian A Jackson/shutterstock.comErfolgreich im Job zu sein – wer wünscht sich das nicht? Doch wann ist man beruflich erfolgreich? Auf diese Frage gibt es keine generelle Antwort. Viel hängt davon ab, wie man Erfolg definiert. Und diese Definition ist in der Regel eine sehr persönliche. Der eine fühlt sich erfolgreich, wenn auf der Lohnabrechnung eine bestimmte Zahl und vor der Haustür der Firmenwagen steht. Für den anderen ist Erfolg, das Leben des Kunden ein Stück leichter gemacht zu haben. Damit ist auch der Weg zum Erfolg ein individueller. Doch während es kein pauschales Erfolgsrezept gibt, gibt es sehr wohl Wege, wie man sich garantiert die eigene Karriere verbaut. Mit diesen No-Gos haben Sie sich in Nullkommanichts ins Aus geschossen…

Die eigene Karriere verbaut man sich am erfolgreichsten selbst

Für die Beförderung wird ein Kollege vorgeschlagen? Die eigene Karriere stagniert? Es ist ein Leichtes, in diesem Fall dem inkompetenten Chef oder den schleimenden Kollegen die Schuld für den eigenen Misserfolg zu geben. Doch die meisten Arbeitnehmer stehen sich beim beruflichen Aufstieg selbst im Weg. Mit bestimmten Verhaltensmustern können Sie sich den Weg nach oben gehörig verbauen. Fachliche Kompetenz ist nur eine Seite der Medaille. Wer es im Job weit bringen will, muss darüber hinaus hohes Engagement mitbringen, sich stetig weiterentwickeln und die Spielregeln kennen.

Das beginnt bereits damit, gute Manieren beim Geschäftsessen an den Tag zu legen und einen Kunden oder Geschäftspartner angemessen zu begrüßen. Die Businesskniggeregeln zu beherrschen ist jedoch erst der Anfang, denn wer wirklich erfolgreich sein will, muss mit seinem Verhalten bereits die Weichen für die zukünftige Karriere stellen. Dabei können Sie sich positiv hervortun und beispielsweise durch unermüdliches Engagement brillieren oder sich durch ein arrogantes Auftreten unbeliebt machen.

10 Dinge, die erfolgreiche Menschen niemals machen würden

Daumenrunter_tWer sich so verhält, hat sich im Handumdrehen erfolgreich die eigene Karriere verbaut. Die 10 No-Gos erfolgreicher Menschen:

  1. Sich aus der Verantwortung stehlen. Jeder macht Fehler. Irren ist bekanntlich menschlich. Auch im Job wird es Ihnen immer wieder passieren, gerade als Berufsanfänger oder Neueinsteiger. Entscheidend ist der Umgang mit diesen Fehlern. Niemand gesteht sich gerne ein, etwas falsch gemacht zu haben. Das kratzt am eigenen Ego. Im ersten Moment haben die meisten Angst, was der Fehler für Folgen haben wird und fürchten, dass der Chef nun an den Fähigkeiten zweifeln wird. Doch einen Fehler deswegen einfach unter den Teppich zu kehren, ist die falsche Herangehensweise. Sie riskieren damit, dass größerer Schaden entsteht. Der Job Ihres Vorgesetzten ist es, in solchen Situationen den Schaden zu begrenzen. Das kann er am besten, umso früher er Bescheid weiß und reagieren kann. Machen Sie ihm also den Job leichter. Gestehen Sie Ihren Fehltritt ein und liefern Sie gleich mögliche Lösungsvorschläge. Damit zeigen Sie einen souveränen Umgang mit Fehlern.
  2. Sich unkontrolliert seinen Gefühlen hingeben. Besonders Ärger, Wut und Frust können tödlich für den Umgang mit dem Chef und den Kollegen sein. Jeder kennt Situationen, in denen man am liebsten vor Wut schreien würde: Der Chef stellt einen vor dem gesamten Team bloß, der Kollege beantwortet eine dringende Anfrage nicht oder die eigene Idee wird im Teammeeting abgeschmettert. Hat man dazu selbst noch einen schlechten Tag, ist der Gefühlsausbruch programmiert. Doch wer seinen Ärger an den Kollegen auslässt, zeigt, dass er nicht Herr der Lage ist und sich unter Umständen auch Kunden gegenüber nicht im Griff hat.
  3. Sich einen lauen Lenz machen. Erfolg ist in der Regel mit harter Arbeit verbunden. Wie heißt es doch so schön: Ohne Fleiß, kein Preis. Sprichwörter wie diese legen nahe, dass unermüdliches Engagement für die eigene Sache unerlässlich ist. Wer auch einmal unliebsame Aufgaben übernimmt und diese gut löst, bleibt positiv im Gedächtnis. Vor allem im Team sollte man sich nicht gemütlich zurücklehnen und den anderen Kollegen die Arbeit überlassen. Damit würden Sie eine Chance zu zeigen, was Sie drauf haben, vergeben.
  4. Sich als Besserwisser aufspielen. Niemand ist nerviger als der Kollege, der alles besser weiß. Am schlimmsten sind jene Besserwisser, die gerade frisch von der Uni in den Job gestartet sind und nun meinen, gestandenen Kollegen erklären zu müssen, wie der Hase läuft. Mit einem solchen Verhalten hat man sich ganz schnell bei den Kollegen unbeliebt gemacht. Oft steckt dahinter der Eifer zu zeigen, was man an der Uni alles gelernt hat und wie viel man bereits weiß. Doch besser ist es Taten für sich sprechen zu lassen. Doch es gibt auch Menschen, zu dessen Persönlichkeit es gehört, andere auf Ihre Fehler hinzuweisen. Das sind jene Zeitgenossen, die auch die Mitmenschen in ihrem privaten Umfeld über die korrekte Verwendung des Genitivs belehren. Meistens verfügen Sie über ein so großes Fachwissen, dass Sie das Bedürfnis haben, dieses unentwegt mitzuteilen. Sie mögen zwar recht haben, doch die meisten Menschen fühlen sich von ihrem Verhalten angegriffen. Deswegen gilt: Solange es nichts Gravierendes ist, lassen Sie Ihren Kollegen deren Überzeugungen.
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  6. Sich vor Entscheidungen fürchten. Im Job steht man immer wieder vor Situationen, die einem Angst machen. Sei es die Vorstellung der eigenen Idee vor dem gesamten Team oder die Verhandlung mit einem Geschäftspartner. Angst ist ein menschlicher Urinstinkt, der uns schützen soll. Es ist förderlich zu wissen, dass man sich gerade in einer Situation befindet, in der es um etwas geht. Sie wissen, dass in diesen Momenten viel auf dem Spiel steht. Doch sollten Sie sich von Ihrer Angst nicht lähmen lassen und dem Fluchtinstinkt nachgeben. Viele Arbeitnehmer klettern die Karriereleiter nicht empor, weil sie sich nicht trauen, die nächste Stufe zu erklimmen. Doch in den meisten Fällen haben Sie mehr drauf, als Sie sich im ersten Moment selbst zutrauen würden.
  7. Sich nicht kritisieren zu lassen. Oft steckt hinter mangelnder Kritikfähigkeit Stolz und der Wunsch, das positive Selbstbild aufrecht zu erhalten. Doch konstruktive Kritik schadet der Karriere nicht, sondern hilft dabei sich weiterzuentwickeln. Rat von erfolgreichen Kollegen ist wertvolles Feedback und bietet Ihnen die Chance, von der Erfahrung Ihrer Kollegen zu profitieren und zu lernen. Sie erweitern damit Ihren Horizont und lernen unter Umständen sogar eine andere Sicht- und Arbeitsweise kennen. Auf diese Weise können Sie ein Netzwerk aus Mentoren und Ratgebern aufbauen.
  8. An sich selbst zweifeln. Jeder hat Momente, in denen er sich fragt, ob er der aktuellen Aufgabe oder Situation gewachsen ist. Doch erfolgreiche Menschen haben eins gemeinsam: Sie sind überzeugt von den eigenen Fähigkeiten. Halten Sie sich Ihre Stärken und Ihre bisherigen Erfolge vor Augen. Damit stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein. Sind Sie selbst nicht von sich überzeugt, lassen Sie sich von Hindernissen und Problemen schnell aus der Bahn werfen. Ein meckernder Kunde oder Kollege reicht dann oft schon aus, um Sie aufgeben zu lassen. Im ersten Moment mag das Ziel Ihnen unendlich weit weg vorkommen, doch Stück für Stück kommen Sie diesem näher. Ein Berg wird auch in mehreren Etappen bestiegen.
  9. Sich selbst in den Schatten stellen. “Eigenlob stinkt” – das wird den meisten von klein auf eingebläut. Im Berufsleben gilt es, diese Weisheit zu vergessen. Selbstdarstellung ist vielen Arbeitnehmern unangenehm. Doch selbst die großartigste Leistung verpufft, wenn Sie weder Ihr Chef noch Ihre Kollegen mitbekommen. Deswegen gilt es für sich zu werben. Das erfordert natürlich einiges an Fingerspitzengefühl, denn sonst wird aus Eigenmarketing Wichtigtuerei. Doch wer seine Erfolge durch regelmäßige Zwischenberichte kommuniziert, macht auf positive Art und Weise auf sich aufmerksam.
  10. Sich nicht an Unterstützer und Helfer erinnern. Selbst das größte Genie braucht beizeiten Unterstützung. Sei es um Deadlines einzuhalten, Sonderwünsche von Kunden zu erfüllen oder Feedback zu erhalten. Manchmal kann schon der Tipp eines Kollegen zu einem guten Dienstleister Gold wert sein. Doch wer auf seinem Weg nach oben vergisst, wer einem mit Rat und Tat zur Seite stand, zerstört eine Beziehung. In der Regel wird keine sofortige Gegenleistung erwartet, jedoch erwartet der Unterstützer auf lange Sicht Anerkennung für seine Hilfe. Nur wer das im Hinterkopf behält, kann ein funktionierendes Netzwerk aufbauen.
  11. Sein Ziel aus den Augen verlieren. Blinder Aktionismus führt ins Leere. Nur wer ganz genau weiß, wohin er will und wie er sein Ziel erreicht, wird erfolgreich sein. Ein klarer Kopf und Hartnäckigkeit im eigenen Handeln sind dafür notwendig. Es bedeutet nicht, sich von Anfang an starr an einen festgelegten Plan zu halten und nicht mehr davon abzuweichen. Ziele können sich im Laufe der Karriere ändern. Doch sollte man sich selbst regelmäßig in Erinnerung rufen: Wo will ich hin? Was muss ich tun, um dorthin zu kommen? Wie weit bin ich auf meinem Weg bereits fortgeschritten?
[Bildnachweis: Brian A Jackson by Shutterstock.com]