Kaffee

Büro-Alltag


Armutszeugnis: CEOs können bilanzieren, aber keine Menschen führen

Geschrieben am: 25-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Manager-MutantenSobald es um das Führen von Menschen geht, machen CEOs einen lausigen Job. Danach gefragt, was die Aufsichtsräte für die größten Schwächen ihrer CEOs hielten, antworteten diese unisono “Mentoring” und “Personalentwicklung”. Oder anders gesagt: Den Top-Managern mangelt es vor daran, Talente in ihren Unternehmen zu fördern und damit nachhaltig eine nächste Generation an fähigen Führungskräften zu entwickeln. Doch stattdessen: nur kurzfristiges Denken samt entsprechender Wachstumsstrategien. Das sage nicht ich, vielmehr ist es das Ergebnis einer Studie des Center for Leadership Development and Research an der Stanford Universität.

Top-Manager ohne Top-Stärken

Für die Forscher zeigte sich während der Studien ein desaströses Manager-Bild. Die Fokussierung auf Zahlen, Aktienkurse und operative Aufgaben – das würden zwar viele im Top-Management beherrschen. Aber auf der menschlichen Seite herrsche großer Mangel. Ein einziger Mutantenstadl.

Gefragt nach den Stärken der CEOs bildet etwa “Konfliktmanagement” das Schlusslicht. Nicht mal ein Fünftel der befragten Aufsichtsräte bescheinigte ihren Konzernlenkern diesbezüglich vorhandene Fähigkeiten. Zum Vergleich:

  • 70 Prozent sagen, zu den Top-Stärken der Top-Manager gehöre Entscheidungsfreude.
  • 41 Prozent nennen als Stärke Buchführung, Bilanzierung, Aktienkursoptimierung.
  • Aber nur 27 Prozent bescheinigen ihnen indes Empathie oder Mitgefühl.
  • Lediglich 24 Prozent erkennen Mentoring-Stärken.
  • 23 Prozent finden, die CEOs könnten auch zuhören.
  • Und nur 22 Prozent erkennen die Fähigkeit, delegieren und Macht abgeben zu können.

Zwar finden die die Board Direktoren und Aufsichtsräte, Manager müssten in sowohl in finanziellen wie auch zwischenmenschlichen Bereichen brillieren, tatsächlich aber herrsche hier ein großes Ungleichgewicht. Oder wie David Larcker, Vizedirektor des Stanford Center for Leadership Development es zusammenfasst:

Unfortunately, the truth of the matter is that the CEO evaluation process is not that balanced. Amid growing calls for integrating reporting and corporate social responsibility, companies are still behind the times when it comes to developing reliable and valid measures of nonfinancial performance metrics.

Siehe hierzu auch einen lesenswerten Forbes-Artikel.

Intelligenzbestien im Wortsinn

IntelligenzbestieAber überrascht einen das wirklich? Seit Jahren gleich sich die Lebensläufe im Top-Management immer mehr an. Die Leute haben hohe Ambitionen, wollen alles sofort und auch alles richtig machen, möglichst früh. Heraus kommt das: Studium an einer Spitzenuniversität, natürlich in Rekordzeit, zig Praktika, davon einige im Ausland, zwei Fremdsprachen fließend, mobil, flexibel, strahlend gebleachtes Siegerlächeln.

Solche Nachwuchskräfte wollen meist hoch hinaus, haben ihre Laufbahn optimiert, den Lebenslauf genauso sorgfältig geplant und abgearbeitet wie die Radtour durchs australische Outback gleich nach der Uni. Das alles ist nicht verwerflich, sondern vorausschauend, umsichtig und klug. Aber das reicht nicht. Was auf der Strecke bleibt, ist die Persönlichkeit.

Performance, Pflichtpraktika, Etikettekurse, Erfolge – darauf konzentrieren sich die Unternehmen dann bei der Bewerberauslese. Beschäftigt oder befördert werden so zwar analytisch brillante, kühl kalkulierende Köpfe – nicht selten aber auch berechnende Opportunisten, denen der soziale Abgleich fehlt. Intelligenzbestien im Wortsinn.

Wohin das führen kann, haben zahlreiche Managerskandale gezeigt. Bilanzmanipulation, Insidermissbrauch und Raffgier füllten die Schlagzeilen. Was wiederum den Volksglauben vom hässlichen Kapitalismus befördert. Der kann aber gar nichts dafür. Das ist so als würde man den Hammer dafür verurteilen, dass er den Daumen und nicht den Nagel trifft.

Hochbezahlte Arbeitstiere

AmbitioniertZum Glück gibt es – wenn auch nur selten – die Gegenbewegung: Unternehmen, die nach Charakter statt nach Inselbegabung suchen. Das macht den Ausleseprozess zwar nicht leichter, aber Sinn. Akademische Intelligenz korreliert nicht zwingend mit Kreativität und sozialem Geschick. Auf letztere kommt es aber in immer schnelleren, globaleren Märkten an. Wer an der Uni brilliert, kann im Markt trotzdem versagen, wenn er neuen Trends mit 0815-Methoden begegnet.

Der Keim der Innovation steckt oft im Unkonventionellen. Gute Ideen entstehen, weil jemand quer denkt, rumspinnt, fantasiert oder träumt. Dieses Verhalten ist dem Karrieristen fremd. Er hat gelernt, seine Ziele geradlinig zu verfolgen, mit dem Kopf durch die Wand und zur Not über Leichen.

Oft sucht er dabei nicht einmal das Wohl des Unternehmens, sondern sein eigenes. Das macht ihn zudem illoyal. Je höher aber so ein Mitarbeiter aufsteigt, desto mehr ist er Visitenkarte des Unternehmens. Läuft das Geschäft glänzend, sind vielleicht Glänzer an der Spitze gar nicht so verkehrt. Wenn es aber darum geht, Solidität und Substanz zu demonstrieren, muss sich das auch in der Persönlichkeit des Managers spiegeln. In jemandem, der qua Argument überzeugt und nicht qua Ellbogen.

Die Zuschnitte neuerer Auswahlverfahren sollten dafür sorgen, dass die Charakterfrage den Ausschlag gibt. Was Unternehmen erfolgreich macht, sind nicht hochbezahlte Arbeitstiere und im Windkanal optimierte Mutanten, sondern Menschen, die nicht nur mit dem Verstand führen, sondern auch mit Herz und Empathie, die Vorbild sind, Werte leben, die verlässlich und offen für Neues bleiben.

flattr this!

Google+: Ignoranz kann teuer werden

Geschrieben am: 25-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Google-256Es gibt sie immer noch. Unbeirrt von Zahlen und der offensichtlich stattfindenden Entwicklung bleiben sie ihrem Standpunkt treu, wollen ihre Sichtweise einfach nicht verändern. Die Rede ist von Analysten und Strategen, die Google+ nach wie vor als Geisterstadt abtun und die Bedeutung des Netzwerks gewaltig unterschätzen. Sicher, die auf der Google IO bekannt gegebenen 190 Millionen Google+-Nutzer sehen im Vergleich zu den Zahlen von Facebook klein und vernachlässigbar aus. Doch genau hier liegt ein grundlegender Denk- und Argumentationsfehler: Google+ kann nicht direkt mit Facebook verglichen werden. Denn das Netzwerk hat – auch durch seine tiefe Integration in das Google-Ökosystem – einfach viel mehr Potenzial. Wer die Plattform rein aufgrund der scheinbar kleinen Nutzerbasis ignoriert, tut das – vor allem mittel- und langfristig – auf eigene Gefahr und wird vermutlich einen hohen Preis dafür zahlen.

Eine zweite, ebenfalls auf der Google IO bekannt gegebene, Zahl lässt das Potenzial des Netzwerks erahnen: Neben den 190 Millionen aktiven Nutzern gibt es 390 Millionen Menschen, die über alle Google-Dienste hinweg mindestens eine Google+-Funktion nutzen. Das klingt erst mal nicht spannend, zeigt jedoch, wie aktiv und konsequent Google die Integration seines sozialen Netzwerks in andere Dienste und Produkte vorantreibt. Bereits heute verfügt jeder Youtube-Account auch über ein Google+-Profil. Aktuell wird dieses zwar von den meisten nicht genutzt, doch das Potenzial ist vorhanden.

Google+: Schleichendes Entwicklung und wachsende Bedeutung

Google+ wird – zumindest was die Nutzerzahlen angeht – Facebook in absehbarer Zeit nicht einholen. Die Frage ist jedoch, ob das überhaupt notwendig ist. Denn bereits heute spielen Google+-Beiträge und -Seiten bei den Google-Suchergebnissen eine wesentlich größere Rolle als Facebook-Einträge. Gut, das überrascht vermutlich niemand, doch auch die Beiträge der bisher eher stiefmütterlich behandelten Google+-Communitys scheinen an Bedeutung zu gewinnen. Und die immer stärker werdende Verknüpfung von Google+ mit Google Local führt dazu, dass sich auch lokal ansässige Unternehmen mit dem Netzwerk befassen sollten.

Zudem ist die Stoßrichtung eindeutig: Google macht Google+ nach und nach zum Zentrum seiner Online-Aktivitäten und bindet alle Google-Dienste in das Netzwerk ein. Die auf der Google IO vorgestellten Neuerungen – hier geht es zum Artikel – wie beispielsweise der einheitliche Kommunikationskanal Hangouts oder die zahlreichen neuen Fotofunktionen zeigen, dass Google das Entwicklungstempo hier eher noch anzieht als es zu verlangsamen.

Auch wenn aktuell die Mehrzahl der Google+-Nutzer Technik und Social Media affin ist, bemüht sich Google doch darum, auch Normal-Nutzer anzuziehen. Ein Zeichen dafür: Google+ ist nach wie vor komplett werbefrei, Spiele – sofern es denn welche gibt – sind dezent ausgelagert und die gesamte Nutzeroberfläche wirkt aufgeräumt und schlank. Anders formuliert: Google+ vermeidet die Dinge, die Nutzer bei Facebook in den letzten Monaten immer stärker nerven.

Google+ und SEO: Sichtbarkeit (fast) garantiert

Mit der stärkeren Fokussierung von Google auf die Social Signals als Maßstab für die Relevanz eines Beitrags haben soziale Netzwerke auch für die Suchergebnisse wieder an Bedeutung gewonnen. Doch keine Plattform hat einen so direkten und nachhaltigen Einfluss auf die Google-Suche wie Google+. Wer Homepage, Blog, Shop oder Unternehmen in den Suchergebnissen gut platziert wissen will, kommt bereits heut fast nicht mehr um ein Google+-Engagement herum. Und die Bedeutung von Google+ unter SEO Gesichtspunkten wird sich in den kommenden Monaten vermutlich eher noch erhöhen.

Da zahlreiche große Unternehmen noch vor einem ernsthaften Google+-Engagement zurückschrecken, haben vor allem kleine und mittelständische Unternehmen und Marken noch die Chance, das Netzwerk und seine Effekt für sich zu nutzen. Dafür ist die Google+ eigene Hangout-Funktion beispielsweise hervorragend geeignet. Einige Fußballvereine und Unternehmen experimentieren zwar bereits mit dem Einsatz von Hangouts (on Air), doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Es fehlt deutschen Unternehmen schlicht der Mut, wirklich neue Formate auszuprobieren.

Google+ wird auf absehbare Zeit sicher nicht untergehen, sondern sich eher zu einem noch wichtigeren Netzwerk entwickeln. Google integriert sein soziales Netzwerk immer tiefer in andere Dienste und macht Google+ für manche Funktionen bereits zur Voraussetzung. Wer das Netzwerk rein aufgrund der relativ kleinen Nutzerbasis beurteilt, verkennt daher die Bedeutung und das Potenzial von Google+. Das Netzwerk dauerhaft zu ignorieren, kann und wird für Unternehmen, Freelancer und Organisationen teuer werden.

flattr this!

Willst du viel, verlange viel: Beeinflussen mit dem Anchor-Effekt

Geschrieben am: 24-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

NachdenklichRatlosMannWorteJe mehr man sich mit psychologischen Studien beschäftigt, desto eher gelangt man zu der Frage: Wollen uns die vielen Psychologen mit ihren zahlreichen Experimenten nur zeigen wie doof wir Menschen zuweilen sind – oder sind wir wirklich allesamt Idioten? Die Frage ist natürlich eher rhetorischer Natur. Wir sind tatsächlich doof, betriebsblind im besten Fall, aber in jedem Fall manipulierbar bis in die Haarspitzen. Und das sagt etwas ganz Fundamentales über die Art und Weise wie wir Menschen denken, oder besser gesagt: glauben zu denken. Da gibt es etwa den sogenannten Anchor-Effekt

Zu Deutsch: Anker-Effekt. Lassen Sie mich den anhand eines Beispiels demonstrieren, mithilfe der Frage:

In welchem Alter starb Mahatma Gandhi?

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten von Ihnen den Asketen und Revolutionär Mahatma, oder genauer: Mohandas Karamchand Gandhi kennen. Allerdings würde ich einen Teil von Ihnen fragen:

Starb Gandhi vor oder nach seinem 9. Lebensjahr?

Die zweite Hälfte indes würde ich fragen:

Starb Gandhi vor oder nach seinem 140. Lebensjahr?

Selbst wenn Sie nicht wissen wie alt Gandhi wirklich wurde (er starb im Alter von 78 Jahren bei einem Attentat), sind die Fragen offensichtlich ziemlich idiotisch. Denn erstens wird ein Revolutionär älter als 9 Jahre geworden sein, und umgekehrt sind nur wenige Menschen 140 Jahre alt geworden (Methusalem vielleicht). Also was sollen diese Fragen?

Und genau an der Stelle kommt der Anchor-Effekt ins Spiel..

Fritz Strack und Thomas Mussweiler haben den mit dieser und anderen Fragen untersucht (Explaining the enigmatic anchoring effect: Mechanisms of selective accessibility). Und wenn man die Probanden anschließend fragt, was sie glauben, wie alt Gandhi nun wirklich wurde, dann antworten sie so:

  • Die erste Gruppe (älter als 9?) schätzt das Alter im Schnitt auf 50 Jahre.
  • Die zweite Gruppe (jünger als 140?) schätzt das Alter im Schnitt auf 67 Jahre.

Beides falsch – aber ein enormer Unterschied! Voilà, der Anchor-Effekt. Mit einer simplen (und dämlichen) Frage, verändert sich unsere gesamte Einschätzung, ja sogar das Gefühl für einen Wert.

Unser Gehirn sucht nach Fixpunkten

ErfolghatseinenPreisVom Verhaltensökonomen Dan Ariely wiederum stammt das folgende Experiment: Er versteigerte Weinflaschen. Zuvor allerdings ließ er seine Probanden die letzten beiden Ziffern ihrer Sozialversicherungsnummer auf einen Zettel schreiben und fragte sie, ob Sie bereit wären, den Wein zu diesem Preis zu kaufen. Man sollte meinen, dass dieser völlig willkürliche Preis keinerlei Effekte hat.

Hatte er aber: Studenten mit einer kleinen Endziffer waren bereit im Schnitt 8,64 Dollar für den Rebsaft zu bezahlen, wer hingegen zuvor eine große Zahl notiert hatte, gab für den Wein im Schnitt 27,91 Dollar aus.

Um den Wert einer Sache bemessen zu können, sucht unser Gehirn nach Vergleichswerten. Findet es diese nicht, reicht ihm zur Not auch eine völlig aus der Luft gegriffene Zahl als Bezugspunkt.

Dass das so ist, bewiesen auch die Psychologen Clayton R. Critcher und Thomas Gilovich: Gäste eines Restaurants mit dem Namen “Studio 97″ gaben darin durchschnittlich 8 Dollar mehr aus als die Gäste des Restaurants namens “Studio 17″.

Was lässt sich gegen den Anchor-Effekt tun?

Das alles ist natürlich wissentliche Manipulation, aber eben auch besonders effektive gegen die nur wenig hilft. Immobilienhändler, Autoverkäufer, überhaupt Händler setzen regelmäßig auf die subtile Kraft dieses Entscheidungsdeffekts.

Ihn zu kennen, ist schon mal ein guter Ansatz, dem Anchor- oder Anker-Effekt künftig seltener auf den Leim zu gehen.

Was auch hilft: Expertentum. Wer sich mit einer Sache auskennt und weiß, was ein bestimmtes Produkt wert ist oder eine Dienstleistung üblicherweise kosten darf, kann mit solchen Anker-Fragen kaum manipuliert werden.

Eine dritte Alternative ist, noch mehr Vergleichsangebote und damit Zahlen einzuholen. So relativiert sich die Wirkung des anfänglichen Ankers.

Oder aber Sie setzen zur Gegenwehr an und nutzen Ihrerseits den Anker-Effekt – zum Beispiel bei der nächsten Gehaltsverhandlung. Laut einer Untersuchung von Todd Thorsteinson von der Universität von Idaho, hat die bei Gehaltsverhandlungen anfangs genannte Zahl – egal, wie irrwitzig sie ist – enormen Einfluss auf das später vereinbarte Gehalt. Oder kurz: Willst du viel, verlange viel!

Weiterführende Artikel

flattr this!

Nachhaken erlaubt: Wie es nach dem Vorstellungsgespräch weitergeht

Geschrieben am: 24-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Nachfrage VorstellungsgesprächVorstellungsgespräche sind für Bewerber in der Regel wichtige Meilensteine auf dem Weg zum neuen Job. Entsprechend viel Vorbereitung und Energie investieren die meisten Jobsuchenden in einen solchen Gesprächstermin. Natürlich würde jeder Bewerber am Ende des Gespräches gerne den Satz: „Herzlich willkommen im Unternehmen!“ hören. Doch ein solcher Abschluss ist in der Praxis die absolute Ausnahme und bestätigt höchstens die Regel. Die sieht für Bewerber deutlich trister und weniger aufregend aus: Statt einer direkten Zusage oder zumindest einer ersten Einschätzung enden die meisten Gespräche mit Aussagen wie „Wir melden uns bei Ihnen“ oder „Danke für Ihre Zeit“. Der Informationswert dieser Aussagen liegt knapp über null. Für Bewerber beginnt dann meist das Warten auf eine Rückmeldung – teilweise mehrere Wochen lang. Doch diese Zeit können Sie als Bewerber auch sinnvoll nutzen und Ihre Chancen auf den Job damit spürbar erhöhen.

Damit Sie nach dem Vorstellungsgespräch jedoch gezielt aktiv werden können, sollten Sie gegen Ende des Gespräches klären, bis wann Sie mit einer Reaktion rechnen können. In der Regel liegt die Zeitspanne hier zwischen zwei und sechs Wochen, in Ausnahmen kann der Prozess auch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dieser Zeitraum ist für Sie als Bewerber wichtig, wenn damit können Sie die Reihenfolge und das Timing Ihrer anschließenden Aktivitäten planen.

Zuerst der Dank, dann die Nachfrage

Ihre erste Reaktion sollte bereits wenige Tage nach dem Gespräch erfolgen: das Dankschreiben. Ja, Sie haben richtig gelesen: Bedanken Sie sich per E-Mail oder – etwas stilvoller – Brief für das angenehme Gespräch. Einige kurze Zeilen in denen Sie sich für die Atmosphäre und den guten Austausch bedanken, reichen völlig. Wichtig: Tragen Sie dabei nicht zu dick auf und fassen Sie sich kurz. Bereits dieses Schreiben mag manchem Bewerber übertrieben erscheinen. Doch entsprechend formuliert wirkt ein solches Schreiben auf Personaler und Unternehmen durchaus positiv. Und da sich kaum ein anderer Bewerber die Mühe macht, bleiben Sie damit auf jeden Fall positiv im Gedächtnis.

Ihre zweite Aktion ist da schon naheliegender: die Nachfrage. Haben Sie bis zum vereinbarten Zeitpunkt noch nichts vom Unternehmen gehört, sollten Sie sich höflich nach dem aktuellen Stand des Bewerbungsverfahrens erkundigen. Diese Nachfrage können Sie telefonisch oder schriftlich – per E-Mail oder Brief – vornehmen. Eine telefonische Nachfrage bringt natürlich die schnellsten Ergebnisse, doch eine schriftliche Nachfrage kann seriöser und ernsthafter wirken und prägt sich vielleicht besser ein.

Für beide Formen der Nachfrage gilt:

  • Halten Sie den vereinbarten Zeitraum unbedingt ein.
  • Adressieren Sie Ihre Nachfrage an Ihren Gesprächspartner oder den zuständigen Personaler.
  • Machen Sie deutlich, dass Ihnen die Stelle wichtig ist.
  • Sollte das Verfahren noch in der Schwebe sein, lassen Sie sich unbedingt einen neuen – hoffentlich realistischen – Zeitraum nennen.
  • Formulieren Sie immer höflich, kommen Sie jedoch direkt zum Thema.

Mit beiden Aktionen prägen Sie sich positiv ins Gedächtnis des Personalers ein und erhöhen so Ihre Chancen auf den Job. Bittet ein Unternehmen ausdrücklich darum, von Nachfragen abzusehen, respektieren Sie diese Bitte natürlich. Entscheidend für den Erfolg beider Maßnahmen ist, dass diese authentisch wirken und Ihr ehrliches Interesse an der Stelle und am Unternehmen zur Geltung kommt.

Wie haken Sie nach Vorstellungsgesprächen nach?

Weiterführende Artikel

Die folgenden Artikel könnten Sie auch interessieren:

flattr this!

Kollegen-Coaching: Wann und wie es funktionieren kann

Geschrieben am: 24-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Kollegiales Coaching„Geht das nicht auch günstiger?“ – Diese Frage könnte die Geburtsstunde des kollegialen Coachings eingeleitet haben. Irgendein Vorgesetzter kam auf die Idee, dass seine Mitarbeiter sich ja auch gegenseitig coachen und er sich so das Geld für einen professionellen Coach sparen könnte. Voila, kollegiales Coaching war geboren. Auch wenn diese Story nicht ganz ernst gemeint ist, stecken darin leider einige wahre Komponenten. Tatsächlich gibt es immer wieder Führungskräfte, denen die Kosten für einen professionellen Coach zu hoch sind und die kollegiales Coaching daher als günstige Alternative sehen. Oft spielen die Ergebnisse solcher Maßnahmen nur eine untergeordnete Rolle, da es ohnehin nur darum geht, den Mitarbeitern ein gutes Gefühl zu vermitteln. Wird kollegiales Coaching allerdings ernst genommen, steckt sehr viel mehr dahinter.

Eines sollte von Anfang an klar sein: Kollegiales Coaching ist weder eine Sparmaßnahme noch ein Ersatz für ein professionelles Coaching. Tatsächlich ist bereits die Bezeichnung als Coaching etwas irreführend, denn bei dieser Methode handelt es sich um eine Mischform aus Beratung und Reflexion. Mitarbeiter eines – oder verschiedener – Teams unterstützen sich dabei gegenseitig und reflektieren das Handeln ihres Gegenübers.

Feedback-Regeln und Reflexionsfähigkeit als Basis

Diese Beschreibung macht bereits deutlich, worauf es für die Mitarbeiter ankommt: Die grundlegenden Feedback-Regeln sollten klar sein und jeder Einzelne muss über eine hohe Reflexionsfähigkeit – auch des eigene Verhaltens – verfügen. Wie bei einem professionellen Coaching gilt es auch hier, einige Voraussetzungen zu beachten:

  • Die Mitarbeiter sollten menschlich gut miteinander klar kommen.
  • Sie sollten zumindest ansatzweise die Arbeit ihres Coaching-Partners verstehen.
  • Eine Schulung zu den Feedback-Regeln und zu den Grundlagen kollegialen Coachings ist sinnvoll.
  • Sie sollten in der Lage sein, ihrem Gegenüber aktiv zuzuhören.
  • Die Mitarbeiter können entweder aus dem gleichen oder aus kooperierenden Teams stammen.

Mitarbeiter aus dem gleichen Team als Coaching-Partner zu benennen bietet sich zwar auf den ersten Blick an, muss jedoch nicht unbedingt die beste Lösung sein. Sicher, die Mitarbeiter kennen dann bereits die Arbeit und Aufgaben ihres Coaching-Partners, doch genau dieses Wissen kann dazu führen, dass sie gar nicht mehr wirklich reflektieren und nur ihre vorgefasste Meinung zum Ausdruck bringen.

Damit kollegiales Coaching jedoch erfolgreich sein und sinnvolle Ergebnisse bringen kann, ist es enorm wichtig, dass alle beteiligten Mitarbeiter ihre bestehenden Ansichten weitgehend zur Seite legen und sich die Situation von ihrem Coaching-Partner schildern lassen. Nur so können sie die Wahrnehmung und subjektive Situation ihres Partners verstehen und entsprechend reflektieren.

Wann ist kollegiales Coaching sinnvoll?

Kollegiales Coaching eignet sich immer dann, wenn einzelne Mitarbeiter oder ganze Teams in ihrer Arbeit einen toten Punkt erreicht haben und nicht weiterkommen. Kollegiales Coaching kann Mitarbeitern dabei helfen, Unklarheiten über den eigenen Arbeitsstil auszuräumen, Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen. Daher ist die Grenze zwischen Beratung und Coaching hier fließend und sehr unscharf, da kollegiales Coaching oft primär aus Beratung und Erfahrungsaustausch besteht.

Damit ist dann auch klar, für welche Situationen kollegiales Coaching ganz und gar nicht geeignet ist: Die Lösung von Teamkonflikten, der Abbau von Spannungen oder die persönliche und fachliche Entwicklung von Fach- und Führungskräften lassen sich mit kollegialem Coaching nicht sinnvoll bearbeiten. Hier sollten Supervisoren und professionelle Coaches zum Einsatz kommen.

Kollegiales Coaching kann Mitarbeiter und Teams dabei helfen, im Rahmen der Arbeit auftretende Probleme zu lösen und Antworten du drängenden (Fach)Fragen zu finden. Ein Ersatz für professionelles Coaching oder Supervision kann und will die Methode jedoch nicht sein.

flattr this!

Digital Content: Mobile Nutzung dominiert, E-Mail verliert #Infografik

Geschrieben am: 23-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Digital ContentIrgendwie klingt der Begriff des Digital Contents inzwischen fast ein wenig angestaubt und altbacken. Schließlich gehören Blogs, RSS-Feeds, Nachrichtenseiten, Youtube und all die anderen digitalen Kanäle für viele Menschen schon längst zum Alltag. Für so manchen Social Media affinen Menschen mag daher eher der Begriff des Analog Contents eine Berechtigung haben, da traditionelle Zeitungen oder Printmedien in seinem Alltag kaum noch eine Rolle spielen. Wie dem auch sei, das Team von Überflip hat sich im Zeitraum von Februar 2010 bis Februar 2013 das Nutzungsverhalten von mehreren Millionen Lesern und Zuschauern auf tausenden von Seiten angeschaut. Bei der Analyse hat das Team einige Trends festgestellt, die für Autoren, Verlage, Youtuber und generell Produzenten von Digital Content interessant sein dürften. Das gilt natürlich auch für die dazugehörige Infografik.

Als Tools hat das Überflip Team sowohl Google Analytics als auch – wenig überraschend – die Überflip eigenen Messmethoden und Algorithmen genutzt. Eine zentrale Erkenntnis: Der Anteil mobiler Zugriffe ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Kamen 2010 noch 1,6 Prozent aller Besucher von mobilen Plattform, sind es im Februar 2013 schon 21 Prozent. Und auch wenn manche das nicht gerne hören werden: 77 Prozent des mobilen Traffics werden von iOS-Geräten erzeugt, bei denen wiederrum der Anteil des iPad-Traffics kontinuierlich wächst. Android-Fans können jedoch aufatmen: Immerhin 16,2 Prozent des mobilen Traffics gehen auf das Konto von Geräten mit Google-Betriebssystem. Tendenz steigend.

Content muss teilbar sein und Videos gewinnen an Bedeutung

Der Einsatz von Videos im Content Marketing weist eine erstaunliche Parallele zum mobilen Traffic auf: Von nur 6 Prozent im Februar 2010 stieg der Anteil auf 22 Prozent im Jahr 2013. Die deutlichste Veränderung gab es jedoch beim Sharing-Verhalten der Nutzer. Wurden 2010 noch 93,3 Prozent aller geteilten Inhalte via E-Mail weitergeleitet, ist der Anteil 2013 auf nur noch 53,3, Prozent gesunken! Abgelöst wird das Medium E-Mail von den sozialen Netzwerken, allen voran Facebook.

Die klare Botschaft der Ergebnisse: Content muss leicht teilbar und mobil problemlos abrufbar sein. Noch dominiert iOS den mobilen Traffic, doch Android holt bereits spürbar auf. Und wer die Bedeutung des Mediums Video noch nicht erkannt hat, sollte sich schleunigst eines besseren besinnen.

uberflip-DigitalContent-Consumption

flattr this!

Gratis-Gehaltsreport 2013: Was verdienen Einkäufer?

Geschrieben am: 23-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

StartkapitalGründerFinanzierungGlücklich, wer im Maschinenbau als Einkäufer arbeitet – denn hier verdienen Einkäufer am meisten: 77.184 Euro beträgt hier das durchschnittliche Jahres-Bruttogehalt. Gleich danach rangieren die Berufskollegen in der Health Care-, Chemie- und Pharmabranche mit im Schnitt 72.169 Euro Jahresbrutto. Auch in der High Tech- und Elektrobranche kann man im Einkauf noch mit 68.420 Euro rechnen. Es folgen die Handels- und Konsumgüterbranche (65.174 Euro) und die Metallbranche (64.406 Euro). Das Schlusslicht bei den Durchschnittsgehältern bilden ausgerechnet die Einkäufer in einer der beliebtesten Branchen in Deutschland: 63.715 Euro verdienen die Kollegen in der Automobil- und Zulieferbranche.

Das ist das Ergebnis eines aktuellen Gehaltsreports von Kloepfel Consulting, an dem sich 500 Manager diverser Unternehmen beteiligt haben. Das beste daran: Im Gegensatz zu anderen Anbietern muss man für die vollständige Studie nichts bezahlen – es gibt sie im Netz kostenlos als PDF und Download.

(Geschlechts-)Unterschiede

Leider wird auch im Einkauf nicht ganz fair bezahlt – jedenfalls was die Geschlechter anbelangt. So verdienen Männer hier pro Jahr und im Schnitt 7942 Euro mehr als ihre Kolleginnen.

Gut jeder dritte Befragte besitzt neben einer abgeschlossenen Ausbildung auch ein absolviertes Studium. Diese Gruppe verdient mit 72.830 Euro auch entsprechend mehr. Wer nur eine Ausbildung abgeschlossen hat, erhält demnach durchschnittlich 61.249 Euro im Jahr – rund 10.906 Euro weniger als Akademiker.

Bemerkenswert: Die Art des Einkaufs wirkt sich nur gering auf das Jahresgehalt aus. Mehr als die Hälfte der Befragten betreibt technischen und kaufmännischen Einkauf. 38 Prozent üben nur kaufmännischen Einkauf aus, lediglich 6 Prozent betreiben ausschließlich technischen Einkauf.

Die Gehälter in diesen Disziplinen liegen dennoch nah beieinander:

  • So verdienen Einkaufsmanager, die technischen und kaufmännischen Einkauf betreiben, im Schnitt 68.835 Euro jährlich.
  • Die Befragten, die sich nur dem technischen Einkauf verschrieben haben, liegen mit 68.524 Euro nur knapp darunter.
  • Ebenso wie jene, die sich ausschließlich dem kaufmännischen Einkauf widmen: 68.439 Euro Jahresbrutto.

Gut jeder zweite Befragte übt sowohl operative, strategische als auch projektbezogene Aufgaben aus. Auf die Frage, ob die Teilnehmer nach Leistung oder Fixum bezahlt werden, gaben 65 Prozent an, ein festes Gehalt zu beziehen. Gut jeder Dritte wird zusätzlich nach Leistung bezahlt.


Berufserfahrung und Einkaufsvolumen geben den Ausschlag

In Sachen Gehalt spielen bei Einkäufern vor allem die Berufserfahrung und das Alter eine entscheidende Rolle: Manager mit einer Berufserfahrung von 25 bis 30 Jahren verdienen im Schnitt mit 90.013 Euro am meisten.

Nach Lebensalter gestaffelt, zählt die Gruppe der über 50-Jährigen zu den Top-Verdienern:

AltersgruppeJahresgehalt (Durchschnitt)
Über 5o Jahre85.463 Euro
41 bis 50 Jahre80.028 Euro
36 bis 40 Jahre68.793 Euro
26 bis 35 Jahre58.679 Euro
18 bis 25 Jahre33.671 Euro

Bei einem betreuten Einkaufsvolumen bis 40 Millionen Euro liegen die verschiedenen Gehälter indes noch relativ nah beieinander:

  • Einkäufer, die ein Einkaufsvolumen unter einer Million Euro verantworten, beziehen im Schnitt 67.503 Euro.
  • Bei einem betreuten Einkaufsvolumen von 5 bis 10 Millionen Euro sind es 68.263 Euro.

Erst bei einem Einkaufsvolumen von über 40 Millionen steigen die Jahresgehälter merklich, bei einem Volumen über 100 Millionen Euro verdienen die Einkäufer im Schnitt 72.162 Euro per anno.

flattr this!

MBA Checkliste: 50 Kriterien für die Studienwahl

Geschrieben am: 23-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

MBAMasterBachelorStudentenDer Master of Business Administration – kurz MBA – hat sich nach anfänglichem Widerstand deutscher Unternehmen und Bildungsträger auch in Deutschland als anerkannter Abschluss etabliert. Da die Frage nach dem Unterschied zum klassischen Masterabschluss immer wieder gestellt wird: Ein MBA-Studium hat das Ziel, Fachkräften mit Berufserfahrung vertiefendes Wissen und vor allem Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Management und Unternehmensführung zu vermitteln. Der mit der Bologna-Reform eingeführte Masterabschluss hat dagegen die Vertiefung des Fachwissens und den Ausbau der theoretischen Basis zum Ziel. Der MBA ist daher praxisorientierter angelegt und qualifiziert für Führungsaufgaben, bietet jedoch keine Grundlage für eine wissenschaftliche Laufbahn oder die Arbeit im konzeptionellen Bereich. Doch die wachsende Akzeptanz des MBA-Abschlusses zieht leider auch schwarze Schafe an und nicht hinter jedem MBA-Label steht auch ein echter MBA-Studiengang. Angehende Studenten sollten daher genau hinschauen.

Um angehenden MBA-Studenten die Entscheidung für oder gegen einen Studiengang zu erleichtern, haben wir heute eine Checkliste mit 50 Kriterien für Sie im Angebot. Dass diese Liste Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen kann, versteht sich dabei von selbst. Und natürlich ist keines der folgenden Kriterien als alleiniges Ausschlusskriterium geeignet. Die Bewertung und Priorisierung der verschiedenen Punkte ist immer von Ihrer individuellen Situation und Zielsetzung abhängig.
Bevor wir direkt zur Checkliste übergehen, noch eine abschließende Bitte: Auch wenn Sie den dringenden Wunsch verspüren, sich beruflich zu verändern und lieber heute als morgen mit dem MBA-Studium beginnen würden, sollten Sie sich für die Entscheidung Zeit nehmen. Immerhin werden Sie Jahre an Zeit und eine vermutlich nicht ganz niedrige fünfstellige Geldsumme in das Studium investieren. Auf eine Woche mehr oder weniger sollte es bei Ihrer Entscheidungsfindung daher nicht ankommen.

Checkliste: 50 Kriterien für MBA-Studiengänge

  1. Welches Zertifikat trägt der Studiengang?
  2. Welchen Ruf hat der Träger?
  3. Wie sehen die sonstigen Studiengänge des Trägers aus?
  4. Wie viele MBA-Studiengänge hat der Träger bereits durchgeführt?
  5. Ist die Bildungseinrichtung eigenständig oder an einen internationalen Bildungsträger angeschlossen?
  6. Finden Sie Erfahrungsberichte zu Träger und Studiengang?
  7. Wie fallen diese Erfahrungsberichte tendenziell aus?
  8. Welche Informationen stellt die Einrichtung auf ihrer Homepage zur Verfügung?
  9. Ist die klare Ausrichtung auf das MBA-Konzept ersichtlich?
  10. Unterscheidet sich der Studiengang von einem thematisch verwandten Master?
  11. Wie reagiert der Bildungsträger auf Ihre Kontaktaufnahme?
  12. Können Mitarbeiter des Trägers – bei einem Tag der offenen Tür, telefonisch oder schriftlich – die Unterschiede zwischen einem Master und dem MBA erläutern?
  13. Wie sieht die Reaktion auf (kritische) Nachfragen aus?
  14. Ist der Stoffplan einsehbar?
  15. Finden sich in den Modulen umfangreiche Management-Elemente wieder?
  16. Sind die ersichtlichen Lehr- und Lernmittel klar und überzeugend strukturiert?
  17. Wie selbstbestimmt oder vorgegeben sind Lerngeschwindigkeit und Rhythmus?
  18. Welche Rolle spielen E-Learning-Elemente im Studiengang?
  19. Sind die Dozenten während des Studiums erreich- und ansprechbar?
  20. Ist die zeitliche Struktur des Studienganges mit Ihren Arbeitszeiten vereinbar?
  21. Verfügen die Dozenten selbst über praktische Management-Erfahrung?
  22. Wie viele Führungskräfte kommen im Studiengang zu Wort?
  23. Wie hoch ist der Praxisbezug im Lehr- und Modulplan?
  24. Mit welchen Unternehmen kooperiert der Bildungsträger?
  25. Gibt es Demo-Vorlesungsmaterial?
  26. Finden sich darin umfangreiche Praxisbeispiele?
  27. Wirbt der Bildungsträger mit – unrealistischen – Erfolgs- und Geld-zurück-Garantien?
  28. Können Sie Absolventen des Studienganges ausfindig machen?
  29. Wie klingen deren Erfahrungsberichte?
  30. Kennt Ihr Arbeitgeber den Bildungsträger?
  31. Wie steht Ihr Arbeitgeber grundsätzlich zu Ihrem geplanten MBA-Studium?
  32. Stellt er Anforderungen an einen Abschluss, damit dieser beispielsweise für eine Beförderung qualifiziert?
  33. Sind Sie sicher, dass ein MBA der richtige Studiengang und Abschluss für Sie ist?
  34. Ist Ihr Ziel eine Führungsposition?
  35. Welche Voraussetzungen müssen Sie für den MBA-Studiengang bei verschiedenen Trägern erfüllen?
  36. Echte MBA-Studiengänge setzen mehrere Jahre Berufserfahrung voraus. Ist das auch bei Ihren Optionen der Fall?
  37. Wissen Sie, ob und wie der Abschluss Ihres favorisierten Bildungsträgers von Unternehmen anerkannt wird?
  38. Kooperiert möglicherweise einer Ihrer Wunscharbeitgeber mit einem MBA-Anbieter?
  39. Wollen Sie sich mit dem MBA in Ihrem aktuellen Unternehmen weiterentwickeln oder sich einen neuen Job suchen?
  40. Fühlen Sie sich persönlich – unabhängig von fachlichen Qualifikationen – einer Führungsaufgabe gewachsen?
  41. Warum genau streben Sie einen MBA-Studiengang an?
  42. Ist die Finanzierung Ihres Studienganges gesichert?
  43. Beteiligt sich Ihr Arbeitgeber daran?
  44. Sind Ihnen die damit verbundenen Forderungen und Konsequenzen klar?
  45. Haben Sie einen – zumindest groben – Karriereplan, in dem Ihr MBA-Studium eine Rolle spielt?
  46. Welche Vorteile könnte Ihnen ein klassisches Master-Studium gegenüber dem MBA bieten?
  47. Haben Sie eine Vorstellung von der Stelle, die Sie mit dem MBA anstreben?
  48. Was ist Ihre Hauptmotivation für das MBA-Studium?
  49. Haben Sie die Unterstützung Ihres Umfelds für das Studium?
  50. Sind Sie bereit, sich in anderen Lebensbereichen zu Gunsten des Studiums einzuschränken?

flattr this!

Twitter-Liste: 140 Tipps und Tricks fürs Microblogging

Geschrieben am: 23-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

TwitterTwitter hat sich – allen Unkenrufen zum Trotz – zu einem der Urgesteine unter den sozialen Netzwerken entwickelt. Beim Start im Jahr 2006 hagelte es Kritik: 140 Zeichen seien viel zu wenig, niemand könne dieses Medium sinnvoll nutzen und überhaupt brauche niemand einen solchen Dienst. Durch kontinuierliche Entwicklung hat sich Twitter jedoch seinen Platz gesichert und auch wenn die jüngsten Veränderungen vor allem Power-User und Technik affine Twitter-Nutzer abschrecken, wachsen die Nutzerzahlen weiter an. Viele Unternehmen haben daher verstanden, dass sich ein aktiv gepflegter Twitter-Account für sie lohnen kann. Um Einsteigern den Start zu erleichtern und erfahrenen Nutzern denen einen oder anderen Kniff mitzugeben, haben wir 140 Tipps und Tricks rund um Twitter zusammengestellt.

Die schiere Masse an Tipps macht es bereits deutlich: Nicht alle Vorschläge werden zu Ihrer individuellen Situation und Zielsetzung passen. Manche Tipps und Vorschläge widersprechen sich möglicherweise sogar. Diese Widersprüche sind jedoch gewollt, denn verschiedene Strategien können unterschiedliche Vorgehens- und Verhaltensweisen notwendig machen. Es liegt daher ganz bei Ihnen, welche Tipps Sie für sich nutzen und umsetzen.

    Vorbereitung

  1. Ist Ihre Zielgruppe auf Twitter vertreten?
  2. Warum wollen Sie Twitter nutzen?
  3. Wie wird Twitter mit Ihren sonstigen Social Media Kanälen verknüpft?
  4. Wer wird das Netzwerk betreuen?
  5. Was erwarten Sie von Ihrem Twitter-Engagement?
  6. Analysieren Sie im Vorfeld, für welche Themen sich Ihre Zielgruppe auf Twitter interessiert?
  7. Entscheiden Sie sich für passende mobile und Desktop-Clients.
  8. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Twitter.
  9. Prüfen Sie, ob sponsored Tweets bei Ihrer Strategie eine Rolle spielen können.
  10. Suchen Sie andere Unternehmen Ihrer Branche, die bereits erfolgreich auf Twitter aktiv sind.
  11. Studieren Sie bekannte Fehler und Worst Case Beispiele.
  12. Twitter sollte in den Redaktionsplan eingebunden werden.
  13. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, in 140 Zeichen sinnvolle und inhaltlich korrekte Aussagen unterzubringen.
  14. Machen Sie sich mit den Twitter-Richtlinien und Regeln vertraut.
  15. Prüfen Sie auch die Nutzung von Vine.
  16. Zerlegen Sie größere Themen bereits bei der Planung in Tweet kompatible Teile.
  17. Erstellen Sie eine Checkliste der Informationen, die Sie auf Ihrem Twitter-Profil darstellen wollen.
  18. Das Impressum sollte auf jeden Fall dort verlinkt werden.
  19. Machen Sie sich bitte auch über das Design Ihrer Profilseite Gedanken.
  20. Passen Sie dieses – natürlich – der Corporate Identitiy Ihres Unternehmens an.
  21. Stellen Sie auch für Twitter klare Kommunikationsregeln auf.
  22. Überlegen Sie, ob Sie die Mitarbeiter hinter der Kanal vorstellen wollen.
  23. Falls ja, prüfen Sie, wie das geschehen kann.
  24. Bereiten Sie erste Antworten auf kritische Themen vor.
  25. Passen Sie Ihre Krisenkommunikationspläne auf Twitter an.
  26. Koordinieren Sie Twitter mit allen anderen sozialen Netzwerken und dem Corporate Blog.
  27. Prüfen Sie, wie viel Automatisierung Sie auf Twitter haben wollen und sinnvollerweise können.
  28. Lassen Sie sich auch von Unternehmen anderer Branchen inspirieren.
  29. Geben Sie den Start bei Twitter rechtzeitig intern bekannt.
  30. Weisen Sie auch in anderen Kanälen auf den Start hin.
  31. Einstieg

  32. Sichern Sie sich einen passenden Account-Namen.
  33. Gestalten Sie Ihr Twitter-Profil.
  34. Verlinken Sie das Impressum auf jeden Fall auf dem Profil.
  35. Achten Sie darauf, dass im verlinkten Impressum ausdrücklich die Gültigkeit für den Twitter-Kanal genannt wird.
  36. Verlinken Sie auch andere soziale Netzwerke und ein möglicherweise vorhandenes Blog.
  37. Linken Sie von anderen Netzwerken aus auf Ihren Twitter-Kanal.
  38. Nutzen Sie zu Beginn die Empfehlungen von Twitter, um erste Follower zu finden.
  39. Suchen Sie dann auch gezielt nach Unternehmen, Seiten und Fans, die Sie aus anderen Netzwerken kennen.
  40. Auch die Suche nach Hashtags kann Ihnen beim Finden erster Accounts helfen.
  41. Folgen Sie erst dann anderen Accounts, wenn Sie bereits erste Tweets abgesetzt haben.
  42. Nutzen Sie Listen anderer Twitter-Accounts, um interessante Twitter-Nutzer zu finden.
  43. Es spricht nichts dagegen, auch Konkurrenz-Unternehmen zu folgen.
  44. Re-Tweeten Sie auch die Beiträge anderer Accounts.
  45. Legen Sie für sich klar inhaltliche und thematische Schwerpunkte fest.
  46. Arbeiten Sie von Anfang an mit gespeicherten Suchen.
  47. Verlinken Sie auf Ihrem Twitter-Profil auch Ihre Kommentarrichtlinien oder die Netiquette.
  48. Setzen Sie diese Regeln von Beginn an durch.
  49. Nutzen Sie Hashtags mit Bedacht.
  50. Teilen Sie natürlich auch Ihre eigenen Blogbeiträge auf Twitter.
  51. Achten Sie unbedingt darauf, auch Inhalten anderer Seiten zu teilen.
  52. Antworten Sie auf Fragen anderer Twitter-Accounts.
  53. Schreiben Sie andere Nutzer nur dann per @-reply an, wenn Sie konkrete Fragen oder Informationen mit Mehrwert für sie haben.
  54. Werbung via Direktnachricht ist auf Twitter tabu.
  55. Man kann es nicht oft genug sagen: Ändern Sie regelmäßig Ihr Passwort. Gerade Twitter-Accounts werden immer wieder gehackt.
  56. Lassen Sie sich Zeit. Reichweite entsteht nur durch kontinuierliche Kommunikation.
  57. Folgen Sie eventuell auch Accounts, die nichts mit Ihrem Thema zu tun haben, dafür allerdings Tipps zur Twitter-Nutzung geben.
  58. Achten Sie darauf, nicht zu viele Überschneidungen zwischen den verschiedenen sozialen Netzwerken zu haben.
  59. Verfolgen Sie Konversationen zwischen anderen Twitter-Nutzern, um ein Gefühl für das Netzwerk zu bekommen.
  60. Entfolgen Sie Accounts, die sich als Enttäuschung erweisen.
  61. Suchen Sie regelmäßig nach für Sie relevanten Hashtags.
  62. Reputationsaufbau

  63. Re-Tweeten Sie gezielt die Beiträge Reichweiten starker Accounts.
  64. Beteiligen Sie sich an thematisch passenden Diskussionen.
  65. Stellen Sie Fragen, entweder gezielt an bestimmte Accounts oder an Ihre gesamte Follower-Schar.
  66. Für letztere Frage-Form kann der Hashtag #followerpower sinnvoll sein.
  67. Beteiligen Sie sich am Follower-Friday (#ff).
  68. Bedanken Sie sich für Tipps und Unterstützung.
  69. Verfassen Sie Blogbeiträge als Antwort für Diskussionen und teilen Sie diese gezielt auf Twitter.
  70. Nutzen Sie die Listen anderer Accounts, um weitere Folgeempfehlungen zu finden.
  71. Legen Sie selbst Listen an und nehmen Sie thematisch interessante Accounts auf.
  72. Achten Sie dabei bitte auch darauf, dass die Nutzer eine gewisse Reichweite aufweisen.
  73. Folgen Sie auch Bloggern und Unternehmen, die Sie bereits aus anderen Kontexten kennen.
  74. Erwähnen Sie bekannte Twitterer gezielt in Ihren Artikeln und Tweets.
  75. Nutzen Sie Vine, um durch ansprechende Videos auf sich aufmerksam zu machen.
  76. Auch der gezielte Einsatz von Bildern kann sinnvoll sein.
  77. Setzen Sie Hashtags gezielt ein.
  78. Kreieren Sie – beispielsweise für Events – eigene Hashtags, die Sie sowohl auf Twitter als auch auf Google+ verwenden.
  79. Nutzen Sie die offiziellen Hashtags von Events, bei denen Sie anwesend sind.
  80. Fokussieren Sie sich klar auf Ihre Themen.
  81. Vertreten Sie klare Positionen.
  82. Scheuen Sie sich nicht vor kontroversen Diskussionen.
  83. Automatisierung

  84. Prüfen Sie, ob und wie Automatisierung zu Ihrer Kommunikation passt.
  85. Tools wie beispielsweise Hootsuite ermöglichen Ihnen die Planung von Tweets.
  86. Das automatisierte Absetzen von Tweets kann Ihnen bei der Planung helfen, Arbeit spart es Ihnen nicht unbedingt.
  87. Dokumentieren Sie genau, wann Tweets automatisch online gehen.
  88. Behalten Sie zu diesen Zeiten Ihren Twitterstream im Blick.
  89. Auch Antworten auf geplante Tweets müssen moderiert und Fragen beantwortet werden.
  90. Denken Sie daran, dass nicht alle Twitter-Nutzer von Automatisierung begeistert sind.
  91. Das Crossposten von Inhalten sollten Sie mit Bedacht und nur selten einsetzen.
  92. Passen Sie auch automatisierte Tweets an die Eigenheiten des Microblogging-Dienstes an.
  93. Beschränken Sie die Zahl automatisierter Tweets auf ein Minimum.
  94. Monitoring

  95. Nutzen Sie gespeicherte Suchen und rufen Sie diese regelmäßig ab.
  96. Listen können Ihnen dabei helfen, auch in stressigen Phasen die wichtigsten Accounts im Blick zu behalten.
  97. Tools wie beispielsweise SocialBro helfen Ihnen durch umfangreiche Analysen dabei, Veränderungen in Ihrer Twitter-Community im Blick zu behalten.
  98. Werfen Sie immer wieder einen Blick in die Trends und angesagten Themen auf Twitter.
  99. Prüfen Sie regelmäßig , wer Ihnen nicht mehr folgt.
  100. Achten Sie auf mobile Applikationen, die Ihnen aktuelle Änderungen per Push-Benachrichtigung mitteilen können.
  101. Richten Sie Workflows und Routinen ein, mit denen Sie regelmäßig alle wichtigen Parameter abfragen.
  102. Nehmen Sie sich jedoch Zeit für eine Review.
  103. Vergleichen Sie die aktuelle Entwicklung mit Ihrer Planung.
  104. Suchen Sie nach Mustern in der Veränderung Ihrer Community.
  105. Prüfen Sie regelmäßig, ob Sie alle @-replys mit Fragen beantwortet haben.
  106. Suchen Sie regelmäßig auf Twitter nach Ihrem Namen oder Ihrer Marke.
  107. Nutzen Sie dafür auch unterschiedliche Schreibweisen.
  108. Schreiben Sie den Namen dabei auch bewusst falsch.
  109. Suchen Sie auch auf den hinteren Seiten der Google-Suche nach Tweets.
  110. Überprüfen Sie regelmäßig die Twitter-Streams anderer Unternehmen aus der gleichen Branche.
  111. Folgen Sie auch den Fachmagazinen und Seiten Ihrer Branche auf Twitter.
  112. Nutzen Sie dezidierte Social Media Monitoring Dienste wie beispielsweise Socialmention.
  113. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter darum, Erwähnungen des Unternehmens auf Twitter an die Social Media Abteilung weiterzuleiten.
  114. Suchen Sie nach passenden Hashtags in verschiedenen Variationen.
  115. Fehler

  116. Automatische Direktnachrichten an neue Follower.
  117. Massenhafte @-replys oder Direktnachrichten.
  118. Nichtssagende Beiträge und sinnlose Antworten.
  119. Sie teilen nur eigene Beiträge.
  120. Sie bedanken Sie sich nicht für Antworten oder Tipps.
  121. Unhöfliche und emotionale Antworten und Reaktionen.
  122. Das Verbreiten von Werbung via Twitter außerhalb der sponsored Tweets.
  123. Tweets anderer Nutzer kopieren ohne die Quelle zu nennen.
  124. Einseitige Kommunikation ohne auf Fragen zu antworten.
  125. Den Twitter-kanal komplett automatisieren.
  126. Bilder anderer Nutzer neu hochladen und als eigene ausgeben.
  127. Bilder von Personen ohne deren Einverständnis veröffentlichen.
  128. Den Standort bei Tweets ungewollt mitschicken.
  129. Tweets kommentarlos löschen.
  130. Fehler abstreiten und dann entsprechende Tweets löschen.
  131. Fehlendes Fingerspitzengefühl bei der Kommunikation.
  132. Einlassen auf heikle Themen wie Politik, Religion oder ähnliches.
  133. Impulsive, nicht durchdachte Reaktionen.
  134. Auf Twitter einen völlig anderen Kommunikationsstil als in anderen Netzwerken pflegen.
  135. Kritik im Keim ersticken.
  136. Verbesserungsvorschläge direkt abwürgen.
  137. Kundenanfragen nicht oder erst Tage später beantworten.
  138. Direktnachrichten versehentlich als @-reply verschicken.
  139. Fehler nicht korrigieren sondern verteidigen.
  140. Andere Twitter-Accounts ohne @-reply erwähnen.
  141. Sich in laufende Diskussionen einmischen, ohne die Umstände zu kennen.
  142. Eigene Standpunkte leicht und ständig ändern.
  143. Widersprüchliche Aussagen zum gleichen Thema veröffentlichen.
  144. Die gleiche Frage verschiedenen Nutzern unterschiedlich beantworten.
  145. Twitter nebenher laufen lassen.

Das sollten Sie jetzt auch noch lesen:

flattr this!

Twitter-Liste: 140 Tipps und Tricks fürs Microblogging

Geschrieben am: 23-05-2013  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

TwitterTwitter hat sich – allen Unkenrufen zum Trotz – zu einem der Urgesteine unter den sozialen Netzwerken entwickelt. Beim Start im Jahr 2006 hagelte es Kritik: 140 Zeichen seien viel zu wenig, niemand könne dieses Medium sinnvoll nutzen und überhaupt brauche niemand einen solchen Dienst. Durch kontinuierliche Entwicklung hat sich Twitter jedoch seinen Platz gesichert und auch wenn die jüngsten Veränderungen vor allem Power-User und Technik affine Twitter-Nutzer abschrecken, wachsen die Nutzerzahlen weiter an. Viele Unternehmen haben daher verstanden, dass sich ein aktiv gepflegter Twitter-Account für sie lohnen kann. Um Einsteigern den Start zu erleichtern und erfahrenen Nutzern denen einen oder anderen Kniff mitzugeben, haben wir 140 Tipps und Tricks rund um Twitter zusammengestellt.

Die schiere Masse an Tipps macht es bereits deutlich: Nicht alle Vorschläge werden zu Ihrer individuellen Situation und Zielsetzung passen. Manche Tipps und Vorschläge widersprechen sich möglicherweise sogar. Diese Widersprüche sind jedoch gewollt, denn verschiedene Strategien können unterschiedliche Vorgehens- und Verhaltensweisen notwendig machen. Es liegt daher ganz bei Ihnen, welche Tipps Sie für sich nutzen und umsetzen.

    Vorbereitung

  1. Ist Ihre Zielgruppe auf Twitter vertreten?
  2. Warum wollen Sie Twitter nutzen?
  3. Wie wird Twitter mit Ihren sonstigen Social Media Kanälen verknüpft?
  4. Wer wird das Netzwerk betreuen?
  5. Was erwarten Sie von Ihrem Twitter-Engagement?
  6. Analysieren Sie im Vorfeld, für welche Themen sich Ihre Zielgruppe auf Twitter interessiert?
  7. Entscheiden Sie sich für passende mobile und Desktop-Clients.
  8. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Twitter.
  9. Prüfen Sie, ob sponsored Tweets bei Ihrer Strategie eine Rolle spielen können.
  10. Suchen Sie andere Unternehmen Ihrer Branche, die bereits erfolgreich auf Twitter aktiv sind.
  11. Studieren Sie bekannte Fehler und Worst Case Beispiele.
  12. Twitter sollte in den Redaktionsplan eingebunden werden.
  13. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, in 140 Zeichen sinnvolle und inhaltlich korrekte Aussagen unterzubringen.
  14. Machen Sie sich mit den Twitter-Richtlinien und Regeln vertraut.
  15. Prüfen Sie auch die Nutzung von Vine.
  16. Zerlegen Sie größere Themen bereits bei der Planung in Tweet kompatible Teile.
  17. Erstellen Sie eine Checkliste der Informationen, die Sie auf Ihrem Twitter-Profil darstellen wollen.
  18. Das Impressum sollte auf jeden Fall dort verlinkt werden.
  19. Machen Sie sich bitte auch über das Design Ihrer Profilseite Gedanken.
  20. Passen Sie dieses – natürlich – der Corporate Identitiy Ihres Unternehmens an.
  21. Stellen Sie auch für Twitter klare Kommunikationsregeln auf.
  22. Überlegen Sie, ob Sie die Mitarbeiter hinter der Kanal vorstellen wollen.
  23. Falls ja, prüfen Sie, wie das geschehen kann.
  24. Bereiten Sie erste Antworten auf kritische Themen vor.
  25. Passen Sie Ihre Krisenkommunikationspläne auf Twitter an.
  26. Koordinieren Sie Twitter mit allen anderen sozialen Netzwerken und dem Corporate Blog.
  27. Prüfen Sie, wie viel Automatisierung Sie auf Twitter haben wollen und sinnvollerweise können.
  28. Lassen Sie sich auch von Unternehmen anderer Branchen inspirieren.
  29. Geben Sie den Start bei Twitter rechtzeitig intern bekannt.
  30. Weisen Sie auch in anderen Kanälen auf den Start hin.
  31. Einstieg

  32. Sichern Sie sich einen passenden Account-Namen.
  33. Gestalten Sie Ihr Twitter-Profil.
  34. Verlinken Sie das Impressum auf jeden Fall auf dem Profil.
  35. Achten Sie darauf, dass im verlinkten Impressum ausdrücklich die Gültigkeit für den Twitter-Kanal genannt wird.
  36. Verlinken Sie auch andere soziale Netzwerke und ein möglicherweise vorhandenes Blog.
  37. Linken Sie von anderen Netzwerken aus auf Ihren Twitter-Kanal.
  38. Nutzen Sie zu Beginn die Empfehlungen von Twitter, um erste Follower zu finden.
  39. Suchen Sie dann auch gezielt nach Unternehmen, Seiten und Fans, die Sie aus anderen Netzwerken kennen.
  40. Auch die Suche nach Hashtags kann Ihnen beim Finden erster Accounts helfen.
  41. Folgen Sie erst dann anderen Accounts, wenn Sie bereits erste Tweets abgesetzt haben.
  42. Nutzen Sie Listen anderer Twitter-Accounts, um interessante Twitter-Nutzer zu finden.
  43. Es spricht nichts dagegen, auch Konkurrenz-Unternehmen zu folgen.
  44. Re-Tweeten Sie auch die Beiträge anderer Accounts.
  45. Legen Sie für sich klar inhaltliche und thematische Schwerpunkte fest.
  46. Arbeiten Sie von Anfang an mit gespeicherten Suchen.
  47. Verlinken Sie auf Ihrem Twitter-Profil auch Ihre Kommentarrichtlinien oder die Netiquette.
  48. Setzen Sie diese Regeln von Beginn an durch.
  49. Nutzen Sie Hashtags mit Bedacht.
  50. Teilen Sie natürlich auch Ihre eigenen Blogbeiträge auf Twitter.
  51. Achten Sie unbedingt darauf, auch Inhalten anderer Seiten zu teilen.
  52. Antworten Sie auf Fragen anderer Twitter-Accounts.
  53. Schreiben Sie andere Nutzer nur dann per @-reply an, wenn Sie konkrete Fragen oder Informationen mit Mehrwert für sie haben.
  54. Werbung via Direktnachricht ist auf Twitter tabu.
  55. Man kann es nicht oft genug sagen: Ändern Sie regelmäßig Ihr Passwort. Gerade Twitter-Accounts werden immer wieder gehackt.
  56. Lassen Sie sich Zeit. Reichweite entsteht nur durch kontinuierliche Kommunikation.
  57. Folgen Sie eventuell auch Accounts, die nichts mit Ihrem Thema zu tun haben, dafür allerdings Tipps zur Twitter-Nutzung geben.
  58. Achten Sie darauf, nicht zu viele Überschneidungen zwischen den verschiedenen sozialen Netzwerken zu haben.
  59. Verfolgen Sie Konversationen zwischen anderen Twitter-Nutzern, um ein Gefühl für das Netzwerk zu bekommen.
  60. Entfolgen Sie Accounts, die sich als Enttäuschung erweisen.
  61. Suchen Sie regelmäßig nach für Sie relevanten Hashtags.
  62. Reputationsaufbau

  63. Re-Tweeten Sie gezielt die Beiträge Reichweiten starker Accounts.
  64. Beteiligen Sie sich an thematisch passenden Diskussionen.
  65. Stellen Sie Fragen, entweder gezielt an bestimmte Accounts oder an Ihre gesamte Follower-Schar.
  66. Für letztere Frage-Form kann der Hashtag #followerpower sinnvoll sein.
  67. Beteiligen Sie sich am Follower-Friday (#ff).
  68. Bedanken Sie sich für Tipps und Unterstützung.
  69. Verfassen Sie Blogbeiträge als Antwort für Diskussionen und teilen Sie diese gezielt auf Twitter.
  70. Nutzen Sie die Listen anderer Accounts, um weitere Folgeempfehlungen zu finden.
  71. Legen Sie selbst Listen an und nehmen Sie thematisch interessante Accounts auf.
  72. Achten Sie dabei bitte auch darauf, dass die Nutzer eine gewisse Reichweite aufweisen.
  73. Folgen Sie auch Bloggern und Unternehmen, die Sie bereits aus anderen Kontexten kennen.
  74. Erwähnen Sie bekannte Twitterer gezielt in Ihren Artikeln und Tweets.
  75. Nutzen Sie Vine, um durch ansprechende Videos auf sich aufmerksam zu machen.
  76. Auch der gezielte Einsatz von Bildern kann sinnvoll sein.
  77. Setzen Sie Hashtags gezielt ein.
  78. Kreieren Sie – beispielsweise für Events – eigene Hashtags, die Sie sowohl auf Twitter als auch auf Google+ verwenden.
  79. Nutzen Sie die offiziellen Hashtags von Events, bei denen Sie anwesend sind.
  80. Fokussieren Sie sich klar auf Ihre Themen.
  81. Vertreten Sie klare Positionen.
  82. Scheuen Sie sich nicht vor kontroversen Diskussionen.
  83. Automatisierung

  84. Prüfen Sie, ob und wie Automatisierung zu Ihrer Kommunikation passt.
  85. Tools wie beispielsweise Hootsuite ermöglichen Ihnen die Planung von Tweets.
  86. Das automatisierte Absetzen von Tweets kann Ihnen bei der Planung helfen, Arbeit spart es Ihnen nicht unbedingt.
  87. Dokumentieren Sie genau, wann Tweets automatisch online gehen.
  88. Behalten Sie zu diesen Zeiten Ihren Twitterstream im Blick.
  89. Auch Antworten auf geplante Tweets müssen moderiert und Fragen beantwortet werden.
  90. Denken Sie daran, dass nicht alle Twitter-Nutzer von Automatisierung begeistert sind.
  91. Das Crossposten von Inhalten sollten Sie mit Bedacht und nur selten einsetzen.
  92. Passen Sie auch automatisierte Tweets an die Eigenheiten des Microblogging-Dienstes an.
  93. Beschränken Sie die Zahl automatisierter Tweets auf ein Minimum.
  94. Monitoring

  95. Nutzen Sie gespeicherte Suchen und rufen Sie diese regelmäßig ab.
  96. Listen können Ihnen dabei helfen, auch in stressigen Phasen die wichtigsten Accounts im Blick zu behalten.
  97. Tools wie beispielsweise SocialBro helfen Ihnen durch umfangreiche Analysen dabei, Veränderungen in Ihrer Twitter-Community im Blick zu behalten.
  98. Werfen Sie immer wieder einen Blick in die Trends und angesagten Themen auf Twitter.
  99. Prüfen Sie regelmäßig , wer Ihnen nicht mehr folgt.
  100. Achten Sie auf mobile Applikationen, die Ihnen aktuelle Änderungen per Push-Benachrichtigung mitteilen können.
  101. Richten Sie Workflows und Routinen ein, mit denen Sie regelmäßig alle wichtigen Parameter abfragen.
  102. Nehmen Sie sich jedoch Zeit für eine Review.
  103. Vergleichen Sie die aktuelle Entwicklung mit Ihrer Planung.
  104. Suchen Sie nach Mustern in der Veränderung Ihrer Community.
  105. Prüfen Sie regelmäßig, ob Sie alle @-replys mit Fragen beantwortet haben.
  106. Suchen Sie regelmäßig auf Twitter nach Ihrem Namen oder Ihrer Marke.
  107. Nutzen Sie dafür auch unterschiedliche Schreibweisen.
  108. Schreiben Sie den Namen dabei auch bewusst falsch.
  109. Suchen Sie auch auf den hinteren Seiten der Google-Suche nach Tweets.
  110. Überprüfen Sie regelmäßig die Twitter-Streams anderer Unternehmen aus der gleichen Branche.
  111. Folgen Sie auch den Fachmagazinen und Seiten Ihrer Branche auf Twitter.
  112. Nutzen Sie dezidierte Social Media Monitoring Dienste wie beispielsweise Socialmention.
  113. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter darum, Erwähnungen des Unternehmens auf Twitter an die Social Media Abteilung weiterzuleiten.
  114. Suchen Sie nach passenden Hashtags in verschiedenen Variationen.
  115. Fehler

  116. Automatische Direktnachrichten an neue Follower.
  117. Massenhafte @-replys oder Direktnachrichten.
  118. Nichtssagende Beiträge und sinnlose Antworten.
  119. Sie teilen nur eigene Beiträge.
  120. Sie bedanken Sie sich nicht für Antworten oder Tipps.
  121. Unhöfliche und emotionale Antworten und Reaktionen.
  122. Das Verbreiten von Werbung via Twitter außerhalb der sponsored Tweets.
  123. Tweets anderer Nutzer kopieren ohne die Quelle zu nennen.
  124. Einseitige Kommunikation ohne auf Fragen zu antworten.
  125. Den Twitter-kanal komplett automatisieren.
  126. Bilder anderer Nutzer neu hochladen und als eigene ausgeben.
  127. Bilder von Personen ohne deren Einverständnis veröffentlichen.
  128. Den Standort bei Tweets ungewollt mitschicken.
  129. Tweets kommentarlos löschen.
  130. Fehler abstreiten und dann entsprechende Tweets löschen.
  131. Fehlendes Fingerspitzengefühl bei der Kommunikation.
  132. Einlassen auf heikle Themen wie Politik, Religion oder ähnliches.
  133. Impulsive, nicht durchdachte Reaktionen.
  134. Auf Twitter einen völlig anderen Kommunikationsstil als in anderen Netzwerken pflegen.
  135. Kritik im Keim ersticken.
  136. Verbesserungsvorschläge direkt abwürgen.
  137. Kundenanfragen nicht oder erst Tage später beantworten.
  138. Direktnachrichten versehentlich als @-reply verschicken.
  139. Fehler nicht korrigieren sondern verteidigen.
  140. Andere Twitter-Accounts ohne @-reply erwähnen.
  141. Sich in laufende Diskussionen einmischen, ohne die Umstände zu kennen.
  142. Eigene Standpunkte leicht und ständig ändern.
  143. Widersprüchliche Aussagen zum gleichen Thema veröffentlichen.
  144. Die gleiche Frage verschiedenen Nutzern unterschiedlich beantworten.
  145. Twitter nebenher laufen lassen.

Das sollten Sie jetzt auch noch lesen:

flattr this!