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Intelligenztest: Lässt sich am Gesicht Intelligenz ablesen?

Geschrieben am: 24-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

ollyy/shutterstock.comIntelligenz lässt sich schwer greifen. Sind Sie schon intelligent, weil Sie über eine gute räumliche Vorstellungskraft verfügen oder weil Sie eine schnelle Auffassungsgabe haben? Oder sind Sie intelligent, weil Sie sich besonders gut in andere Menschen hinein versetzen können? Selbst die Wissenschaft weiß hierauf keine einheitliche und akzeptierte Antwort. Dennoch haben drei tschechische Wissenschaftler von der Karls-Universität in Prag kürzlich untersucht, ob man den Menschen womöglich schon ansehen kann, wie schlau sie sind – mit verblüffendem Ergebnis…

Was ist eigentlich Intelligenz?

Schon seit Jahrhunderten widmen sich Forscher der Frage: Was ist eigentlich Intelligenz? Wie schon gesagt: Eine einheitliche Antwort dazu gibt es bis heute nicht.

Intelligenz wird gemeinhin als Fähigkeit verstanden, sich in neuen Situationen durch das schnelle Erfassen und Kombinieren von Beziehungen zurechtzufinden. Intelligenten Menschen wird nachgesagt, sie hätten eine hohe Auffassungsgabe oder einen Hang zum logischen Denken.

Ebenso wird davon ausgegangen, dass sich die Intelligenz eines Menschen in Teilen anhand des Intelligenzquotienten (IQ) messen lässt. Dieser drückt das intellektuelle Leistungsvermögen eines Menschen aus, beispielsweise die Fähigkeit komplexe Aufgaben zu lösen.

Die meisten Menschen haben einen IQ im Bereich von 85 bis 115 Punkten. Ab einem IQ-Wert von 130 Punkten gilt man in Deutschland als hochbegabt.

Der Psychologe Charles Spearman nahm verschiedene Intelligenztests als Ausgangspunkt seines Intelligenzbegriffes und verglich sie miteinander. Er fand heraus, dass zwischen fast allen Abschnitten solcher Test, eine positive Wechselbeziehung besteht. Heißt: Eine Person, die beispielsweise gut im Bereich für logisches Denken abschneidet, dies auch im Bereich für räumliche Vorstellungskraft tut. Spearman kam daher zu dem Schluss, dass es einen bereichsübergreifenden Faktor, er nannte diesen Generalfaktor-g, geben müsse. Dieser beschreibt, wie schlau jemand ist. Doch seine These ist umstritten.

Andere Forscher gehen davon aus, dass es eine ganze Palette unterschiedlicher Intelligenzen gibt.

  • Der Psychologe Howard Gardner spricht von der Multiplen Intelligenz. Ihm zufolge gibt es beispielsweise eine Bewegungsintelligenz, wie Tänzer sie mitbringen oder eine musikalische Intelligenz, wie Musiker sie haben.
  • Der Psychologe Daniel Goleman prägte den Begriff der Emotionalen Intelligenz. Sie umfasst unter anderem das Erfassen und Verstehen eigener und fremder Gefühle sowie die Fähigkeit, mit diesen Gefühlen umzugehen und darauf angemessen zu reagieren. Sie ist ein Gegenentwurf zur klassischen Intelligenzforschung.

Fazit: Es gibt unterschiedliche Definitionen von Intelligenz.

Gleichzeitig bleibt die Frage im Raum: Woran erkennt man einen intelligenten Menschen? Unabhängig von komplizierten Tests gingen die Wissenschaftler Karel Kleisner, Veronika Chvátalová und Jaroslav Flegr der These nach, dass sich hierzu Hinweise bereits im Gesicht einer Person spiegeln.

Lässt sich Intelligenz im Gesicht ablesen?

http://www.plosone.orgDas menschliche Gesicht besteht aus einer komplexen Struktur von Merkmalen. Es erfüllt zugleich wichtige Signalfunktionen. Das Gesicht gibt Aufschluss über Alter und Gesundheit sowie darüber, wie man sich fühlt. Auch wie sympathisch Ihnen eine Person ist, machen Sie unterbewusst an seinem Gesicht fest.

Warum also sollte es nicht möglich sein, auch abzulesen, wie intelligent ein Mensch ist?

Die Studie

Die tschechischen Wissenschaftler Karel Kleisner, Veronika Chvátalová und Jaroslav Flegr führten ein Experiment durch, bei dem sie anhand von jeweils 40 Fotos männlicher und weiblicher Gesichter, die Verbindung zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Intelligenz untersuchten.

Auf den Bildern sind 80 Biologiestudenten abgebildet, die vorher klassische Intelligenztests durchliefen, um sie zunächst danach einzustufen. Die Bilder selbst wurden nun von 160 Studenten aus den Geisteswissenschaften beurteilt. Die Personen auf den Fotos haben einen natürlichen Gesichtsausdruck und ihre Gesichter sind ungeschminkt und ungeschönt, um Störfaktoren auszuschließen.

Ziel der Untersuchung:

In erster Linie ging es darum, eine Forschungslücke zu schließen. Es gibt zwar Studien darüber, welchen Einfluss visuelle Reize auf die wahrgenommene Intelligenz einer Person haben, doch keine, ob die Gesichtszüge selbst schon den Intelligenzgrad vermitteln. Zudem wollten die Forscher herausfinden, welche Gesichtszüge mit Intelligenz in Verbindung gebracht werden.

Ergebnisse:

  • Männer: Beide Geschlechter konnten zuverlässig die tatsächliche Intelligenz von Männern anhand der Gesichtszüge ablesen. Damit besteht bei Männern eine starke Korrelation zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Intelligenz. Man kann Männern also mit verblüffend hoher Wahrscheinlichkeit ansehen, wie intelligent sie sind.
  • Frauen: Bei Frauen wird die Beurteilung der Intelligenz durch ihre Attraktivität verzerrt. Ihnen kann man nicht so leicht ansehen, wie intelligent sie wirklich sind.
  • Intelligentes Gesicht: Menschen mit einem schmalen Gesicht, einem spitzen Kinn und einer langgezogenen Nase werden für klug gehalten.
  • Weniger Intelligentes Gesicht: Menschen mit einem rundlichen Gesicht, einem breiten Kinn und einer kleinen Nase werden für weniger intelligent gehalten.
  • Emotionen: Menschen, die lächeln, werden für intelligenter gehalten als Menschen, die nicht lächeln.

Natürlich wäre es vermessen, zu behaupten, wer dumm aussieht, ist es auch – und vice versa. Dennoch lassen die Ergebnisse der Studie darauf schließen, dass jeder Mensch unbewusst ein bestimmtes Bild von einer intelligenten Person im Kopf hat. Dieses Bild scheint bei Männern und Frauen relativ gleich auszusehen – und deckt sich durchaus sogar mit der tatsächlich messbaren Intelligenz.

Es gibt aber, obwohl die Menschen dies scheinbar so wahrnehmen, keine bestimmten Gesichtszüge, die alle intelligenten Menschen gemein haben.

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier.

Mythen rund um das Thema Intelligenz

Und wie steht es zum Beispiel mit den Zusammenhängen von Intelligenz und Erfolg oder Intelligenz und Sport? Hier noch 6 typische Mythen im Zusammenhang mit Intelligenz:

1. Attraktive Menschen sind intelligenter

Falsch. Attraktive Menschen sind nicht intelligenter. Die Studie der drei tschechischen Wissenschaftler legt aber zumindest nahe, dass attraktive Menschen von ihren Mitmenschen als intelligenter eingeschätzt werden.

2. Intelligenz kann man verbessern

Unklar. Diese Aussage ist stark umstritten. Bringt Gehirnjogging etwas? Genau weiß das keiner. Fest steht aber: Es ist möglich, einzelne Fähigkeiten wie beispielsweise die Merkfähigkeit, zu trainieren und zu verbessern. Schlauer wird man dadurch allerdings nicht.

3. Intelligente Menschen sind erfolgreicher

Jein. Es gibt eine positive Wechselbeziehung zwischen Intelligenz und beruflichem Erfolg. Allerdings ist Intelligenz nicht alles. Sie ist eine Voraussetzung, aber noch lange kein Garant für Erfolg. Man muss gewisse Fähigkeiten mitbringen, um beispielsweise Ingenieur zu werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass man auch automatisch Karriere macht. Es ist die Mischung aus Intelligenz, Ausstrahlung und Durchsetzungsvermögen, die zum Erfolg führt.

4. Im Alter wird der Mensch klüger

Nein. Das menschliche Gedächtnis verändert sich ein Leben lang. Auch im hohen Alter ist der Mensch lernfähig. Bei Aufgaben, die Geschwindigkeit erfordern, lässt sich ein Leistungsabbau im Alter feststellen. Bei Logikaufgaben indes kann der Mensch noch bis ins hohe Alter leistungsstark bleiben. Im Alter ist ein Mensch reicher an Erfahrung, jedoch nicht unbedingt intelligenter.

5. Intelligenz hängt von den Genen ab

Teils, teils. Der IQ ist genetisch bedingt, doch die Umwelt spielt ebenso eine Rolle. Um zu messen, welchen Einfluss die Gene einerseits und die Umwelt andererseits haben, vergleichen Forscher für gewöhnlich Zwillinge. Ulman Lindenberger vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung kommt zu dem Schluss, dass ein Mensch sein genetisches Intelligenz-Potential nur entfalten kann, wenn sein Umfeld es zulässt. Stress, Verwahrlosung und Missbrauch aber wirken sich massiv und negativ auf die kognitive Leistungsfähigkeit aus.

6. Sport macht schlauer

Stimmt. Wissenschaftler des Stanford Center on Longevity und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung hielten in einem Memorandum fest, dass regelmäßiges körperliches Ausdauertraining die Hirndurchblutung steigert und die Bildung neuer Blutgefäße und Nervenzellverbindungen anregt. Diese sind notwendig, damit das Gehirn leistungsfähig ist. Aufmerksamkeit und das Denkvermögen können mithilfe von Ausdauertraining gefördert werden.

[Bildnachweis: ollyy by Shutterstock.com]

Mist gebaut? So beichten Sie das dem Chef

Geschrieben am: 24-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

ollyy/shutterstock.comSie haben einen hohen Anspruch an sich selbst und wollen Ihre Arbeit so gut wie möglich erledigen. Dann passiert es: Sie haben viel auf dem Schreibtisch, stehen unter Zeitdruck und schicken eine E-Mail an den falschen Empfänger. Mit dieser E-Mail haben Sie ein Angebot an einen Ihrer Kunden verschickt, doch leider an den falschen. Letzterer ist nun aufgebracht, weil er schlechtere Konditionen hat. Fehler, wie diese passieren. Sie sind gestresst, haben einen schlechten Tag oder sind einfach nur müde und schon haben Sie einen Termin verpasst, einen Tippfehler in einem wichtigen Dokument gemacht oder Ähnliches. Irren ist bekanntlich menschlich. Doch wie gehen Sie damit um und vor allem, wie sagen Sie Ihrem Chef, dass Sie Mist gebaut haben?

Vertuschen oder Eingestehen?

In dem Moment, in dem Sie die wütende E-Mail lesen oder mit dem aufgebrachten Kunden telefonieren, wird Ihnen bewusst, dass Sie richtig Mist gebaut haben. Panik breitet sich aus. Am liebsten würden Sie im Erdboden versinken oder sich in Luft auflösen. Ihr erster Reflex ist es, die ganze Sache zu vertuschen und unter den Teppich zu kehren. Fieberhaft überlegen Sie, wie Sie verhindern können, dass jemand von Ihrem Ausrutscher erfährt. Doch zu hoffen, dass Ihnen niemand auf die Schliche kommt, ist illusorisch. Damit verhalten Sie sich wie ein Kind, das eine teure Vase kaputt gemacht hat, die Scherben versteckt und hofft, dass die Eltern nicht böse sind. Als verantwortungsbewusster und kompetenter Arbeitnehmer gestehen Sie sich selbst ein, dass gerade etwas schief läuft und Sie bringen den Mut auf, es Ihrem Chef zu sagen.

Warum fällt das Geständnis so schwer?

Michal Zieba/shutterstock.comKlar, Sie wissen, Fehler sind menschlich. Das macht es allerdings nicht leichter Sie einzugestehen. Das liegt daran, dass Fehler das eigene Ego angreifen und zuweilen sogar schädigen. Jeder Mensch hat eine bestimmte Vorstellung von sich selbst, wie er ist und was er leistet. Fehler rütteln an diesem Selbstbild. Die Unvereinbarkeit von Vorstellung und Realität nennt man kognitive Dissonanz. Das Gefühl, das durch diese Unvereinbarkeit entsteht, macht einem zu schaffen. Das ist der persönliche Grund, wieso man sich Fehler nicht gerne eingesteht. Es gibt auch einen beruflichen.

Ob man sich traut Fehler anzusprechen oder sofort die Kündigung fürchtet, hängt auch von der Fehlerkultur des Unternehmens ab. Ist die Fehlertoleranz nur sehr gering und das Unternehmen sehr leistungsorientiert, fällt es einem Arbeitnehmer schwerer, Fehler einzugestehen. Darüber hinaus ist auch das Verhältnis zu Ihrem Chef entscheidend. Hat ein Arbeitnehmer das Gefühl, dass er mit seinem Chef reden kann, fällt es ihm leichter, auch mit Problemen zum Chef zu kommen.

Fehler zugeben: Wie Sie sich entschuldigen

Auch bei einer Entschuldigung lauern einige Fallstricke. Hier vier Grundregeln:

  1. Eine Entschuldigung sollte aufrichtig sein. Ihr Gegenüber sollte nicht das Gefühl haben, dass Sie sich nur pro forma entschuldigen, sondern dass Ihnen Ihr Verhalten wirklich Leid tut.
  2. Eine Entschuldigung sollte persönlich vorgetragen werden. Begehen Sie nicht den Fehler und schreiben Sie eine Entschuldigungsmail oder Ähnliches. Nehmen Sie all Ihren Mut zusammen und entschuldigen Sie sich von Angesicht zu Angesicht.
  3. Eine Entschuldigung sollte zeitnah erfolgen. Je länger Sie damit warten, desto frustrierter wird Ihr Gegenüber sein. Außerdem geht irgendwann der Bezug verloren.
  4. Eine Entschuldigung sollte konkret sein. In den meisten Fällen wird ein simples “Sorry” nicht ausreichen. Bringen Sie sowohl den Fehler als auch Ihr Bedauern zum Ausdruck.

Weitere 7 Tipps für eine gelungene Entschuldigung finden Sie hier.

Wie gehen Sie bei der Fehler-Beichte am besten vor?

Sie wissen, dass Sie nicht drum rum kommen werden, Ihrem Chef zu beichten, dass etwas schief gelaufen ist. Doch damit Sie nicht wie versteinert vor der Bürotür Ihres Chefs stehen, haben wir einige Tipps zusammengestellt, wie Sie nach einem Fehler am besten vorgehen.

  • Halten Sie einen Moment inne. Atmen Sie tief durch. Lassen Sie den ersten Schwall der panikartigen Gefühle abebben. Versuchen Sie sich soweit zu beruhigen, dass Sie nicht in Tränen ausbrechen werden, wenn Sie mit Ihrem Chef sprechen. Mit einem Gefühlsausbruch machen Sie wohl möglich alles nur noch schlimmer.
  • Denken Sie über das Ausmaß des Fehlers nach. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation. Was genau ist passiert? Wo ist der Fehler? Auf wen hat Ihr fehlerhaftes Handeln Auswirkungen? Welche Folgen könnte Ihr Fehler für das Unternehmen haben? Versuchen Sie, so gut wie möglich, diese Fragen zu beantworten, damit Sie Ihrem Chef ausführlich Bericht erstatten können.
  • Reagieren Sie sofort. Sobald Sie einigermaßen ruhig sind und wissen, was schief gelaufen ist, sollten Sie umgehend Ihren Chef aufsuchen. Warten Sie nicht zulange mit diesem Schritt, denn Ihr Chef muss so früh wie möglich von dem Fehler erfahren, damit er selbst in Aktion treten kann, um den Schaden zu begrenzen. Ihr Chef wird wahrscheinlich genervt und verärgert reagieren, denn ein Fehler von Ihnen bedeutet zusätzliche Arbeit für ihn. Seine Aufgabe ist es, den Fehler glatt zu bügel und ihn an höherer Stelle zu rechtfertigen.
  • Beichten Sie Ihren Fehler ohne Umschweife. Reden Sie nicht um den heißen Brei herum. Entschuldigen Sie sich und schildern Sie Ihrem Chef klar und direkt die Lage. Suchen Sie keine Ausreden, wie zum Beispiel, dass Sie einen schlechten Tag hatten oder nicht ausgeschlafen sind. Das wirkt verantwortungslos. Stattdessen sollte es Ihr Ziel sein, Ihrem Chef seine jetzige Aufgabe leichter zu machen. Er muss genau darüber informiert werden, was wann passiert ist, wo der Fehler lag und wie beispielsweise der Kunde reagiert hat. Nur, wenn er die aktuelle Lage kennt, kann auch er den möglichen Schaden kalkulieren und entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten.
  • Halten Sie Ihre Kollegen außen vor. Wenn der Fehler auf Ihren Mist gewachsen ist, sollten Sie das auch zugeben. Es ist nicht fair und dazu noch verantwortungslos, die Schuld auf Kollegen abzuwälzen. Stehen Sie zu Ihrem Fehler und beweisen Sie Rückgrat. Mit der Beschuldigung von Kollegen bringen Sie diese in eine unangenehme Situation und missbrauchen ihr Vertrauen. Dadurch wird die Kollegenbeziehung nachhaltig beschädigt. Petzen waren bereits in der Schule unbeliebt. Es lässt Sie auch in der Arbeit nicht gut aussehen.
  • Überlegen Sie sich eine Lösung. Überlegen Sie sich einen Lösungsvorschlag. Sie haben den Fehler begangen und Sie kennen das Projekt. Damit zeigen Sie, dass Sie die Kontrolle über die aktuelle Situation noch nicht gänzlich verloren haben. Zusätzlich erleichtern Sie Ihrem Chef die Lösung des Problems. Erläutern Sie, wie Sie sich in der aktuellen Situation verhalten würden und was Ihre nächsten Schritte wären. Sie signalisieren Ihrem Chef damit, dass er in seiner Entscheidung, Ihnen Verantwortung zu übertragen, nicht falsch lag und dass Sie sich Gedanken gemacht haben. Sitzen Sie nicht bloß da und erwarten, dass Ihr Chef Ihnen die Lösung auf einem Silbertablett präsentiert.
  • Tun Sie alles in Ihrer Macht stehende, um den Schaden zu begrenzen. Haben Sie gemeinsam mti Ihrem Chef einen Lösungsweg erarbeitet, zeigen Sie Engagement. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Chef zeigen, dass Ihnen daran gelegen ist, den Schaden so gut es geht zu begrenzen. Wenn das zusätzliche Arbeit oder Überstunden bedeutet, müssen Sie das an dieser Stelle in Kauf nehmen.
  • Wappnen Sie sich für die Konsequenzen. In den meisten Fällen wird Sie ein Fehler nicht die Stelle kosten. Trotzdem wird er gewisse Konsequenzen nach sich ziehen. Ihr Chef wird sich fragen, ob Sie ein zuverlässiger Mitarbeiter sind und ob Sie mit Ihrer Arbeit nicht überfordert sind. Das ist sein Job. Nun ist es an Ihnen zu beweisen, dass Sie aus der Situation gelernt haben und Ihnen ein solcher Fehler kein zweites Mal passieren wird. Zeigen Sie Ihrem Chef, dass er sich keine Sorgen machen braucht. Nach einem Fehler ist das Vertrauen erst einmal beschädigt und Sie stehen unter genauerer Beobachtung als sonst. Dieses Vertrauen müssen Sie sich nun Schritt für Schritt wieder erarbeiten.
  • Seien Sie nicht zu hart zu sich selbst. Es ist gut und wichtig, dass Ihnen bewusst ist, dass Sie einen Fehler gemacht haben. Doch das ist kein Grund, sich dafür zu zerfleischen. Fehler passieren. Sie passieren auch Ihrem Chef. Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen und ob Sie daraus lernen. Fehler tragen zu Ihrer Weiterentwicklung bei.

Denken Sie daran, wer nie Fehler macht, probiert auch nie etwas Neues aus. Wir wachsen nicht an unseren Erfolgen, sondern an unseren Fehlern.

[Bildnachweis: ollyy, Michal Zieba by Shutterstock.com]

Content Optimierung: Die optimale Länge für alle Inhalte #Infografik

Geschrieben am: 24-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Alexander Trinitatov/123rfSie bloggen, haben einen eigenen Youtube-Kanal und/oder sind in anderen sozialen Netzwerken aktiv und publizieren Inhalte? Ja? Dann kennen Sie die folgende Frage vermutlich zur Genüge. Sie beschäftigt Autoren, Redakteure und Social Media Manager praktisch vom Anbeginn der Social Media: Wie lang dürfen die perfekten Beiträge sein? Content Optimierung lautet das Schlagwort, mit dem Kommunikatoren versuchen, ihre Inhalte optimal auf die jeweiligen Netzwerke anzupassen. Eine Infografik liefert jetzt die optimale Länge für alle Netzwerke.

Content Optimierung: Ein Werkzeug, kein Selbstzweck

Die Infografik ist Teil eines lesenswerten – und langen – Artikels von Kevan Lee, seines Zeichens Autor des Buffer-Blogs. Seine Tipps zur optimalen Länge basieren auf verschiedenen Studien und wissenschaftlichen Analysen, mit denen wir uns im Folgenden genauer befassen werden. Bevor wir jedoch die Empfehlungen und Hintergründe näher beleuchten, sollte ein Grundsatz klar sein:

Content Optimierung ist ein Werkzeug von vielen und muss einem Ziel dienen. Sie darf niemals Selbstzweck werden.

Das klingt logisch, vielleicht sogar schon banal, wird in der Praxis jedoch von zahlreichen Unternehmen und Redaktionsteams immer wieder ignoriert oder vergessen. Auch bei der Content Optimierung gibt es ein Zuviel des Guten und wenn Beiträge zu Tode optimiert werden mögen diese rein formal perfekt sein, interessieren jedoch keinen Leser und Fan mehr.

Daher gehen wir im Folgenden nicht auf die konkreten Empfehlungen, sondern vor allem auf die zugrundeliegenden Prinzipien und Mechanismen ein, die mit diesen Längenempfehlungen verknüpft sind. Denn eine sinnvoll Content Optimierung ist nur möglich, wenn die Basis stimmt. Diese besteht aus einigen Prinzipien:

  • Die Themen müssen für Leser und Nutzer relevant und ansprechend sein.
  • Beiträge sollten einen hohen Informationsgehalt aufweisen.
  • Die vermittelten Informationen sollten praktisch anwendbar und für Leser und Nutzer adaptierbar sein.
  • Feedback und Kommentare der Leser sollten aufgenommen werden und einfließen.
  • Nutzer und Leser sollten immer wieder direkt angesprochen und einbezogen werden.

Erst wenn diese Grundlagen erfüllt sind, Sie Ihre Leser und Fans gut kennen und wirklich auf deren Bedürfnisse eingehen, kann eine eher formal ausgerichtete Content Optimierung wirklich ihre Wirkung entfalten und zu höherer Sichtbarkeit und Reichweite führen.

Content Optimierung: Die optimale Länge für alle Inhalte

Ohne weitere Vorrede hier zunächst die Infografik, in der Kevan Lee seine Empfehlungen zusammenfasst:

Kevan Lee / Buffer Blog

Bei Twitter gestaltet sich die Sache relativ einfach. Eine Erhebung von Tracksocial zeigt, dass Tweets mit einer Länge von 71 bis 100 Zeichen die meisten Re-Tweets erhalten haben und – nimmt man diesen Faktor als Maßstab – damit am besten bei den Followern ankommen. Die Erklärung ist hier eindeutig: Maximal 100 Zeichen erlauben es Ihnen als Verfasser, zahlreiche relevanten Informationen im Tweet unterzubringen.

Gleichzeitig bleibt jedoch noch genug Platz für den Re-Tweetenden um einen eigenen Kommentar zum Tweet zu verfassen und diesen so einzuordnen. Eine Anmerkung sie uns hier noch gestattet: Fügen Sie Ihrem Tweet ein aussagekräftiges Bild bei, reichen auch weit weniger als 100 Zeichen aus, um einen Tweet ansprechend und attraktiv zu gestalten. Es kommt eben immer auf Thema und Kontext an.

Tracksocial

Facebook und Google+: Thema und Kontext entscheiden

Im Blick auf Facebook-Posts ist die Datenlage allerdings nicht ganz so eindeutig. Während Kevan Lee die ideale Länge zwischen 40 bis 80 Zeichen angibt – die Interaktionsrate war hier bis zu 86 Prozent höher als bei längeren Beiträgen – zeigt beispielsweise eine Erhebung von BlitzLocal die höchste Interaktionsrate bei Beiträgen zwischen 100 und 120 Zeichen Länge.

BlitzLocal

Entscheidend sind hier aus unserer Sicht drei grundlegende Faktoren, die nur bedingt mit der Länge der Beiträge zu tun haben:

  1. Fragen, direkte Ansprache und Formate wie Lückentexte und Sätze, die von den Fans ergänzt werden sollen, triggern grundsätzlich mehr Interaktion als Beiträge, die auf solche Mechanismen verzichten.
  2. Informationsgehalt und Thema der Beiträge müssen für Ihre Zielgruppe interessant sein. Ist der Inhalt spannend, ist die Länge des Beitrags sekundär.
  3. Knackige und aktive Formulierung kommen besser an als passives Gelaber. Der Ansatz sollte daher lauten. “So lange wie nötig, so kurz wie möglich.”

Natürlich gibt es auch Facebook-Seiten, die mit enorm langen Beiträgen – die noch dazu rein aus Text bestehen – erfolgreich sind und ihre Zielgruppe erreichen. Doch das sind Einzelfälle, die damit ein ganz spezielles Publikum ansprechen und erreichen. Als Vorbilder oder Maßstab können und sollten solche Seiten nicht unbedingt dienen.

Weiterführende Artikel

Mehr zur Content Optimierung finden Sie hier:

Die optimale Länge einer Überschrift liegt laut Kevan Lee bei knapp unter 60 Zeichen, die sich auf maximal 6 Wörter verteilen sollten. Die Zeichenbeschränkung hat dabei Google+ im Hinterkopf, denn mit mehr als 60 Zeichen bricht die Überschrift hier auf zwei Zeilen um und wirkt so auf den ersten Blick weniger ansprechend und attraktiv. Auch wenn wir diesem Ansatz grundsätzlich zustimmen und den dahinterstehenden Gedankenganz nachvollziehen können, empfehlen wir Ihnen hier jedoch eine etwas andere Vorgehensweise.


Wir ergänzen unserer Beiträge grundsätzlich mit einem Kommentar, der nicht nur den Kontext des Beitrags liefern, sondern diesen auch einordnen kann. Diesen Ansatz empfehlen wir auch Ihnen, denn mit einem kurzen Kommentar…

  • … verleihen Sie Ihrem Google+-Post eine persönliche Note.
  • … können Sie zusätzliche Informationen bieten.
  • … können Sie Ihre Kompetenz präsentieren.
  • … lässt sich noch mehr Lust auf den Artikel wecken.

Die optimale Länge spielt hier aus unserer Sicht daher nur eine untergeordnete Rolle. Ähnliches gilt für die Überschriften von Artikeln. Laut Informationen von KISSmetrics liegt die Magische Grenze hier bei maximal sechs Worten. Ein genauer Blick auf die herangezogenen Studien vermittelt jedoch ein anderes Bild, sechs Worte sind zwar entscheidend, stellen jedoch nicht die optimal Länge dar.

Denn nach verschiedenen Usability Studien tendieren Leser dazu, die ersten und die letzten drei Worte einer Überschrift wirklich zu lesen. Es geht als viel mehr darum, die Überschrift optimal zu formulieren und auf diese sechs Worte besondern Wert zu legen.

Optimale Blogartikel: Eine Frage der Länge?

Wirklich spannend – und für uns als Karrierbibel-Tea naturgemäß besonders interessant – ist jedoch die Empfehlung im Blick auf die optimale Länge von Blogartikeln. Hier zieht Kevan Lee die Ergebnisse einer Untersuchung von Medium zu Rate, die die optimale Länge mit 1.600 Zeichen und damit einer geschätzten Lesedauer von sieben Minuten angibt.

Medium.com

Die Zahlen scheinen hier eine klare Sprache zu sprechen – bis ein Blick auf die Messmethode von Medium zeigt, dass hier lediglich Page Views und Verweildauer als Messgrößen herangezogen wurden. Dieser Ansatz berücksichtig jedoch lediglich Leser, die Seiten direkt besuchen. Wer Artikel dagegen via RSS, Flipboard oder Google Currents liest, wird hier nicht erfasst.

Dazu kommt, dass sich die angenommene Lesedauer rein auf das Lesen am Desktop bezieht. Viele Leser konsumieren Artikel heute jedoch mobil und sind auf Smartphone und Tablet von zu langen Texten nicht unbedingt begeistert. Anders formuliert: Die hier genannten sieben Minuten können als Basis und Orientierung dienen, sollten jedoch nicht als feste Grenze wahrgenommen oder als absolute Obergrenze gesehen werden.

Optimale Länge: Eine Frage von Thema, Stil und Zielgruppe

Abschließend noch ein Gedanke unsererseits: Die hier dargestellten Empfehlungen und Daten zur optimalen Länge sind sicherlich eine gute Basis für Ihre Content Optimierung und sollten keinesfalls ignoriert werden. Es darf jedoch auch nicht dazu kommen, dass Sie Ihren Content nur noch an Zahlen ausrichten und maximal optimieren.

Schlussendlich sollten Sie immer zuerst für Ihre Leser und Nutzer schreiben und sich erst in zweiter Linie Gedanken um formale Richtlinien und Vorgaben machen. Konzentrieren Sie sich zu sehr auf Zahlen, können diese zur Bremse werden und guten Artikeln und Inhalten im Weg stehen. Nutzen Sie die Empfehlungen daher idealerweise zur Optimierung Ihres bereits optimal auf Ihre Leser ausgerichteten Contents. Dann profitieren alle davon.

Stellenanzeigen richtig lesen: Analyse in 6 Schritten

Geschrieben am: 23-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Stellenanzeigen richtig lesenEinige Bewerber wundern sich, warum sie so selten zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie zu wenig auf die Anforderungen der Stelle eingehen, auf die sie sich bewerben. Manche benutzen ein- und dasselbe Standardanschreiben für unterschiedliche Stellenangebote. Sie versuchen mit allgemeinen Floskeln wie “teamfähig” und “flexibel” zu punkten, versäumen es jedoch, ihre für die Ausschreibung relevanten Erfahrungen und Kenntnisse aufzulisten. Der Empfänger, der unter Zeitdruck entscheiden muss, welche Kandidaten in die engere Wahl kommen und welche nicht, wird solche Bewerbungen jedoch eher für eine Absage vormerken, wenn er die Eignung für die vakante Stelle nicht auf Anhieb erkennt.

Stellenanzeigen richtig lesen

dinozzz/123rfDeshalb ist es wichtig, Stellenanzeigen richtig zu lesen und genau zu analysieren, bevor man sich bewirbt. Das klingt nur trivial, natürlich können Sie lesen. Tatsächlich lauern hier die Bewerbungsfallen im Detail. Ziel muss sein, im Anschreiben die Qualifikation so darzustellen, dass sie möglichst genau zur angestrebten Stelle passt. Ein lapidarer Satz wie “Ich erfülle Ihre Anforderungen” reicht eben nicht aus.

Das folgende 6-Schritte-Programm hilft Ihnen, diese Hürde künftig besser zu meistern…

Schritt 1: Sorgfältig lesen

Je genauer Sie verstehen, um was für ein Unternehmen es sich handelt und um was es bei der Aufgabe geht, desto präziser können Sie darauf eingehen. Am besten machen Sie eine Liste und schreiben zunächst alles aus der Anzeige heraus, was für die Aufgabe wichtig ist.

Schon die Größe der Anzeige beziehungsweise der Textumfang gibt Aufschluss über die Bedeutung der Position und zeigt, welchen Wert das inserierende Unternehmen dem neuen Mitarbeiter beimisst: Hochqualifizierte Fachkräfte werden selten per Kleinanzeige gesucht.

Schritt 2: Mit der Firmenbeschreibung anfangen

Die meisten Anzeigen beginnen mit einer Selbstdarstellung des Unternehmens – und genau da fängt auch Ihre Textanalyse an. Diese Beschreibung enthält Informationen über Dinge wie

  • Geschäftstätigkeit
  • Umsatzgröße
  • Mitarbeiterzahl
  • Zahl der Niederlassungen
  • und so weiter

Ebenso erfahren Sie, ob das Unternehmen zu einem größeren Konzern gehört. Und das ist nicht unwesentlich. Denn womöglich finden Sie hier bereits wichtige Schlüsselbegriffe, sogenannte Keywords, die Sie in der Bewerbung verwenden sollten:

  • Wenn zum Beispiel im Vorspann bereits der internationale Charakter des Unternehmens herausgestellt wird, sollten Sie im Anschreiben Ihre internationalen Erfahrungen erwähnen.
  • Geht es um Kunden aus dem Bereich der Bau- und Wohnungswirtschaft, dann vermerken Sie, dass und wo Sie bereits mit Firmen aus dieser Branche zu tun hatten.
  • Ist das Unternehmen stolz auf seine Premiummarken, dann kommen Bewerber aus dem Billigpreis-Segment wohl eher nicht in Frage.

Über die Sachinformationen hinaus kann man aus dieser Beschreibung auch Hinweise zur Firmenphilosophie und -kultur entnehmen. Floskeln wie…

… wir entwickeln die Realität von morgen …
… mit Blick in die Zukunft …
… die herausragende Qualität unserer Produkte …
… die perfekte Abwicklung unserer Aufträge …

… zeigen, dass dieses Unternehmen viel Neues entwickelt und großen Wert legt auf die Qualität seiner Produkte sowie die Leistungen der Mitarbeiter. Hier punkten also kreative Köpfe mit Liebe zum Detail und ausgeprägtem Qualitätsanspruch.

Formulierungen wie …

Unser Team bietet jedem Einzelnen Raum, seine Stärken mit unserer Unterstützung weiterzuentwickeln…

wiederum können zwar andeuten, dass hier auch Individualisten ihren Platz finden. Allerdings sollten Sie bei allzu schön klingenden Aussagen stets skeptisch bleiben und sich fragen, ob es sich hier um die gelebte oder die gewünschte Firmenkultur handelt.

Heißt für Sie: Wenn Sie von diesem Unternehmen eingeladen werden, sollten Sie dazu ruhig ein paar gezielte Rückfragen stellen.

Schritt 3: Die Aufgaben wichtig nehmen

Viele Stellenanzeigen sind aufgeteilt in

  1. Aufgaben und
  2. Anforderungen

Achtung: Auch die Aufgaben enthalten Anforderungen! Schließlich soll der Bewerber die Aufgaben ja bewältigen können. Es genügt also nicht, wenn Sie nur Angaben zu den unter Anforderungen gelisteten Themen machen, wie …

  • Studienabschluss
  • Berufserfahrung in einer bestimmten Position und Branche
  • Verhandlungssicherheit
  • Selbstbewusstes Auftreten
  • Englischkenntnisse

Wenn im Aufgabenteil des Jobangebots etwa die Rede ist von Dingen wie …

  • Akquise und Beratung von Großkunden
  • Marktanalysen und Marketingkonzepte
  • Sortimentsaufbau
  • Erstellung von Pflichtenheften für die Produktentwicklung

… dann sollten Sie in Ihrem Anschreiben unbedingt auch Ihre Erfahrungen für derlei Aufgaben darstellen. Nutzen Sie dabei ruhig dieselben Begriffe wie in der Stellenanzeige – umso eher erkennt der Personaler den Bezug zu seinem Bedarf.

Schritt 4: Muss- und Kann-Qualifikationen herausfiltern

Die explizit genannten Anforderungen lassen sich noch einmal unterscheiden zwischen sogenannte …

  1. Muss- und
  2. Kann-Qualifikationen.

Im oben zitierten Fall sind der Hochschulabschluss, die einschlägige Berufserfahrung, die Verhandlungssicherheit sowie Englischkenntnisse allesamt Muss-Qualifikationen. Wenn Sie diese mitbringen, haben Sie bereits die erste Hürde in der Vorauswahl genommen.

Wenn Ihnen eine dieser Voraussetzungen fehlt, können Sie eventuell die Lücke durch verwandte Erfahrungen oder Kenntnisse kompensieren. Dafür benötigen Sie allerdings sehr gute Argumente. Bei mehr als einer fehlenden Voraussetzung sinken Ihre Chancen erheblich.

Die Kann-Qualifikationen hingegen werden nicht zwingend von einem Kandidaten erwartet. Wer sie vorweisen kann, sammelt jedoch Pluspunkte. Solche Kann-Anforderungen lassen sich beispielsweise durch folgende Formulierungen identifizieren:

  • Der ideale Bewerber verfügt außerdem …
  • Wünschenswert wäre …
  • Von Vorteil wäre darüber hinaus …
  • Wären nützlich …

Extra-Tipp

Bei den Kann-Qualifikationen können Sie sich schon eher mal einen Ausfall erlauben. Diese Lücke erwähnen Sie normalerweise nicht ausdrücklich in Ihren schriftlichen Unterlagen. Wenn Sie dann beim Vorstellungstermin darauf angesprochen werden, ist ein Hinweis auf Ihre Weiterbildungswilligkeit angebracht.

Schritt 5: Persönlichkeitsfaktoren prüfen

Am Schluss der Anforderungsliste geht es meist um persönliche Eigenschaften, die so genannten weichen Faktoren oder Soft Skills. Hierbei geht es in der Regel um:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Kundenorientierung
  • Verhandlungsgeschick
  • Abschlusssicherheit

Bei diesen gewünschten Eigenschaften sollten Sie sich fragen, ob Ihre Persönlichkeit tatsächlich dem entspricht, was sich das Unternehmen vorstellt. Zwar müssen im Anschreiben nicht alle in der Anzeige geforderten Persönlichkeitsfaktoren aufgelistet werden, schon gar nicht explizit (“Ich bin teamfähig.”). Es ist fraglich, ob der Empfänger Ihnen das so glaubt. Aber zumindest zwei oder drei wichtige Eigenschaften sollten Sie indirekt und anhand konkreter Beispiele belegen.

Beachten Sie hierbei eher die versteckten Hinweise in manchen Beschreibungen:

  • Wenn ein hohes Maß an Flexibilität und Reisebereitschaft erwartet wird, ist an einen regulären Feierabend wohl kaum zu denken.
  • Ein motivations- und überzeugungsstarker Verkäufer wird da gebraucht, wo der Preis der zu verkaufenden Ware jenseits der vom Kunden akzeptierten Toleranzgrenze liegt.
  • “Hohe Leistungsbereitschaft in einem dynamischen Umfeld” wiederum könnte auf eine starke Mitarbeiterfluktuation sowie eine Hire-and-Fire-Mentalität hindeuten.

Wohlgemerkt: Könnte, aber muss nicht. Dennoch: Seien Sie vorsichtig und überprüfen Sie Ihre Vermutungen auch in diesem Fall später durch gezielte Fragen im Vorstellungsgespräch.

Schritt 6: Weitere Informationen einholen

Der letzte Schritt braucht am meisten Mut und ist auch eher für gehobene Stellen relevant, jedoch nicht ausschließlich. Zusätzliche Informationen über das ausschreibende Unternehmen erhalten Sie nämlich auch durch einen Anruf. Dieser Anruf sollte gut vorbereitet sein und sich auf Dinge beziehen, die nicht aus der Anzeige oder der Unternehmens-Website hervorgehen.

Manchmal ist bereits in der Anzeige ein Gesprächspartner mit Telefonnummer angegeben. In dem Fall können Sie sorglos (aber vorbereitet) anrufen. Fehlt die Telefonnummer, signalisiert das inserierende Unternehmen, dass Bewerberanrufe eher unerwünscht sind.

Bei wichtigen Fragen sollten Sie sich trotzdem nicht scheuen, zum Hörer zu greifen, etwa wenn die Stellenanzeige etwas älter und Sie wissen möchten, ob die Position überhaupt noch vakant ist.

Um die gewünschte Telefonnummer herauszufinden, helfen manche Telefon- und Firmenverzeichnisse im Internet – oder die Social-Media-Profile auf Xing und Linkedin. Hier können Sie ebenfalls gezielt nach Mitarbeitern der Zielfirma suchen, um zusätzliche Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Anzeigen lesen, ist keine Geheimwissenschaft. Es lohnt sich aber, sich mit jeder einzelnen Anzeige sorgfältig und gründlich auseinanderzusetzen – vor allem, um darauf gezielter in der Bewerbung einzugehen. Die Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, steigen so enorm.

Über die Autorin

Dr. Cornelia RiechersDr. Cornelia Riechers ist Inhaberin und Gründerin des Unternehmens Quality Outplacement mit den Schwerpunkten Outplacement und Karriereberatung sowie Personalentwicklung. Sie ging bei Dr. Fritz Stoebe, dem Nestor der Outplacement-Beratung in Deutschland, in die Lehre und entwickelte dessen Konzept weiter. Über ihre Erfahrungen mit Bewerbern hat sie ein Buch geschrieben, den ironischen Bewerbungsratgeber ”So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos”. Darüber hinaus hat sie sich durch zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Outplacement einen Namen gemacht.

Körpersprache: Das ABC zum Verständnis Ihrer Mitmenschen

Geschrieben am: 23-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

ollyy/shutterstock.comNicht nur das, was Sie sagen, sondern auch das, was Sie nicht sagen, beeinflusst, wie Ihre Mitmenschen Sie wahrnehmen. Ob man Sie für sympathisch, selbstbewusst, arrogant oder furchteinflößend hält, wird maßgeblich durch Ihre Mimik und Gestik ausgedrückt. Trotzdem unterschätzen immer noch viele Menschen die Wirkung von Köpersprache. Das liegt daran, dass die Signale, die unser Körper sendet, größtenteils unbewusst wahrgenommen werden. Innerhalb von wenigen Sekunden entsteht ein erster Eindruck unseres Gegenübers, dabei ist es häufig irrelvant, was gesagt wurde. Worte sind beim ersten Eindruck zweitrangig. Zu verstehen, welche Signale Ihr Körper sendet und die Signale Ihrer Mitmenschen zu lesen, kann im Job ein entscheidender Vorteil sein.

Erfolgsfaktor Körpersprache

Wer etwas mitteilt, spricht immer zwei Sprachen, die der Worte und die des Körpers. Die Sprache des Körpers wenden wir instinktiv an und haben wenig Einfluss darauf, denn sie ist ein direkter Spiegel unserer Gefühle und Gedanken. Sich dieser Tatsache bewusst zu sein und um die eigene Wirkung nach außen zu wissen, ist notwendig, um beruflich erfolgreich zu sein.

Einer Person, die gelassen und selbstbewusst auftritt, wird eher Verantwortung übertragen. Wer lässt sich von einer Präsentation überzeugen, die zwar inhaltlich durchdacht ist, bei der sich jedoch der Vortragende an seinen Unterlagen festklammert und zu Boden schaut?

Auch Bewerber können Ihre Chancen im Vorstellungsgespräch verbessern, wenn Sie nicht nur darauf achten, mit Wissen über die Firma und die Branche zu glänzen, sondern sich als Person gut zu präsentieren. Gerade in Stresssituationen, wie einem Vorstellungsgespräch, ist das nicht leicht. Der Bewerber will einen perfekten ersten Eindruck hinterlassen und wirkt dann schnell verkrampft oder nervös.

Die folgenden Tipps können Ihnen bei der Reflektion Ihrer Körpersprache und der Ihrer Mitmenschen behilflich sein.

A-ugenkontakt

Die Augen gelten als Fenster zur Seele. Sie verraten dem Gegenüber viel über Ihre aktuelle Gefühlslage. Wer seinem Gegenüber offen und ruhig ins Gesicht schaut, weckt dessen Vertrauen. Im Gespräch wird dadurch Respekt und Interesse signalisiert. Wenn Sie jemanden beispielsweise von Ihrer Meinung oder Ihrem Vorschlag überzeugen wollen, wird Ihnen das nicht ohne Augenkontakt gelingen. Dadurch, dass Sie Ihrem Gegenüber in die Augen schauen, signalisieren Sie auch, dass Sie keine Angst haben und sich nicht verstecken müssen. Bewerber sollten verstärkt darauf achten.

B-egrüßung

In Deutschland beginnt in der Regel jede geschäftliche Begegnung mit einem Händedruck und markiert den ersten Körperkontakt zueinander. Die Art des Händedrucks sagt bereits viel über die dahinterstehende Person aus. Fühlt er sich kalt und schlaff an, wird Ihnen Ihr Gegenüber nur schwerlich glauben, dass Sie ein Macher sind. Optimal ist ein warmer und kräftiger Händedruck. Ergreifen Sie die ganze Hand und nicht nur den vorderen Teil. Diese Geste lässt sich wunderbar im privaten Umfeld mit Freunden und Verwandten üben.

C-hef

Fragen Sie sich auch manchmal, was Ihr Chef denkt? Sein Körper verrät ihn. Hier einige Gesten zur Orientierung:

  • Er reibt sich die Hände = Er ist mit Ihrer Arbeit zufrieden.
  • Er verschränkt seine Arme im Gespräch oder stützt Sie in die Hüfte = Damit drückt er Skepsis aus.
  • Er spielt mit dem Stift oder mit dem Smartphone = Kann Langeweile oder Ungeduld signalisieren

Weitere Warnzeichen finden Sie hier.

D-istanz

Lassen Sie Ihrem Gegenüber genügend Freiraum. Circa eine gestreckte Armlänge wird in unserem Kulturkreis als angenehm empfunden. Egal, ob Sie stehen oder sitzen, näher sollten Sie Ihrem Gesprächspartner nicht kommen, da Sie sonst in den persönlichen Bereich Ihres Gegenübers eindringen. Dadurch fühlt sich dieser bedrängt und unwohl.

E-motion

Sie strahlen das aus, was Sie empfinden. Ein Mensch tritt anders auf, wenn er glücklich oder traurig ist. Wenn Sie zum Beispiel einen wichtigen Kunden von Ihrem Produkt überzeugen wollen, müssen Sie selbst positive Gefühle für dieses Produkt haben. Ansonsten wird es Ihnen nicht gelingen Begeisterung für das Produkt auszulösen.

F-urcht

Bei Angst weiten sich die Pupillen. Der gesamte Körper spannt sich an und ist zur Flucht bereit. Manche klammern sich zusätzlich mit den Füßen am Stuhlbein fest oder ziehen den Kopf merklich ein. Frauen tendieren bei Angst dazu die Arme zum Schutz um ihren Körper zu schlingen. Ihre Stimmfrequenz erhöht sich merklich.

G-elassenheit

Ruhe und Gelassenheit können Sie nur ausstrahlen, wenn Sie sich wohlfühlen. Schnelle, hektische Bewegungen verraten Ihrem Gegenüber Ihre Anspannung. Vor allem Ihre Hände und Ihr Gesichtsausdruck spielen eine wichtige Rolle. Nehmen Sie zum Beispiel in einem Gespräch eine lockere Sitzhaltung ein und lassen Sie die Hände entspannt auf den Armlehnen oder vor Ihnen auf dem Tisch liegen.

H-altung

Die Grundregel ist: Machen Sie sich groß. Bauch rein, Schultern zurück und Brust raus. Schultern, die nach vorne gekippt sind und so zu einem Katzenbuckel führen, vermitteln wenig Selbstvertrauen und Ratlosigkeit. Eine gerade Körperhaltung hingegen, drückt Standfestigkeit und Selbstsicherheit aus. Sie wollen den Eindruck vermitteln, dass kein rauer Wind Sie einfach so umpusten kann.

I-nteresse

Interesse an der der aktuellen Situation signalisieren Sie dadurch, dass Sie sich im Jetzt befinden und Ihre Aufmerksamkeit auf den Moment lenken. Sie schauen nicht verträumt aus dem Fenster, Ihr Blick ist nicht abwesend oder in Ihr Smartphone vertieft. Im Gespräch neigen Sie Ihren Oberkörper von Zeit zu Zeit leicht nach vorne.

J-ähzorn

Wut zeichnet sich sehr deutlich in der Gesichtspartie ab. Wenn Sie zornig sind verkrampfen sich Ihre Gesichtszüge. Die Augenbrauen sind zusammengezogen und die Partie um die Augen herum ist verkniffen. Der Blick ist eindringlich und Sie haben das Gefühl, dass Ihr Gegenüber Sie damit durchbohren könnte. Die Stimme ist deutlich lauter als sonst, bei manchen Menschen bebt sie sogar. Eine typische Geste ist es im Gespräch auf den Tisch zu hauen.

K-onkurrenz

Dominante Menschen haben ein machtvolles Auftreten. Ihre Sitzhaltung ist breitbeinig und Sie beanspruchen ganz natürlich viel Raum für sich. Ihre Gesten sind weit und ausladend. Ihr Gang ist zielstrebig und Ihr Händedruck ist fest. Sie sind die Leitwölfe und Alphatiere einer Firma. Ihr Auftreten wirkt teilweise einschüchternd und ist hinderlich in Momenten, in denen es auf Empathie ankommt. Wie solche Power-Posen aussehen, zeigen wir Ihnen hier.

Doch Dominanzgesten können auch schnell arrogant wirken. Hochgezogene Augenbrauen, gespitzte Lippen oder ein nach oben geneigter Kopf wirken überheblich und sind in Bewerbungsgesprächen ein echter Sympathiekiller.

L-ächeln

Wer lächelt, nimmt sein Gegenüber für sich ein. Ein ehrliches Lächeln lässt Sie sofort sympathisch wirken. Aber nur, wenn Ihre Augen mitlachen. Lächelnde Personen wirken einladender auf ihre Mitmenschen und werden eher angesprochen. Auch bei einer Präsentation oder einer Rede hilft es Ihnen, wenn Sie vor Ihrem Vortrag in die Runde lächeln. Damit nehmen Sie Ihr Publikum von Anfang an für sich ein.

M-otivation

Auch wie motiviert Sie sind, verrät Ihr Körper. Ein dynamischer Gang und große Schritte signalisieren Tatendrang. Gehen Sie federnd und leichten Schrittes merkt man Ihnen an, dass Sie einer Sache positiv gesinnt sind. Hängen Sie stattdessen kraftlos in Ihrem Stuhl, malen auf einem Block oder spielen an etwas rum, zeigt das Lustlosigkeit und Desinteresse.

N-achahmung

Im Gespräch spiegelt der Mensch unbewusst sein Gegenüber. Es dient dem Sympathieaufbau und suggeriert Übereinstimmung. Spiegelt jemand das eigene Verhalten, fühlt man sich automatisch akzeptiert und geschmeichelt. Greift Ihr Gegenüber im Gespräch beispielsweise nach dem Wasserglas oder lehnt sich zurück, können Sie diese Gesten imitieren.

O-ffenheit

Offenheit beginnt mit einer einladenden, unverkrampften Körperhaltung. Sie signalisieren, dass Sie offen sind fürs Gespräch und Interesse daran haben, was der andere zu sagen hat. Die Handflächen sind dabei geöffnet und zeigen nach oben. Verschränken Sie hingegen die Arme vor der Brust und wenden Ihren Körper ab, signalisieren Sie damit, dass Sie in Ruhe gelassen werden möchten.

P-okerface

Ein ausdruckloses Gesicht oder eine versteinerte Minie wirken unsympathisch. Sie verschließen sich dadurch vor Ihrem Gegenüber. Sie zeigen damit, dass Sie nicht wollen, dass der andere weiß, was in Ihnen vorgeht. Dadurch verunsichern Sie Ihr Gegenüber. Häufig ist ein ausdrucksloses Gesicht auch ein Schutzmechanismus. Wurde man zum Beispiel stark vom Chef kritisiert, möchte man ihm nicht zeigen, wie verletzt man durch seine Worte ist.

Q-ual

Besonders für schüchterne Menschen ist es eine Qual vor einer großen Gruppe vorzutragen oder zu sprechen. Das Gefühl des Gequältseins wirkt sich automatisch auf Ihr Haltung und Ihre Mimik aus. Typische Symptome sind das Überschlagen der Stimme oder rote Flecken auf der Haut. Man merkt Ihnen an, dass Sie sich unwohl fühlen.

Ratlosigkeit

Viele Menschen stützen Ihren Kopf in die Hände oder reiben sich die Schläfen, wenn Sie nicht weiter wissen. Damit zeigen sich Anstrengung und Überforderung. Einige beißen sich auf die Lippe oder verlagern Ihr Gewicht immer wieder von einem Bein auf das andere. Ihr Blick sucht den Raum ab und sagt: Bitte Hilf mir.

S-elbstbewusstsein

Selbstbewusste Menschen zeigen Präsenz. Sie verstecken sich nicht hinter Ihren Unterlagen oder machen sich klein. Sie sprechen mit einer kräftigen und überzeugten Stimme. Ihr Blick ist nicht gesenkt, sonder hält dem des Gegenübers stand.

T-raurigkeit

Eine Person, die traurig ist, wirkt in sich zusammengesackt. Ihr Kopf ist gesenkt und sie lässt die Schultern hängen. Sie wirkt kraftlos und weicht anderen Menschen mit Ihrem Blick aus. Ihre Augen sind glasig und wirken abwesend.

U-nsicherheit

Besonders wenn eine Situation neu und mit Stress verbunden ist, neigen viele Menschen dazu, Ihre Unsicherheit durch nervöse Gesten auszudrücken. Diesen Menschen merkt man an, dass Sie sich unwohl fühlen und verängstigt sind. Ihre Bewegungen sind unruhig und hektisch. Wohin mit den Händen? Wie stelle ich am besten meine Beine? – unentwegt rattert es im Kopf. Heraus kommen folgende Gesten und Bewegungen:

  • Mit dem Fuß wippen
  • Häufiges Blinzeln
  • Mit Haarsträhnen spielen
  • Auf dem Stuhl hin- und herrutschen
  • Mit Gegenständen, wie Ringen, Ketten oder Kugelschreibern spielen
  • Auf der Lippe oder auf den Fingernägeln rumkauen

V-ertrauen

Vertrauen ist die Basis jeder Arbeitsbeziehung. Es hält Teams zusammen, beflügelt Arbeitsleistung und strahlt nach außen. Zu vertrauen bedeutet, sich verwundbar zu machen. Innere Gelassenheit ist notwendig, um das Risiko, dass die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden, einzugehen.

W-idersprüche

Ihr Körper verrät Sie, wenn das, was Sie sagen und das, was Sie denken nicht übereinstimmt. Das passiert häufig dann, wenn Sie das Gefühl haben nicht äußern zu können, was Ihnen durch den Kopf geht. Grund hierfür kann die Angst sein, sich selbst oder Ihrem Gegenüber zu schaden. Wenn Ihr Chef zum Beispiel gerade in eine Aufgabe vertieft ist und Sie schneien mit einem dringenden Anliegen in sein Büro. Eigentlich hat er keine Zeit, doch er möchte Sie trotzdem nicht abweisen. Deswegen sagt er: Ja, ich habe ein paar Minuten Zeit. Doch gleichzeitig schaut er immer wieder verstohlen auf die Uhr oder klopft ungeduldig mit dem Stift auf den Schreibtisch. Seine Körpersprache verrät die Wahrheit.

X-fach

Es gibt manche Menschen, die von Natur aus selbstsicher auftreten. Der Rest muss sich ein selbstbewusstes Auftreten mühsam antrainieren. Es bedarf einiger Übung vor dem Spiegel und der Bewusstwerdung von unterschwelligen Signalen der Nervösität, die es auszuschalten gibt.

Y-ourself

Das allerwichtigste bei der Körpersprache ist, dass Sie nicht versuchen jemand zu sein, der Sie nicht sind. Nur eine authentische und natürliche Körpersprache macht Sie glaubhaft. Unnatürliche Gesten, die nicht zu Ihrer Persönlichkeit passen, werden von Ihrem Gegenüber sofort entlarvt. Es geht nicht nur darum an Mimik und Gestik zu arbeiten, sondern an der inneren Haltung.

Z-iel

Ziel ist das, was Sie sagen und die Art, wie Sie sich verhalten, in Einklang zu bringen. Sie wollen sowohl mit Ihren Worten als auch mit Ihrer Körpersprache die gleiche Botschaft transportieren.

Doch Vorsicht ist geboten bei der Interpretation der Körpersprache Ihres Gegenübers. Körpersprache sollte immer im Kontext der Situation und der Kultur Ihres Gegenübers gesehen werden.

[Bildnachweis: ollyy by Shutterstock.com]

So ist’s Recht: Urteile aus dem Arbeitsrecht

Geschrieben am: 23-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Grolls Arbeitsrechtskolumne

kuzma/123rfPeter Groll ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt. Für die Karrierebibel analysiert und kommentiert er regelmäßig wichtige und aktuelle Urteile aus dem deutschen Arbeitsrecht. So bleiben Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Fach- und Führungskräfte stets über ihre Rechte und rechtliche Fallstricke informiert.

Kirchenmusiker fliegt wegen sexueller Handlungen mit Minderjähriger

Az.: 2 AZR 741/12 Die Kirche hat es in der öffentlichen Wahrnehmung derzeit nicht leicht. Verschwendung und sexuelle Übergriffe schaffen es immer wieder in die Medien. Dazu passt auch die fristlose Kündigung eines nebenberuflichen Kirchenmusikers aus Bayern. Im Hauptberuf war er Lehrer in einem Gymnasium und unterhielt dort über Jahre eine sexuelle Beziehung zu einer minderjährigen Schülerin. Zu sexuellen Handlungen kam es sogar in der Kirche. Als das Mädchen ihn schließlich anzeigte, wurde der Mann vom Schuldienst suspendiert. Dagegen wehrte er sich vor dem Verwaltungsgericht, ohne Erfolg. Im Anschluss setzte ihn dann auch die evangelische Kirche fristlos vor die Tür. Auch das wollte der lüsterne Lehrer nicht akzeptieren und zog vors Arbeitsgericht. Das Bundesarbeitsgericht machte da aber nicht mit und wies seine Klage endgültig ab. Sexuelle Handlungen – gerade in der Kirche – sind ein glasklarer Kündigungsgrund. Die Kündigung kam auch nicht zu spät, weil der Arbeitgeber den Ausgang des Disziplinarverfahrens ruhig abwarten konnte.

Unwirksamkeit einer Höchstaltersgrenze

Az.: 3 AZR 69/12 Die Rente ist gerade nicht sicher. Deswegen ist eine zusätzliche Betriebsrente umso wichtiger. So klagte denn auch eine Mitarbeiterin nach Renteneintritt auf Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung gegen ihren Arbeitgeber. Dieser wich aus und verwies auf seine Versorgungsordnung und die darin enthaltenen Voraussetzungen auf einen Betriebsrentenanspruch: Zehm Jahre Betriebszugehörigkeit (Wartezeit) und bei Erfüllung der Wartezeit nicht älter als 55 Jahre. Das Problem für die Mitarbeiterin: Sie war bei Erfüllung der Wartezeit bereits älter als 55. Das BAG hielt die Versorgungsordnung für altersdiskriminierend und verurteilte den Arbeitgeber daher auf Zahlung einer Betriebsrente. Die Altersgrenze in der Versorgungsordnung sei nicht angemessen, weil sie Mitarbeiter von der Betriebsrente ausschließt, welche bei Beginn des Arbeitsverhältnisses das 45. Lebensjahr bereits vollendet haben. Das gehe nicht, schließlich könnten die noch bis zur Rente mehr als 20 Jahre betriebstreu sein und arbeiten.

Keine Entschädigung für ungeeigneten Bewerber

Az.: 8 AZR 997/12 Immer wieder beschäftigt das AGG das Bundesarbeitsgericht: In einem aktuellen Fall war ein Bewerber gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden – für eine Führungsnachwuchs-Stelle. Der Arbeitgeber forderte hierfür einen mindestens guten Studienabschluss, der nicht länger als ein Jahr zurückliegen sollte. Der Kläger war 1973 geboren. Seiner Bewerbung fügte er weder die Zeugnisse noch seine Examensnote bei. Mit seiner Klage verlangte er Schadenersatz und Unterlassung der Diskriminierung wegen Alters – ohne Erfolg. Der Kläger sei objektiv für die Stelle nicht geeignet gewesen, urteilten die Richter. Dies wäre Mindestvoraussetzung für die Klage gewesen. Entscheidend war aber, dass der Arbeitgeber eine Mindestnote im Examen verlangen darf. Dies gilt insbesondere für Führungskräfte in spe. Diese Mindestnote hatte der Bewerber nicht erreicht.

Unbeschriebenes Blatt: Tipps zur Selbstdarstellung im Netz

Geschrieben am: 23-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Minerva Studio/shutterstock.comLängst sind die Zeiten vorbei, in denen man als Bewerber noch ein unbeschriebenes Blatt war. Durch die Nutzung von Facebook, Twitter, Xing und Co geben wir viel mehr Preis als uns lieb ist. Die Schnelllebigkeit sozialer Netzwerke führt dazu, dass vorschnell gepostet wird, ohne die Konsequenzen des eigenen Handelns bis ins Letzte Detail durchzudenken. Die eigene Karriere lässt sich damit schnell verbauen. Umso wichtiger ist eine saubere Online-Präsenz. Ein Bewerber sollte sich ganz genau überlegen, welches Bild er im Netz von sich zeichnen will.

Social Media als Risiko für die Bewerbung

Ihre Online-Präsenz kann Ihre Bewerbung beflügeln, aber auch in den Papierkorb befördern. Längst ist bekannt, dass Personaler bei schwierigen Entscheidung vereinzelt Social-Media-Profile checken oder die Kandidaten googlen. Ungünstig für den Bewerber ist die Tatsache, dass das Internet nie vergisst. Jeder, der sich im World Wide Web bewegt, hinterlässt Spuren, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist. Einmal geschriebene Post oder hochgeladene Bilder lassen sich nicht problemslos löschen, denn sie haben sich wohl möglich bereits ohne das eigene Zutun verbreitet.

Auch diejenigen, die sich dem Einfluss von Social Media entziehen wollen, sind nicht davor gefeit, dass Informationen über die eigene Person ins Internet gelangen. Zum Beispiel reicht es bereits aus per E-Mail eine Einladung für Facebook zu erhalten. Allein diese Aktion veranlasst Facebook dazu, nach Informationen zur eigenen Person zu suchen und mit anderen Kontakten zu verknüpfen. Auch ist es möglich, dass Ihre Freunde Sie auf Fotos taggen, selbst wenn Sie kein eigenes Profil haben. Es müssen also nicht zwangsläufig die eigenen Partybilder sein, die Sie diskreditieren. Bevor Sie zu einem Vorstellungsgespräch gehen, sollten Sie wissen, welche Informationen über Sie draußen im Netz rumschwirren.

Professionelle Selbstdarstellung im Netz

 ollyy/shutterstock.comBeginnen Sie aktiv damit das Bild, das Sie im Internet von sich selbst vermitteln, zu prägen und zu professionalisieren. Mithilfe der folgenden Tipps brauchen Sie sich vor einer möglichen Suche des Personalchefs nicht zu fürchten. Im Gegenteil, Sie können Ihre Online-Präsenz dazu nutzen, den positiven Eindruck, den Sie durch Ihre Bewerbungsunterlagen hinterlassen haben, zusätzlich zu bekräftigen.

  • Richten Sie einen Goolge-Alert für Ihren Namen ein. Der erste Schritt ist, zu sehen, welche Informationen Google über Sie Preis gibt. In diesem Zusammenhang ist es empfehlenswert, einen Alert einzurichten, der Sie fortlaufend darüber informiert, wenn neue Informationen zu Ihnen im Netz stehen. Diesen Dienst bietet Google kostenfrei an und Sie können bestimmen, in welchem zeitlichen Abstand Sie informiert werden möchten.
  • Investieren Sie in ein gutes Foto. Privat geschossene Fotos sind meistens unscharf oder zeigen Sie in einer wenig vorteilhaften Position. Hier kann es sich lohnen in professionelle Fotos zu investieren. Für Xing empfiehlt es sich ein Foto zu wählen, das Sie im Blazer zeigt. Für Facebook jedoch können Sie auch eines wählen, das mehr casual ist.
  • Belassen Sie es bei einem Einblick in Ihr Privatleben. Anders als Ihr Lebenslauf, gibt Ihre Online-Präsenz Aufschluss über Ihre privaten Interessen und Hobbys. Sie sollten sich allerdings bewusst sein, dass bestimmte Hobbys mit Vorurteilen verbunden sind. Zum Beispiel gelten Briefmarkensammler als introvertiert. Seien Sie sich dieser Konotationen bewusst.
  • Überlegen Sie sich gut, zu wem Sie Kontakt aufbauen. Nehmen Sie nicht wahllos Freundschaftsanfragen über Social Media an. Letztlich schaden Sie sich damit, denn Sie geben Ihren “Freunden” damit die Möglichkeit, Informationen über Sie zu verbreiten, auf die Sie keinen Einfluss nehmen können. Aus diesem Grund ist es wichtig sich zu überlegen, wer wie viel von Ihrem Profil in einem sozialen Netzwerk sehen kann.
  • Wählen Sie einen seriösen Benutzernamen. Wenn Sie einen professionellen Eindruck hinterlassen möchten, sollten Sie davon absehen, auf unseriöse Benutzernamen, wie beispielsweise Ballermannbraut, zurückzugreifen. Diese wecken Assoziationen, die Sie nicht unbedingt fördern wollen.
  • Wägen Sie ab, welchen Gruppen Sie beitreten. Mitglied in zu vielen Spaßgruppen zu sein, wirft kein gutes Licht auf Sie. In Berufsgruppen von sozialen Netzwerken lassen sich wertvolle Kontakte knüpfen. Trotzdem sollten Sie nicht wahllos irgendwelchen Gruppen beitreten, sondern sich nur zwei bis drei aussuchen. Es wird ihnen mehr bringen, sich aktiv in wenigen Gruppen einzubringen, statt passiv Mitglied von zehn verschiedenen zu sein. Über die Auswahl von Gruppen geben Sie Ihrer Online-Präsenz zusätzlich ein Profil.
  • Wenden Sie den Großmuttertest an, bevor Sie posten. Bevor Sie kommentieren oder posten, sollten Sie sich fragen, was Ihre Großmutter sagen würde, wenn sie das so eben Geschriebene lesen würde. Würde sie sich schämen? Harsche Kritik und persönliche Beleidigungen gehen im Netz leichter von der Hand. Doch genau das, kann Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt zum Verhängnis werden.
  • Pflegen Sie Ihre Online-Präsenz. Nichts wirkt so unprofessionell wie verwaiste Social-Media-Profile. Statt Facebook, Twitter,Google+, Xing und zusätzlich Tumblr, Pinterest und Flickr zu bespielen, entscheiden Sie sich lieber für die Kanäle, die Sie auch wirklich regelmäßig nutzen werden. Fragen Sie sich, wo Sie die Menschen, die wertvoll für Ihr Netzwerk sein könnten, antreffen.
  • Nutzen Sie eigene Kanäle. Mittlerweile ist es kinderleicht ein eigenes Blog zu schreiben oder eine Homepage zu erstellen. Nutzen Sie diese Chancen für sich, um Ihre Person und Ihre Arbeit vorzustellen. Dienste wie flavors.me oder about.me nehmen Ihnen an dieser Stelle viel Arbeit ab. Darüber können Sie all Ihre Social-Media-Kanäle bündeln, mit einem schönen Hintergrundbild versehen und eine Beschreibung hinzufügen. Solche Dienste fungieren praktisch als digitale Visitenkarte. Dienste wie carbonmade.com oder dropr.com bieten zusätzlich die Möglichkeit Ihre Arbeit zu präsentieren.

Im Internetzeitalter ist ein seriöses Auftreten im Netz mindestens genauso wichtig, wie ein gepflegtes Äußeres. Eine professionelle Selbstdarstellung im Internet komplettiert Ihre Bewerbung.

[Bildnachweis: Minerva Studio, ollyy by Shutterstock.com]

Themenfindung: Wie geschickte Social Media Analyse hilft

Geschrieben am: 23-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

ollyy/ShutterstockSie sind Social Media Manager, (Corporate) Blogger oder Mitglied eines Redaktionsteams? Sehr schön, dann richtet sich sowohl unser Artikel als auch die folgende Frage direkt an Sie: Wie finden Sie Themen für Blogs und soziale Netzwerke? Vermutlich lesen Sie andere, thematisch passende Blogs, sammeln Geschichten und Themen aus Ihrem Unternehmen oder Umfeld und nutzen die Kommentare Ihrer Leser als Themenquelle, korrekt? Alles legitime und wichtige Möglichkeiten der Themenfindung, doch wir wollen Ihnen heute einen weiteren Ansatz vorstellen, mit dem Sie ebenfalls neue Themen generieren können: Eine geschickte Social Media Analyse.

Themenfindung: Kennen Sie Ziel und Zweck?

Eine grundlegende Voraussetzung sollte vor dem Einstieg in die Social Media Analyse zur Themenfindung allerdings erfüllt sein: Ziel und Zweck der Themensuche müssen klar sein und als Basis dienen. Anders formuliert: Nur wenn Sie vor der Themensuche wissen, was Sie mit Ihrer Kommunikation erreichen wollen, wer Ihre Zielgruppe ist und wozu Sie die Kommunikation betreiben, können Sie auch die passenden Themen finden.

Themensuche ohne klare Ziele ist einfach: Sie finden immer Themen – nur interessieren die dann niemand.

Ebenfalls wichtig: Sie sollten bereits über eine Grundlage für Ihre Themensuche verfügen und aktuell andere Wege nutzen, um Themen für Ihre Kanäle zu finden. Denn die Social Media Analyse kann Ihnen zwar hervorragende Themen liefern und bei der Weiterentwicklung Ihrer Strategie helfen.

Sie nimmt jedoch so viel Zeit und Ressourcen in Anspruch, dass Sie als fortlaufende Methode zur Themenfindung nur bedingt geeignet ist. Verfügen Sie über nur wenige Mitarbeiter – oder arbeiten Sie gar alleine – ist eine tägliche Social Media Analyse vermutlich kein gangbarer Weg.

Social Media Analyse: Systematische Themenfindung

Eine geschickte und auf Themenfindung ausgelegte Social Media Analyse lässt sich grundsätzlich in drei Bereiche aufteilen:

  1. Analyse von Trends und angesagten Themen
  2. Analyse thematische ähnlicher Blogs und Kanäle
  3. Analyse bekannter Blogs und Plattformen

Für den ersten Punkt empfehlen wir Ihnen schlicht die Nutzung der Google Trends, mit denen Sie sich einen Überblick über aktuelle Themen und die Performance verschiedener Suchbegriffe verschaffen können. Im folgenden Screenshot haben wir bewusst das sehr breit aufgestellte Schlagwort “Karriere” gewählt. Bei einer konkrete Recherche sollten Sie natürlich spezifischer suchen und sich die Zeit nehmen, Ihre wichtigsten Schlagworte und Suchbegriffe durchzugehen und zu kombinieren. Auch die verwandten Suchanfragen können Ihnen neue Themenideen liefern.

Google Trends

Neben den Google Trends kann Ihnen auch eine ganz klassische Google-Suche bei der Themenfindung helfen. Nicht nur die Anzahl der Suchanfragen nach einem bestimmten Suchbegriff ist hier relevant, auch die Vorschläge zur automatischen Vervollständigung können für Sie hoch interessant sein.

Konkurrenzanalyse: Lernen Sie von anderen

Weiterführende Artikel

Sie suchen mehr Tipps zur Themenfindung? Dann bitte hier entlang:

Um es gleich vorweg zu nehmen: Auch wenn der Begriff der Konkurrenzanalyse hier formal passt, verwenden wir ihn nur äußerst ungern. Denn grundsätzlich sollten Sie thematisch ähnliche Blogs eben nicht als Konkurrenten, sondern als potenzielle Kooperationspartner verstehen und sich mit diesen vernetzen.

In jedem Fall ist es für die Themenfindung wichtig, sich einen Überblick über die thematisch ähnlichen Blogs in Ihrem Bereich zu verschaffen und diese dann genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier können Ihnen Tools wie SEMrush, searchmetrics oder Blogoscoop nützlich sein.

Um Ihre Themenfindung effizient zu gestalten sollten Sie sich aus der so gewonnenen Übersicht dann einige Blogs und Plattformen heraussuchen und diese genauer recherchieren. Im Folgenden werden Sie sehen, dass der Rechercheaufwand enorm sein kann. Daher ist eine klare Fokussierung auf einige wenige Blogs pro Recherchedurchgang sinnvoll.

Diese Einschränkung sollten Sie jedoch nicht als Problem, sondern als Chance und Vorteil sehen. Denn bei einer erneuten Recherche können Sie sich anderen Seiten zuwenden und die Recherchequellen gehen Ihnen nicht so schnell aus.

Kommunikationsanalyse: Umfassende Recherche entscheidet

Haben Sie sich für bestimmte Blogs und Seiten entschieden, steht im nächsten Schritt eine detaillierte Kommunikationsanalyse an. Diese lässt sich in fünf Abschnitte aufteilen:

  1. Identifizieren Sie alle relevanten Kommunikationskanäle der Plattformen.
  2. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Kommunikation auf den verschiedenen Kanälen.
  3. Sammeln Sie häufig kommunizierte Themen aus den verschiedenen Kanälen.
  4. Analysieren Sie die Kommunikationsstrategie der Seiten.
  5. Prüfen Sie, welche Themen und strategischen Ansätze Sie für sich adaptieren können.

Die Betonung bei Schritt fünf liegt dabei klar auf “adaptieren”. Es ist weder sinnvoll noch empfehlenswert, Themen und/oder Strategie anderer Seiten eins zu eins zu übernehmen. Durch plattes Abkupfern vergeben Sie einerseits die Chance, die verschiedenen Ansätze optimal für sich und Ihre Leser zu nutzen.

Andererseits können Sie so auch schnell den Zorn andere Blogger, Unternehmen und Seitenbetreiber auf sich ziehen, die sich durch eine schamlos Kopie ausgenutzt und betrogen fühlen und Sie dann klar als Konkurrenten und nicht als potenziellen Netzwerkpartner sehen und wahrnehmen. Dass Sie die Kommunikationsanalyse nicht nur auf thematisch ähnliche, sondern auch auf die unter Punkt drei genannten bekannten Blogs und Seiten anwenden sollten, versteht sich von selbst.

Tools und Tipps für die Social Media Analyse

Ansatz und Struktur der Social Media Analyse sind natürlich wichtig, doch ohne die passenden Tools gestaltet sich die Analyse in der Praxis äußerst zäh und ist mit viele Handarbeit verbunden. Eine detaillierte Analyse der verschiedenen Beiträge nach Sichtbarkeit, Interaktion oder Verbreitung ist ohne entsprechende Dienst beispielsweise kaum oder nur äußerst kompliziert und aufwändig möglich.

Aus unserer eigenen Erfahrung können wir Ihnen jedoch einige Tools empfehlen, mit denen sich die Social Media Analyse problemlos durchführen lässt. Dazu gehören:

  • Hootsuite – Übersicht und Vergleich verschiedener Netzwerke und Kanäle
  • SocialBro – Analytics und Vergleich verschiedener Seiten auf Twitter
  • TrueSocialMetrics – Vergleich und Analyse verschiedener Netzwerke und Seiten
  • Quintly – Analyse und Vergleich mehrerer sozialer Netzwerke und Marekn

Noch mehr Tools und Dienste finden Sie in unserer großen Übersicht der Social Media Monitoring und Analytics Tools. All diese Dienste bieten Ihnen jedoch nur dann echten Mehrwert, wenn Sie im Vorfeld wissen welche Daten und Zahlen Sie wirklich interessieren und Ihnen weiterhelfen.

SocialBro_-_Browse_your_Twitter_Community

Bei der Suche nach den relevanten Faktoren und Zahlen können Ihnen die folgenden Fragen helfen:

  • Was macht einen Beitrag aus unserer Sicht erfolgreich?
  • Welche Rolle spielen für uns Views, Likes und Shares?
  • Worauf legen wir bei unseren eigenen Beiträgen am meisten Wert?
  • Wie messen wir die Performance unserer eigenen Kommunikation?
  • Inwiefern lassen sich die verschiedenen Daten überhaupt vergleichen?
  • Sind die konkreten Daten für uns relevant oder geht es uns eher um Trends und Entwicklungen?
  • Von welchen Daten können wir ableiten, ob ein bestimmtes Thema auch für uns sinnvoll und erfolgreich sein kann?

Diese Fragen sollten Sie idealerweise im Vorfeld Ihrer Social Media Analyse beantworten, um den größtmöglichen Nutzen für Ihrer Themenfindung daraus zu ziehen. Grundsätzlich spielen die verschiedenen Daten zwar eine wichtige Rolle, doch Ihrer Intuition sollten Sie deshalb nicht völlig ausschalten.

Stoßen Sie bei Ihrer Analyse auf Themen, die bei anderen Seiten eher mittelmäßig gut funktionieren, die Ihnen jedoch sofort attraktiv und sinnvoll erscheinen, sollten Sie diese in Ihre Repertoire aufnehmen und in Ihrer Kommunikation ausprobieren. Und wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, spricht auch nichts gegen Experimente mit neuen Themen. Wenn der Versuchsballon nicht gut ankommt, sind Sie um eine Erfahrung reicher.

Manager managen: So halten Sie den Chef in Schach

Geschrieben am: 22-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

Nomad_Soul/ShutterstockEs gibt wahrscheinlich keinen Arbeitnehmer, der behaupten würde, dass sein Chef perfekt ist. Blender, Pedanten, Kontrollfreaks, Ausbeuter und Choleriker haben es sich auf Deutschlands Chefsesseln bequem gemacht und machen das Leben ihrer Mitarbeiter zur Hölle. Probleme mit dem Chef sind hierzulande Kündigungsgrund Nummer eins. Doch ein Jobwechsel bringt meistens reichlich wenig. Im neuen Job treffen Sie nur auf eine andere Sorte Chef und die Scherereien beginnen von vorne. Versuchen Sie doch stattdessen sich Ihren Chef zurechtzubiegen. Wir verraten ein paar Tricks…

Der perfekte Chef

Wie sähe der perfekte Chef aus, wenn man sich diesen als Arbeitnehmer, frei nach dem Motto “Ich mach’ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt”, backen könnte?

Der perfekte Chef wäre eine Person, die gut mit Menschen umgehen kann und gerne mit diesen zu tun hat. Er wäre offen für neue Vorschläge und würde seine Mitarbeiter inspirieren und motivieren. Diese Sorte Chef würde selbst Fehler machen und wäre aus diesem Grund auch tolerant gegenüber den Fehlern der Mitarbeiter. Im richtigen Moment würde er die Zügel ergreifen, aber auch seinen Mitarbeitern die Leitung überlassen. Der perfekte Chef würde einem in den Hintern treten, aber ohne unnötig viel Druck auszuüben oder Angst und Schrecken zu verbreiten. Natürlich hätte er auch stets ein offenes Ohr für die Probleme seiner Mitarbeiter. Kurzum er wäre eine Mischung aus Superman und einem gutmütigen Vater.

Tja, leider wird man so einen Chef in der Realität nicht antreffen. Die meisten Arbeitnehmer wären bereits zufrieden, wenn Ihr Vorgesetzter wenigstens eine der oben genannten Eigenschaften mitbringen würde.

Chefs in der Wirklichkeit

Statt für einen Superman-Chef zu arbeiten, wird die Mehrheit der Arbeitnehmer von einem Stromberg in den Wahnsinn getrieben. Stromberg ist der Leiter des fiktiven Versicherungsunternehmens Capitol und leitet die Abteilung Schadensregulierung nach dem Motto: Büro ist Krieg. Er brilliert mit Unwissenheit, manipuliert seine Mitarbeiter, ist immer auf den eigenen Vorteil bedacht und sorgt für Chaos, das die Angestellten beseitigen müssen. Das beste an seinem Führungsstil ist, dass er absolut überzeugt von sich selbst ist und sich für Gottes Geschenk an die Menschheit hält.

Weitere fiese Cheftypen finden Sie hier.

Wie anstrengend man den Chef empfindet, hängt auch mit der eigenen Persönlichkeit zusammen. Je mehr man mit dem Chef gemeinsam hat, desto eher kommt man mit diesem aus. Wer beispielsweise ordnungsliebend und pedantisch ist, wird weniger Probleme mit einem pedantischen Chef haben. Jemand, der das kreative Chaos liebt, wird hingegen größte Schwierigkeiten haben mit dem Cheftypus Pedant zurechtzukommen. Viele Arbeitnehmer werden nun die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich denken: Oh je, dann bin ich verloren, denn ich habe nichts gemeinsam mit meinem Chef. Die gute Nachricht ist, dass Sie selbst, wenn Sie kaum Gemeinsamkeiten mit Ihrem Chef haben, lernen können mit allen Cheftypen umzugehen und diese mit ein paar Tricks geschickt so zu erziehen, dass die Zusammenarbeit funktioniert.

Tricks, um den Chef in Schach zu halten

Sergey Nivens/shutterstock.comStatt sich über die Entscheidungen und das Verhalten Ihres Chefs zu ärgern und insgeheim über einen Jobwechsel nachzudenken, drehen Sie den Spieß doch einfach um: Manipulieren Sie Ihren Chef, indem Sie sozusagen von unten führen. Im Fachjargon spricht man von “Cheffing”. Die oberste Regel ist dabei: Verstehen Sie, wie Ihr Chef tickt. Analysieren Sie seine Person und sein Verhalten. Worauf Sie bei der Manipulation achten sollten:

Dos

  • Argumentieren Sie im Sinne Ihres Chefs. Bedenken Sie bei all Ihren Vorschlägen, welchen Vorteil Ihr Chef davon hat. Diesen Vorteil gilt es geschickt auszuspielen und den Chef damit zu ködern. Wie Sie der Vorschlag persönlich oder beruflich weiterbringen wird, ist dabei irrelevant.
  • Zeigen Sie Interesse. Menschen in Führungspositionen sind in der Regel recht einsam. Dadurch, dass sie sich nicht auf einer Ebene mit Ihren Mitarbeitern bewegen, können keine Freundschaften entstehen. Durch zu enge Beziehungen fürchten sie zum einen ihre Autorität zu verlieren oder Konkurrenten zu begünstigen. Doch der Mensch ist sozial in seiner Natur. Nutzen Sie diese Eigenschaft und zeigen Sie Interesse an seinem Leben. Werden Sie nicht zu persönlich, jedoch spricht nichts dagegen, sich zum Beispiel nach dem Urlaub zu erkundigen.
  • Werden Sie zu einem wertvollen Berater. In seiner Position hat der Chef wenig Kontakt mit dem Alltagsgeschäft. Das spiegelt sich auch in seinen Entscheidungen wider. Geben Sie Ihrem Chef Feedback über die Auswirkungen seiner Entscheidung. Sprechen Sie Dinge an wie: Zeit- und Arbeitsaufwand oder Probleme in der Umsetzung.
  • Machen Sie sich den eigenen Wert bewusst. Sie sollten nicht vergessen, dass die Zusammenarbeit mit Ihrem Chef auf Gegenseitigkeit beruht. Sie stehen in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis zueinander. Das Wissen darum, dass Ihr Chef Sie braucht, wird Ihnen helfen, selbstbewusster aufzutreten und Grenzen zu setzen.
  • Seien Sie loyal. Ob Ihr Chef Sie fördert oder nicht, hängt nicht nur von Ihren Fähigkeiten ab, sondern auch davon, wie sehr er Ihnen vertrauen kann. Wenn Ihr Chef sich ständig fragen muss, ob Sie Ihm nicht irgendwann in den Rücken fallen, wird er Ihnen Steine in den Weg legen, um seine eigene Position nicht zu gefährden.
  • Seien Sie hartnäckig. Geben Sie nicht schnell klein bei. Häufig haben Vorgesetzte die Strategie entwickelt, dass wenn etwas wirklich wichtig ist, der Mitarbeiter immer wieder darauf beharren wird. Ist ihm sein Anliegen weniger wichtig, lässt er es auf sich beruhen. Also, wenn Ihnen etwas wirklich am Herzen liegt, lohnt sich ein langer Atem.
  • Lassen Sie Ihren Chef glänzen. Wenn Ihr Chef eine gute Figur abgibt, wirkt sich das auch positiv auf Ihre Arbeit und Ihre Stellung im Team aus. Lassen Sie Ihren Vorgesetzten durch Ihre Arbeit brillieren, steigert das Ihren Wert in den Augen Ihres Vorgesetzten.
  • Loben Sie Ihren Chef. Ihr Chef ist auch nur ein Mensch und freut sich genauso wie Sie über Anerkennung und Lob. Nur übertreiben sollten Sie es damit nicht, da ein solches Verhalten als Schleimerei aufgefasst werden kann. Ein guter Moment für ein Lob ist zum Beispiel, wenn Ihr Chef Neuigkeiten frühzeitig ans Team kommuniziert und sich dann alle darauf einstellen können. Durch ein Lob in dieser Situation bekräftigen Sie das Verhalten Ihres Chef und das führt im besten Fall dazu, dass er es beim nächsten Mal genauso macht.

Don’ts

  • Beeinflussen Sie Ihren Chef nicht hinterrücks. Einflussnahme sollte offen stattfinden, denn hat der Chef das Gefühl Sie manipulieren seine Entscheidungen zu sehr, wird er sich in seiner Autorität untergraben fühlen. Damit verbauen Sie sich die Möglichkeit einer künftigen Einflussnahme.
  • Blamieren Sie Ihren Chef nicht. Auch wenn Ihr Chef nur so vor Unfähigkeit strotzt und den größten Blödsinn von sich gibt, sollten Sie es tunlichst unterlassen ihn vor dem gesamten Team bloß zu stellen. Verletzen Sie das Ego Ihres Chefs, wird er nach Rache dürsten und es Ihnen bei der nächst besten Gelegenheit heimzahlen. Das wird nicht zu Ihrem Vorteil ausgehen, da Ihr Chef am längeren Hebel sitzt.
  • Verkaufen Sie Erfolge nicht als Ihre eigenen. Machen Sie nicht den Fehler und brüsten sich mit dem Erfolg eines gelungenen Projekts. Selbst wenn Sie die entscheidenen Weichen gestellt haben, präsentieren Sie den Erfolg nicht als Ihren eigenen. Das erscheint unfair, doch es verhindert, dass Ihr Chef Sie als Konkurrenz wahrnimmt. Äußern Sie stattdessen im Gegenzug einen Wunsch.

Wer ganz nach oben will, muss einen Weg finden mit seinem Chef zurechtzukommen. Denken Sie sich in die Rolle Ihres Vorgesetzten und beginnen Sie aktiv zu lenken, statt nur gelenkt zu werden.

[Bildnachweis: Nomad_Soul, Sergey Nivens by Shutterstock.com]

Bewerbercheck: 3 Dinge, die jeder Personaler wissen will

Geschrieben am: 22-04-2014  |  Abgelegt in: Büro-Alltag

GesprächWenn Sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden, haben Sie die schwerste Hürde schon genommen: Ihre Bewerbungsunterlagen haben überzeugt, Ihre fachlichen Qualifikationen ebenfalls. Glückwunsch! Allerdings ist die Sache noch nicht gelaufen. Jetzt müssen Sie den Personaler auch im persönlichen Gespräch überzeugen – und den interessieren vor allem drei Dinge…

Was Personaler wirklich interessiert

Theoretisch gibt es natürlich viele Fragen, die Personaler haben könnten. Einige davon stellen sie auch und wieder andere fallen in die Kategorie Fangfragen. Doch im Kern geht es dabei stets um drei Dinge, die die Recruiter oder Interviewer wirklich interessieren. Diese:

  1. Kompetenz. Welche Belege können Sie erbringen, die sicherstellen, dass Sie den Herausforderungen des Jobs gewachsen sind? Hierbei geht es nicht nur um Ausbildungen oder Hochschulabschlüsse. Ebenso wichtig sind Erfahrungen und Fertigkeiten (erlangt etwa durch Praktika), die beweisen: Sie schaffen das.
  2. Teamgeist. Werden Sie in das vorhandene Team passen – oder die Firmenkultur empfindlich stören? Wir alle wissen: Querdenker und Kreative sind der Humus, auf dem Innovationen gedeihen. Deshalb braucht sie jedes Unternehmen. Theoretisch. Tatsächlich achten Personaler – leider – eher auf Konformität. Ihre Jobchancen steigen erheblich, je eher Sie dieses Fitting vermitteln. Wie weit sich ein Bewerber dabei verstellt, hängt natürlich davon ab, wie dringend man den Job benötigt.
  3. Mehrwert. Verfügen Sie über eine Liste von Erfolgen, die nahelegen, Sie werden dem Arbeitgeber auch Umsatz, Einsparungen oder Mehrwert bringen? Letztlich geht es bei jeder Einstellung um eine einfache Rechnung: Man bezahlt Ihnen Gehalt X und hofft, dass Ihre Leistung einen Mehrwert von Y erwirtschaftet. Das ist zu dem Zeitpunkt zwar reine Spekulation, aber je überzeugender Sie darstellen können, dass Y größer X ist, desto eher werden Sie eingestellt. Gut, wer also auf konkret bezifferbare Erfolge aus seiner bisherigen Laufbahn verweisen kann.

Das ist natürlich stark vereinfacht. Aber um diese drei Punkte geht es praktisch in jedem Bewerbungsgespräch. Und erst wenn Sie die dazugehörigen Fragen überzeugend beantworten können, sind Sie perfekt vorbereitet.

Aber – und das ist die gute Nachricht – das ist keine Raketenwissenschaft. Die Fragen kennen Sie nun – jetzt sollten Sie die brillanten Antworten vorbereiten…